Ausgaben
Ausgabe 52:
Während der Griesbachgarten zum alljährlichen Uni-Ascott lädt, sucht 300 Pflastersteine tiefer eine Handvoll Redaktdolleure hut- und blutlos nach dem passenden Gewand für die 52. Sammlung interkultureller Augenblicke. Die Verständigung verläuft nach dem Wortklotzprinzip: „Nudeln!“– „Bäh, Salz!“ Das spart Zeit und fügt sich adäquat zwischen zwei Vuvu-Kreischer ein. Von allen verunglimpft, muss man diesem einseitigen Jubelgedonner zugute halten, dass es auch den jenseits von TV und WorldWideWeb Wohnenden live über den Spielverlauf informiert. But what‘s in a goal? Ehe einen die füßische Hysterie ins Koksdelirium oder die Wände hoch zu treiben droht, sollte man sich vielleicht lieber in andere Klang- und Sprachwelten flüchten und mit groovigen Ohrwürmern die Torheit hinter sich lassen. Mit der richtigen Musik spricht es sich gleich viel leichter. Dagegen sind die verbliebenen Zeitungsbastler über Omas erkalteter Möhrensuppe und den graumelierten Ausdrucken bunt bemalter Eisenbahnwaggons inzwischen endgültig verstummt. Ob aus anämischer Sommerträgheit, Nostalgie oder banger Erwartung des nächsten Morgens lässt sich nicht genau sagen. Doch der Paukenschlag um Mitternacht hat noch nie seine Wirkung verfehlt. Gleich pochen die Schläfen wieder und der Satz segelt sicher gen Ende.
Ausgabe 51:
Sieben Monate bin ich nicht mehr aus gewesen, in meiner Stammkneipe gab’s scheinbar nur noch billigen Rotwein. Dafür hab’ ich abgenommen, meine alten Anzüge passen mir wieder. Nun sitze ich zufrieden in der neuen gemütlichen Bar um die Ecke, der letzte Gedanke spiegelt sich im leeren Glas. Hinterm Tresen tapeziert jemand ein Jahrzehnt Hip-Hop an die Wände, während sich draußen britisches Geflügel durch unnatürlich starke Winde kämpft. Ein Schwein, wer Böses dabei denkt. Nick bringt mir Bismarckhering mit Bohnen. Höflich, wie ich es gelernt habe, sage ich erst einmal Dankeschön, füge dann aber lachend hinzu, dass es sich wohl um ein irrtümliches Gastmahl handeln muss, hatte ich doch Eisbein mit Bärlauch bestellt. Während auf dem Flachbildschirm über dem Eingang ein Bericht zur kommenden Weltmeisterschaft läuft, glotzt der ausgestellte Löwenschädel daneben domestiziert von der Wand. Ich muss mal. Vor der Toilette heißt es warten. Eine ewige Schlange. Und trotzdem komm’ ich gern hierher – Hausnummer 51 gehört einfach irgendwie dazu.
Ausgabe 50:
Vorbei die schönen Sommersonnenstrahlen. Der raue Herbstwind treibt das goldene Laub über die Wege und euch einen Meilenstein in die Hände: 50 Jahre UNIQUE! Zeit, wo bist du hin? Natürlich hinterlassen die Jahre ihre Spuren, darum: Das Ganze jetzt in neuem Format – und natürlich besser als jemals zuvor. In jedem Fall ein Grund zum Feiern. Aber danach zurück an die Arbeit, denn es gibt viel zu tun. Erst kürzlich gab es wieder eine öffentliche Debatte über Deutsche mit Migrationshintergrund, die laut Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin unter anderem „ständig neue kleine Kopftuch-Mädchen“ produzieren. Das personifizierte Böse, das Ende der multikulturellen Gesellschaft ist möglicherweise vier Jahre alt, dunkelhaarig und trägt Kopftuch – Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat Angst vorm Morgenland? Bist auch du islamophobique? Eine Auseinandersetzung mit solchen Ängsten scheint überfällig zu sein. Damit ihr die wichtigsten Argumente gegen islamfeindliche Vorurteile immer griffbereit habt, gibt’s diese im praktischen Hosentaschenformat auf Seite 17. Wer es weniger brisant und dennoch aktuell mag, der kann mit unserem Kulturteil den Blick aus dem Fenster ergänzen und seine herbstlich-trübe Stimmung zelebrieren – denn Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein. Dazu gibt’s natürlich alte interkulturelle Bekannte, Gedanken und Geschichten von New York bis Pößneck, Gespräche mit Muslimen, Medienwissenschaftlern und jungen Polizistinnen – alle versammelt in diesem herbstlich bunten Blätterwald in euren Händen.
