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Das studentische Kulturmagazin für Jena & Weimar


  • Das Paradox der Zeit: Wie Nostalgie unsere Gegenwart bestimmt

    Esstisch. Gerade das Weihnachtsessen serviert. Gesprächsfetzen fliegen umher. Dieselben Diskussionen wie im Vorjahr. Es wird von einer vermeintlich besseren Vergangenheit gesprochen. Keine Handys, mehr Zeit in der Natur, als es noch „echte Freundschaften“, „echte Liebe“ und „echtes Glück“ gab. von Rania Lau Jedes Jahr sitzen Abermillionen Menschen zum Fest der Liebe beisammen. Die Familie kommt

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  • Krisen auf der Leinwand: Wie die Viennale den Puls der Zeit trifft

    von Silas Richter Wien im Oktober 2024: Das bedeutet für die gerne grantigen Hauptstädterinnen nicht nur ein Hauch von Herbst im Lainzer Tiergarten und Nationalratswahlen mit unschönem Ausgang, sondern auch die Viennale, das größte internationale Filmfestival Österreichs, welches längst nicht nur einheimische Cineast*innen, sondern auch ein weitgereistes Publikum wie mich anzieht. Die überall in der

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  • Warum die CDU die Grünen braucht

    Seit ihrem Eintritt in die Ampelregierung und spätestens seit dem umstrittenen Heizungsgesetz gelten die Grünen als das Hassobjekt konservativer, rechter Kreise: Wie dieser einzigartige Fall des Scapegoating der Demokratie gefährlich werden könnte. von Rebecca Hinrichs Dass es im demokratischen, pluralistischen System zum politischen Alltag gehört, sich hinsichtlich seines politischen Gegners abzugrenzen, um den eigenen ideologischen

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  • Zuschauer der Polykrise

    Das Theaterhaus Jena lädt zu ungemütlichen Träumen ein In das Theaterhaus ist mit Spielzeitbeginn im Oktober ein neues Ensemble eingezogen. Ihre Premiere „rhapsody“ unter der Leitung von Azeret Koua entfaltet eine surrealdystopische Traumwelt, die scheinbar kein Ende nimmt. Denn in einem Zustand, in dem Traum und Wirklichkeit nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind, gibt es

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  • La deutsche Vita

    perché ti amo Italia von Julia Florschütz Bei dem wechselhaften Aprilwetter und dem sich bitten lassenden Sommer erinnern wir uns doch alle gern an die Gut-Wetter-Erlebnisse des Vergangenen. An einem lauen Juliabend in der Kulturarena spielte „Erobique“ auf dem Theatervorplatz. Das Grand Final bildete der Song „Urlaub in Italien“. Es herrschte gute Laune, es wurde

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  • Die Ästhetisierung des Widerstands

    von Sebastian Baum Vor über neun Jahren war ich in einem Möbelgeschäft in Jena und stand vor einem Wandschrank. Auf diesem Wandschrank schaute mich das Gesicht Ché Guevaras an. Das berühmte Portrait „Guerrillero Heroico“, ursprünglich ein Foto von Alberto Korda, später vom Künstler Jim Fitzpatrick verfremdet, das mir in meiner Schulzeit schon von den T-Shirts

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  • Wenn Fakten zur Option und Politik zum Entertainment werden

    Vom “talk radio” zu Donald Trump Das Phänomen Donald J. Trump. Die Erklärungsversuche für seinen Erfolg sind insbesondere in der deutschen Medien- und Politiklandschaft so vielfältig wie unbefriedigend. Was zu wenig beleuchtet wird, ist, dass Donald Trump kein Zufall ist, keine plötzliche unerklärbare Erscheinung. Vielmehr ist der ehemalige und zukünftige US-Präsident logischer Teil einer Kontinuität

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  • „Das Donnern der Weltgeschichte“

    Das erste Viertel des 21. Jahrhunderts liegt hinter uns. Mannigfaltige Krisen haben sich herausgebildet. Mediale Diskurse und sich potenzierende Gewaltspiralen weisen deutliche Symptome vielfältiger Katastrophenzustände auf. Immer mehr Menschen geben die Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf. Versuchen wir statt klaren Antworten zuerst eine Perspektive des Nachdenkens zu finden, die viele Dimensionen verbindet: gesellschaftliche, individuelle,

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  • Crisis? What crisis?

    von Thomas Honegger, Professor der anglistischen Mediävistik an der FSU Die älteren Jahrgänge unter unseren Leser*innen kennen den Titel meiner Kolumne vielleicht noch als Zitat aus dem französisch-britischen Film The Day of the Jackal (1973) oder aber als Titel des gleichnamigen Albums (1975) der britischen Gruppe Supertramp. Das Cover-Bild macht auch gleich klar, dass der

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  • Zum Schweigen verdammt

    Das Jahr 1924 stellte in der Geschichte der jungen Sowjetunion nicht nur durch den Tod Lenins einen Einschnitt dar, es veränderte auch das Leben Michail Bulgakows maßgeblich. Es machte ihn berühmt bei Kritikern, deren Aufmerksamkeit er wenige Jahre später bereuen sollte. von Sebastian Baum Den Kittel für immer in den Schrank hängen 1921, nach dem

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