Ausgabe 49:
Liebe Leserinnen und Leser! Die Semesterferien rücken in greifbare Nähe, die Koffer sind gepackt, der intellektuelle Reiseproviant liegt frisch gedruckt in Euren Händen. Was kann da noch schiefgehen auf dem Weg zum lang ersehnten Urlaubsparadies? Eine ganze Menge, wie wir feststellen mussten, als wir in die azurblauen Tiefen der touristischen Thematik eintauchten. Längst sind die romantischen, einsamen Domizile der Südsee nicht mehr das, was Hagenbecks Völkerschau einstmals dort vorgefunden hätte. Fast überall werfen Reiselustige nicht nur ihre Handtücher auf begehrte Plastikliegen – um sich dann unter mehrmaligem Wenden bis zur gewünschten Intensität zu bräunen – sondern auch Sand ins Getriebe von Mutter Erde. Der Massentourismus beeinflusst schließlich nicht nur die Fernreisenden und neidischen Daheimgebliebenen, sondern auch die Ziele ihrer allsommerlichen Invasionen. Quo vadis, deutscher Touri? Wer es weniger massig und dennoch touristisch mag, findet hoffentlich ein schattiges Plätzchen mit unserem sonnigen Blättchen. Doch keine Angst: Auch diejenigen unter euch, deren touristischer Horizont oder studentischer Geldbeutel nicht ganz so weit reicht, wollen wir nicht allein mit Hochglanzpostkarten auf Balkonien versauern lassen. So findet sich hoffentlich für jeden Dauercamper, Katastrophentouristen oder Vielflieger ein passendes Ziel oder zumindest eine brauchbare Alternative zur Fernweh-Epidemie. Eine gute Reise wünscht die UNIQUE-Redaktion.
Ausgabe 48:
Die Verzweiflung steigt in dem Maße, in der die Zeit verrrinnt. Was haben wir nur wieder alles vereitschustert? Amadeus rockt in griechischem Gewand im mikrokleinsten Garten, die Lusaner Betten quietschen um die Wette, da gerinnt der schleimigste Sexismus in Titeln und Spalten, und so ziemlich jede Sauerei wird durch den redaktionellen Stall gejagt – na so geht das aber nicht! Daher nun – Contenance, meine Herren und Damen! – noch ein letzter Versuch: Sexismus fängt ja im Kleinen an. Wie wäre es also damit: Suchen kinderlieben, mindestens trisexuellen Putzmann, der hier mal wieder ordentlich durchkehrt und alles Skandalöse und all die stinkenden Pestilenzleichen unter den Tisch kehrt. Und wenn er/sie/es schon einmal dabei ist: Bitte das antifaschistische Konfetti auf dem Campus nicht vergessen, sollte es noch nicht vom Winde verweht sein.Andererseits: Nur 0,001 Prozent aller Jenaer Bürgerinnen sprechen Kalmückisch – ob sie unter Emanzipation dasselbe verstehen wie wir? Nein, stellten sie uns den Gerstensaft doch gänzlich diskriminierungsfrei vor den Bauch und freuten sich auch sonst ihrer drallen Weiblichkeit. Wozu also der ganze Terz? Mann bleibt eben Mann und Frau bleibt Frau, davor schützt alle Studier(ender)theit nicht.
Ausgabe 47:
lange haben wir sie gesucht, sie erforscht und versucht, ihr Geheimnis zu ergründen … und sie dann wohl doch nicht gefunden. Der Morgen bricht an, die Flaschen sind leer, hinter den doppelten Fenstern der Redaktion zeichnet sich weiterhin die altvertraute Silhouette Jenas ab. Haben wir sie längst gefunden, die heile Welt, hier zwischen deutschbewaldeten Muschelkalkhängen? Zweifel sind angebracht! Fahrig, auf der Suche nach kleinsten Fehlern und letzten Unachtsamkeiten, gleitet flink die Maus über den Tisch, während sich Nazis, Plattenbauparzellierte und Inzestopfer auf zerwühlten Nachtlagern wälzen, rastlos von einer besseren Welt träumend. Die Nacht gebiert Illusionen und Utopien, die geladene Waffen zerschießen. Wer schreibt eigentlich den Soundtrack des Lebens, der uns alle in entspannte Zufriedenheit entließe? Nicht Gott, nicht Morus, auch der edle Wilde nicht. So bleiben am Ende doch nur wir.Und dann, ganz kurz, verstummen sie doch, die ewigen Debatten und Polemiken. Die Linie stimmt, die Kontur wird erkennbar. Heile Welt gerinnt in 32 Seiten glänzenden Papiers. Selbstvergessen sinke nun nieder, den flüchtigen Augenblick zu genießen!
Ausgabe 46:
Zwischen Das-tragen-Stars-am-Arsch und Dieter-mach-uns-Kinder-in´-Kopf im Vorbereitungs- programm künftiger Mediaassessoren naht der „neue Potter“ mit rasender Neuauflage. Bitte was? Ist doch schon jedem passiert. Aus Versehen den Fernseher mal an einem Wochentag angeschaltet, den Logoutboutton am Postfach zu fest gedrückt, der Sendersuchlauf bleibt im Bundeswelle-Radio stecken, und schon ist der Tag im Eimer. Schon quillt einem ein unverortbarer Brei an alle primären Sinnesorgane, stellt klebrigen Kontakt mit alten, gut eingesitzten Assoziationsmustern her und wölbt sein schleimiges Unnütztum kuppelartig über unsere Schalthemisphären. Ahhh! Who is my guide through the Niemandsland Verbraucheroptimierter Themenwahl, nach dem sich Nachrichten richten? Welcher kosmopolitisch Ambitionierte kann noch die richtigen Fragen finden hinter den tausend Wahrheiten westredaktioneller Brauchtumspflege? Der Deutsche Fernsehpreis 2tausend12 geht an: Das zweiteilige TV-Drama: „Alles Aus – Media und Presse trennen sich!“ und „Eine neue Vorliebe ist wie ein neues Leben – Media mit Meinung im Bett erwischt!“ Und zum Geleit noch ein Verbesserungsnachtrag für den Wikipediaartikel Medienkompetenzen: „Druckerpressen – Nationalismus scheiterte am Grundsatz“
Ausgabe 45:
Die Operation, die ist immer so. Auch die Zeit wird dringend aufgefordert. Die Missstände und Ungerechtigkeiten haben sich geändert – und wenn sie eilig und „blind“ Menschen verurteilen. Drauf geschissen. Wie wäre es mit einer der – oha, sehr schwierigen! – Unsicherheiten und täglichen Krisen des Glaubens? Lassen sich solche Fragen überhaupt diktieren? Vielleicht ist der Versuch zur Klärung der Angelegenheit nach Jena zurückzukehren nichts unbedingt Schlechtes. Unter Brücken und Lobeda ist viel Platz. Nein, nicht unbedingt für TVSpots, in dem sich der offiziell neunte Baggerfahrer in einem halben Knoppers-Cockpit in 50 Meter Höhe gemächlich zuruck-, äh, zurücklehnt. Es gibt wahrscheinlich eher Augen, die eine besondere Bedeutung für Ideologen haben. In der aktuellen Ausgabe haben wir einige neue Abschnitte, getrieben von der Wahrnehmung, dass sich die Dinge nur im kleinen ändern lassen. Wenn überhaupt indirekter. Nach dem Interview mit Reverend Luther King folgt laufend das „Brown House“ in Old-Lobeda sowie seine extremen politischen Vertreter. Die unterschiedlichsten Meinungen, mehr Konkurrenz, nicht geklärte rechtliche Fragen. Subversivste Banalitäten und Bananen. Und die eheliche Gleichstellung mit der Schwangerschaft. Auch die! Daher sollten alle immer nett zueinander bleiben. “Aktiv und glücklich lesen” lautet nun die Devise. Wir hoffen, dass die Formulierung verstanden wird. Wenn nicht, kauft die Weltbank. Atem und viel Kraft im neuen Jahr wünscht die UNIQUE-Redaktion.
Ausgabe 44:
Student-Sein ist nicht einfach. Erst begreift man, dass Soziologie doch nichts mit Tieren zu tun hat und man für Informatik doch Ahnung von Mathe haben muss, um einige Semester später zu erkennen, dass auch der Prof. Dr. Dr. rer. soc. phil. habil. kein neuer Bildungsmessias ist. In der WG erzählt einem der rastahaarige Freund der Mitbewohnerin von den Verstrickungen eines gewissen Herrn George Soros in die internationale Finanzkrise, welcher auch noch Mitglied in der selben transatlantischen Soligruppe wie der besagte Professor ist. Im Fernsehen läuft die hundertste Wiederholung einstürzender Hochhäuser, nur unterbrochen von den Breaking News, dass auch heute der DAX wieder dramatisch abgestürzt, gestiegen oder auf unverändertem Niveau geblieben ist. Vor der Tür predigt unterdessen eine älteres Pärchen im Filzmantel, lädt zum gemeinsamen Kennenlernabend ein und hinterlässt ein kleines Heftchen im A5-Format. Ob es nun die Wiederkehr Jesu, des Mahdi oder eurer teuren mit Rotwein bekleckerten Bluse aus der Wäscherei ist, auf die ihr wartet, die Unique-Redaktion hat versucht, sich ein wenig durch den Glaubensdschungel zu schlagen. Dabei trafen wir auf alte und neue Götzen von Adam Smith bis Friedolin, von Freddie und Fannie bis Jesus, von Nietzsche bis Obama. Für den wahrscheinlichen Fall, dass ihr am Ende der Lektüre verwirrter seid als zuvor, findet ihr auf Seite 22 einen Überblick über Möglichkeiten, eure persönliche Krise in Alkohol zu ertränken und auf der Rückseite einen persönlichen Plüschmessias zum Selbstausschneiden.
Ausgabe 43:
Die Blätter haben zu fallen begonnen und die Sonne versinkt viel früher als sie sollte am Horizont: Herbst. Eine Zeit, die nicht nur in der Natur den Umbruch verspricht. Im Herbst beginnt das neue Semester und das bedeutet nicht nur einen neuen Stundenplan, sondern auch neue Gesichter, neue Eindrücke, neue bislang unbekannte Gefühle. Im Herbst packt uns die Sehnsucht nach etwas Neuem, Unaussprechlichem, aber auch die Wehmut, nach dem, was mal war und nie wieder kommen wird. Man will weit weg oder einfach wieder nach Hause, wobei beides manchmal einfach nicht zu machen ist. Heimweh und Fernweh sind wohl die schlimmsten Sehnsüchte, denn sie werden niemals ganz verschwinden. Doch denkt mal darüber nach: Jede geschlossene Tür, lässt dich das ohne Fenster besser wahrnehmen. Willkommen im neuen Semester und zu einer neuen Ausgabe der Unique.
Ausgabe 42:
Es war ein Tag, an den man sich lange zurück erinnert. Ich stand auf, zog mich an, ging in die Stadt und schaute kurz in der Redaktion vorbei. Es war Sonntag, die Läden waren wie gewöhnlich geschlossen und ich hatte Hunger. Es war einer dieser Sonntage, an dem ich mich immer ärgere, dass ich am Samstag zuvor nichts eingekauft hatte. Eigentlich gehe ich nicht gerne zu Mc Donalds aber was essen muss man ja, denke ich mir dann immer. Meistens esse ich Cheeseburger -die haben einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis, nur eine Gurkenscheibe mehr könnte ruhig drauf sein. Seitdem die Kalorieangaben auf den Rückseiten der Tablettauflagen stehen, habe ich im Anschluss an meiner sonntäglichen Mc Donalds Besuche immer den Drang Fahrrad zu fahren, obwohl ich eigentlich keine Ahnung habe, was diese Zahlen bedeuten. Aber es soll wohl viel sein, habe ich gehört. Letztendlich war ich aber satt und das ist ja das Wichtigste. Nur Milch habe ich nicht bekommen, darüber ärgerte ich mich schon etwas. Viel Spaß beim Lesen und guten Appetit wünscht die Unique-Redaktion!
Ausgabe 41:
Neulich in der Redaktion beschlutz G. die Einredung auf Aufgebung dessen weniger.
1640 – Schweden zerstören am 13.3. ERNEUT die Camsdorfer Brücke.
Wir fordern Freiheit für den Bienenwolfkönig und auch ohne zionistische Tibermönche lassen wir es uns nicht nehmen, polemisch zu sein. Und gerade trotzdem bleiben wir, weil wir es lieben und es warm ist. Vielleicht hatte er doch Recht, Louis XVI., doch bis dahin schweigen wir so laut und lange “Mikrokosmos!”, wie wir können.
Denn dieses Heft ist ein Hoch auf die Vielfalt der Provinzialität, ein Bekenntnis zu unserem Weltdorf.
Feierabend!
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Ausgabe 40:
Feste feiern, wie sie fallen oder fallen nach dem feste Feiern. Der Morgen danach erweckt oft das Gefühl der Reue.
Wir können Euch zwar nicht den Kater, jedoch das schlechte Gewissen nehmen und versichern Euch: Ohne Feiern kein Mensch. Feiern ist weitaus mehr als den Strohhalm in den Sangriaeimer halten. Feste sind tief verankerte Rituale der Menschheit. Es gibt uns das Gefühl der Gruppenzugehörigkeite, und wenn auch sonst angeblich die Tradition mehr und mehr löten geht, Weihnachten bleibt Weihnachten und zum Geburtstag wird zumindest angestoßen.
Dabei sei jedoch nicht das Gefühl erweckt, jedes Fest versprühe nur Fröhlichkeit. Die Unique-Redaktion
hat sich Vorder- und auch Rückseite der festlichen Tradition angesehen.
Ausgabe 39:
Woher kommt eigentlich die Redensart: “Du wirst schon noch dein blaues Wunder erleben.”? Wird der Angesprochene bald blaue Flecken wegen seines etwaigen Verhaltens davontragen? Bezieht sich der Ausspruch auf den körperlichen Zustand nach exzessivem Alkoholgenuss, bei dem man ja gerne auch mal ein Wunder sieht? Diese Frage konnte auch das Redaktionsteam nicht zufriedenstellend beantworten. Allerdings waren wir mehrheitlich der Ansicht, dass sich in unserem Leben viel zu wenig mit der Farbe Blau auseinandergesetzt wird. Immerzu muss dieses harmlose Adjektiv für eher negativ konnotierte menschlichen Zustände wie Blausein, Blaumachen oder Blauschlagen herhalten. Um dem Blau eine Plattform zu bieten und ihm die Chance zu geben, sich in allen möglichen Facetten entfalten zu können, entstand diese Ausgabe. Bei der Gestaltung gingen uns ausgewiesene Experten wie Papa Schlumpf, Käpt´n Blaubär und der blaue Power Ranger zur Hand.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Redaktionsteam aka “Die Blauen Panther”
Ausgabe 38:
Ob nun im oder beim Verkehr, ob im Beruf oder im Privatleben, immer gilt die Devise: Safety at first! Und das besonders für uns sicherheitsverliebte Deutsche. Bei uns gibt es Warnschilder für absolut jede Alltagssituation. Ganze Industriezweige beschäftgen sich mit dem Schutz vor realen und eingebildeten Gefahren. Bei dieser täglichen Bedrohung sollten wir jeden Abend dankbar ins Bett sinken, weil wir mal wieder einen unter Umständen tödlichen Tag überlebt haben. Dann fällt uns allerdings ein, dass die meisten Unfälle zu Hause passieren, die Nacht die Tageszeit der Diebe und Sittenstrolche ist, die Gefahr von terroristischen Attentaten auf Wohnhäuser rund um die Uhr besteht, Elektrosmog und Luftverschmutzung allgegenwärtig sind und die Klimaerwärmung mit Sicherheit dazu geführt hat, dass sich ein alles vernichtender Tsunami auf den Weg direkt in Deutschlands Mitte gemacht hat. So, jetzt erstmal ganz tief durchatmen. Entspannt Euch lieber in den letzten paar Stunden, die Euch noch auf dieser schönen Erde bleiben. Und das tut Ihr am besten mit der neuesten Ausgabe der Unique.
Gefahrloses Lesen (ob nun im oder außerhalb des Luftschutzkellers) wünscht Eure Unique-Redaktion!
Ausgabe 37:
täglich bewegen wir uns innerhalb unserer geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, werden determiniert durch gesellschaftliche Normen und Regeln, hangeln uns entlang den Grenzen des guten Geschmacks.
Himbeereis zum Frühstück? Ungewöhnlich. Laut zu “Your my heart, your my soul“ mitsingen? Grenzwertig. Eva Herrmanns Ansichten über Hitlers Familienpolitik teilen? Grenze ganz klar überschritten. Unser Alltag besteht also aus Mauern, Zäunen, Hindernissen und sozialen Stolpersteinen. Die meisten agieren sicher innerhalb der ihnen gesteckten Grenzen. Andere stoßen ab und zu mit ihrer Nase an selbige. Und einige Wenige wagen den Schritt, reißen die Barriere mit dickem Schädel oder nicht zwangsläufig dickem Hintern ein und betreten Neuland. Diesen Helden des Alltags soll diese Ausgabe gewidmet sein. Allen anderen geben wir den guten Rat mit: “Hinterm Horizont gehts weiter!”.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Grenzen setzen, Grenzen wieder einreißen und natürlich LESEN!
Ausgabe 36:
Heute schonmal länger als zum Zähne putzen in den Spiegel geschaut? Am Schaufenster besonders langsam vorbei geschlendert und das Augenmerk weniger auf die nett angezogenen Püppchen innerhalb, sondern eher auf die außerhalb der Scheibe gerichtet? Im Shampooregal entgegen jeglicher finanzieller Vernunft zum Teuersten gegriffen? Ertappt? Bestimmt. Das macht nichts, sagt sich das UNIQUE-Redaktionsteam und gesteht sich ein, dass jeder früher oder später einmal Opfer der eigenen Eitelkeit wird, auch wenn es nicht jeder zugibt. Schließlich ist das Äußere unser Erkennungszeichen, und die Kleidung, die wir tragen, das Make-up, das wir verwenden, denSchmuck, den wir anlegen, all das ist Teil unserer Identität.
In dieser Ausgabe zeigt sich, dass schön nicht gleich schön ist und in verschiedenen Ländern auf verschiedene Weise verschiedenen Idealen nachgeifert wird. Dabei spielt die Gesundheit leider oft eine untergeordnete Rolle.
Wir wünschen Euch trotzdem viel Spaß beim Kämmen, Schminken und natürlich LESEN!
Ausgabe 35:
Wer kennt noch die Situation, wenn an einem gemütlichen Spieleabend mit Freunden, die Stimmung zu kippen droht, weil Tobias nicht einsieht, dass man eben nicht klopfen darf, bevor man ausgelegt hat und es auch kein schlagendes Argument ist, dass bei ihm zu Hause, das schon immer so gespielt wurde? Und es ist dann auch immer jemand dabei (meist ist dieser Jemand weiblich und rehäugig) , der glaubt, der Abend und auch die Freundschaft wäre zu retten mit dem Satz: “ Mensch, regt euch doch nicht so auf. Ist doch alles nur ein Spiel.“ Dass das Spiel besser nicht zu unterschätzen ist, wird klar, wenn man Löwenbabys beobachtet, wie sie durch das Spielen mit ihren Geschwistern lernen, zu töten. Oder, noch drastischer: Wenn man sieht, wie baumstammstarke Männer beim Anblick der Niederlage ihres Fußballclubs in herzzereißendes Heulen ausbrechen. Wir haben uns in dieser Ausgabe mal Gedanken über das Wesen des Spiels gemacht.
Lasst den Spieltrieb raus!
Ausgabe 34:
Endlich ist er da, der Frühling. Ab geht es in den Paradiespark, auf den Balkon oder auch ins Bettchen? Denn bekannterweise bringen die ersten Sonnenstrahlen neben guter Laune und Sommersprossen auf der Nase auch die Frühjahrsmüdigkeit mit sich, die dann wahlweise auch auf Sommer, Herbst und Winter ausgedehnt werden kann.
Und da die Augen zu schließen nicht gleich Langeweile bedeutet, liefern wir Euch druckfrisch alles rund um das Thema Schlaf.
Wer nicht beim Lesen eingeschlummert ist, dem fällt vielleicht auch auf, alles neu macht der Mai diesmal auch bei der Unique. Lasst Euch nicht vom neuen Layout irritieren, genießt den Sommer und…
…immer die Augen offen halten.
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Ausgabe 33:
Das neue Jahr ist endlich da! Und auch in diesem Jahr wird alles besser als im letzten. Dabei helfen uns
vor allem eine Reihe guter Vorsätze, die von Zigarettenabstinenz bis hin zu Weltrettungsvisionen reichen. Auch unser Redaktionsteam hat sich einiges vorgenommen. Da wären zum Beispiel das Sauberhalten der Büroräume, die Einhaltung des Redaktionsschlusses und die gesündere Ernährung an Satzwochenenden. Aber der wichtigste von allen Vorsätzen ist der, noch bessere Ausgaben für Euch bereit zu stellen. Damit fangen wir auch gleich an.
Wir wünschen Euch viel Spaß mit unserer Umweltausgabe, die sicherlich auch ein paar Anregungen für
die bietet, die sich vorgenommen haben, die Welt zu verbessern. Aber auch allen anderen sei die Lektüre wärmstens empfohlen.
Viel Spaß beim Schmökern und Frohes Neues Jahr (welches zu wünschen nie zu spät ist).
Ausgabe 32:
Die dunklen Monate sind angebrochen. Manch einer verfällt in einen lethargischen Winterschlaf, der
andere beginnt sich dank Lebkuchen und Glühwein mit einem dicken Fell vor dem Erfrieren zu schützen,
wieder andere suchen die gesellige Runde, um vorweihnachtlichen Riten zu frönen. Egal, wie Ihr euch entscheidet, etwas zum Schmökern versüßt so manche Stunde in der Dunkelheit. Die Kerzen aus der Schrankecke wieder rausgekramt, ein Räuchermännchen zum Dampfen gebracht und schon ist jede To-Do-Liste vergessen. Ist dies doch die perfekte Jahreszeit, einmal inne zu halten, den täglichen Stress zu vergessen und an sich und seine Lieben zu denken. Doch Vorsicht: Kerzen wieder auspusten, bevor die vorweihnachtliche Stimmung noch durch einen Wohnungsbrand ruiniert wird!
Viel Spaß beim Schmökern und Frohe Weihnachten wünscht.
Ausgabe 31:
Wieder einmal hat ein neues Semester begonnen. Nach dem Sommerloch treffen in Jena die Alt- und
Neustudenten ein und spinnen ihre Netzwerke. Die mit der 9 als erster Matrikelnummer, um ihren Start
ins neue Leben zu vereinfachen, die mit der 6, weil sie mittels Kontakten vielleicht einen der seltenen Studentenjobs bekommen wollen und die mit der 3, um Kommilitonen zur Prüfungsvorbereitung zu finden.
Auch außerhalb der Uni profitieren wir ständig von Netzwerken, sei es auf fetzigen Tupper- oder biederen Netzwerkpartys.
Die UNIQUE bietet euch diesmal Einblicke in die Welt der Netzwerke, die euch vielleicht irgendwie das
Leben versüßen, denn in einer Gruppe aus Gleichgesinnten wirken die großen und kleinen Probleme
des Lebens nicht mehr gar so dunkel und grau wie der anstehende Herbst.
Ausgabe 29:
In dieser Unique widmen wir uns dem (zweit?-) wichtigsten menschlichen Grundbedürfnis: dem Essen. Um kein anderes Thema rankt sich so viel Kultur und Unkultur. Grund genug für die Unique, kräftig zuzuschlagen und sich so allerhand Leckereien einzuverleiben.
Auch Dir, geneigter Leser, soll der Blick über den Tellerrand ermöglicht werden, wenn sich in unserer Leib- und Magen-Ausgabe spektakuläre Artikel türmen wie das Bratgut neben dem heimischen Grill. Doch genug der Hochstapelei: in dieser Ausgabe gibt es Infos und Überlegungen über das Essen, das Nicht-Essen und das Besser-nicht-Essen hier und woanders.
In diesem Sinne: es ist angerichtet!
Apropos: Im Camouflage-Mäntelchen getarnt erkennt man beim zweiten Blick ein falsches Würstchen!
Ausgabe 28:
Dreikommazweizwei – nein, das ist keine Promilleangabe oder eine Aussage über den durchschnittlichen Kinderwunsch im weiterhin CDU-regierten Thüringen! Das ist der Anteil der ausländischen Mitbürger oder Menschen mit Migrationshintergrund, die in Jena wohnen, arbeiten, leben… Wie aber leben diese Menschen? Welche Erfahrungen haben sie gemacht?Welche Integrationsmöglichkeiten gibt es? Wie integriert und “angekommen” fühlen sie sich selbst in unserer Stadt? Was heißt überhaupt Integration? – All das sind Fragen, denen sich die aktuelle Ausgabe der UNIQUE widmet!
Was außer einem UNIQUE-spontan-Grillfesten inklusive Fotoshooting von und für Ausländer in Jena getan wird, was sie her treibt und was sie hier treiben, das könnt ihr selbst in einer freien Minute in diesem Heft nachlesen.
Zum Beispiel während eure Freunde den Grill befeuern oder das Volleyballnetz aufspannen….
Ausgabe 27:
Jena…wir haben ein Problem! Wie sage ich’s richtig, wenn mein Gegenüber von einem anderen Planeten (oder zumindest aus einer anderen Kultur) stammt und keine Ahnung hat, was man ihm mitteilen möchte? Schlimmer noch, wenn die Kommunikation aneinander vorbeiführt, man sich zwar verständlich machen will, aber nicht verstanden – im günstigeren Falle noch missverstanden – wird?
Damit ihr nicht in die Fallen interkultureller oder sonst wie gearteter Vermittlung tappt, hat sich eure UNIQUE-Redaktion diesmal überlegt, das Thema ‚Kommunikation’ genauer unter die Lupe zu nehmen.
Gänzlich metakommunikativ ohne Netz und mit viel doppelter Bedeutung. Falls die Grenzen der Lingua franca Englisch dann nämlich doch einmal ausgereizt sind, macht den großen Gesten-Erkennungs-Test: Eine Anleitung zum nicht Missverstehen.
Viel Spaß also mit der neuen Ausgabe!

























