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Studentenwerk Thüringen bedient Klischees über Ausländer

7 November 2011 19 Comments

Aktualisierung:
Der Geschäftsführer des Studentenwerks Thüringen, Dr. Ralf Schmidt-Röh, führte kurz nach der Veröffentlichung dieses Artikels ein klärendes Gespräch mit Herrn Bhattacharya und Frau Dr. Voß.

Fast zeitgleich mit der Publikation dieses Artikels entfernte das Studentenwerk Thüringen das nicht unumstrittene Bild von seinem Webauftritt. Daher wurde auch unten stehendes Bild entsprechend verändert.

Die neue Website des Studentenwerks erleichtert nicht nur die Speiseplanfindung, sondern auch die Verbreitung von diskriminierenden Stereotypen.

von gouze

Anfang voriger Woche ging die optisch aufpolierte Website des Studentenwerk Thüringens online. Neben glatten modernen Oberflächen setzt sie auch auf Nähe zum Betrachter; auf einer Slideshow werden junge Menschen in mehr oder weniger alltäglichen Situationen dargestellt. Sobald die Bilderstrecke durchgelaufen ist, muss man jedoch stutzen: Die einzige farbige Person, die auf den Bildern zu sehen ist, wird als Küchenkraft dargestellt. Mit Tellerstapeln in beiden Händen und einen weiteren auf dem Kopf balancierend wird ein junger Mann in Servicekleidung gezeigt. Auf den restlichen Aufnahmen sind ausnahmslos weiße Menschen, mal alleine, mal mit Kind, mal als Gruppe.

Die Abgelichteten, alle Studenten an den hiesigen Hochschulen, wurden im Sommer dieses Jahres von einer Mitarbeiterin des Kulturbüros angeworben und vertraglich zum Abtreten ihrer Bildrechte gebunden. Zur Vergütung für den zeitlichen Aufwand bekamen die Teilnehmer zehn Mensa-Wertmarken à 1,50 Euro.

Bei der betroffenen Person handelt sich um Supriyo Bhattacharya (27). Der Magister-Absolvent hat seine Empörung über Inhalt und Zusammenstellung der Bilder an Dr. Elke Voß (Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Annett Uebel (Webmaster des Studentenwerks) geleitet. Die Antwort darauf kam prompt und unfreundlich:

„Wir bedauern auch, dass Sie offenbar nicht verstanden haben, wofür Sie an diesem Shooting teilgenommen haben. Wir bitten, sich noch etwas zu gedulden, bis auch U. E. wieder aus dem Urlaub zurück ist, denn bei ihr hatten Sie ja den Vertrag unterzeichnet. Wir erklären Ihnen dann gern nochmal die Details und sind auch bereit, Ihr Foto ggfalls von der Homepage zu nehmen.“ [sic!]

Das Studentenwerk beweist hier wenig Weit- und Umsicht, als Anstalt des öffentlichen Rechts handelt es bisweilen ausgesprochen fahrlässig und zum Schaden privater Personen. Bhattacharya schildert, dass er nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des neuen Webauftritts als „der Koch des Studentenwerks“ auf der Straße begrüßt wurde.

Das Studentenwerk schadet sich aber auch selbst massiv, denn abgesehen von einer bisher nicht geäußerten simplen Entschuldigung, transportiert es das Stereotyp des Ausländers, der es in Deutschland nicht weiter als auf den Aushilfsposten in der Kantine gebracht hat. Und diese Darstellung erreicht mindestens 50.000 Menschen, das ist die Zahl der Studenten an Thüringens Hochschulen und Berufsakademien, die den Internetauftritt nutzen, um sich über die Gerichte in Mensen und über die weiteren Dienstleistungen zu informieren.

Frau Uebel antwortete auf die Bitte von Bhattacharya, die Bilder sofort zu entfernen:

„Diese Fotos sind Symbole, die für einen bestimmten Bereich im Studentenwerk stehen. Das sollten bewusst keine Mitarbeiter von uns sein und junge Leute, damit alles etwas lockerer und spielerischer wirkt. Ich habe jetzt leider wie gestern schon gesagt nicht die Zeit, das alles im Detail zu erläutern, weil es noch eine Menge andere wichtige Inhalte gibt, die korrigiert werden müssen. Es ist mir nicht möglich, jetzt sofort Ihr Bild vom Netz zu nehmen, denn es muss vorher ein anderes Bild vorbereitet werden. Wir haben vor, Ihr Bild zu entfernen, aber das wird nicht heute und nicht morgen.“ [sic!]

Als sei die Problematik durch die Bilder im Webauftritt nicht schon groß genug, so wurde auch im Printbereich kein Fettnäpfchen ausgelassen. Das infood, Monatsmagazin des Studentenwerks, hat sich der Bewerbung der neuen Internetpräsenz verschrieben. Auf die erste Seite im Heft hat es das Bild des vermeintlichen Küchenangestellten geschafft. Im nebenstehenden Text wird stolz verkündet, dass die über Monate geplante und gestaltete Website alle Angebote des Studentenwerks optisch ansprechend als auch inhaltlich verständlich darstellen soll.

Nach der Lektüre bleibt letztendlich die Frage was optisch ansprechend vermittelt werden soll.

Bhattacharya ist wütend, er war von August 2010 bis einschließlich Juli 2011 selbst als studentische Hilfskraft beim Studentenwerk angestellt und hat mit mehr Entgegenkommen gerechnet. Während er zu Beginn der Angelegenheit noch auf Verständnis für seine Situation gehofft hatte, ist er mittlerweile nur noch enttäuscht. Denn Frau Voß versicherte ihm in ihrer letzten Mail, dass für die Änderung des Bildes auf der Website anfallende Kosten in Rechnung gestellt würden.

Wenn diese Aussagen der Presse- und Öffentlichkeitsstelle wirklich die Ansicht des Studentenwerks über den Stellenwert von Diskriminierungen und Vorurteilen wiederspiegeln sollte, dann steht es wahrhaftig schlecht um die Multikulturalität im Freistaat.

 

Stimmen studentischer Vertreter hierzu:

Johannes Struzek (21, Vorstand des Studierendenrates):

Für mich ist es unverständlich, wieso das Studentenwerk nicht einfach seine Homepage ändert. Wenn Supriyo Bhattacharya offensichtlich nicht auf der Homepage abgebildet werden möchte, muss das vom Studentenwerk respektiert werde. Diese totale Antihaltung gegen die Einwände von ihm ist so nicht hinnehmbar.

Marcel Eilenstein (Referent gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit):

Die rassistische Darstellung des scheinbar einzigen abgebildetem Menschen mit Migrationshintergrund als “jonglierenden Tellerwäscher” entspricht nicht den Mindeststandarts, die das Studentenwerk in seinem zwanzigjährigem Bestehen an interkulturellen Erfahrungen gesammelt haben sollte. Hier werden seitens des Studentenwerkes Stereotype propagiert, die wir für längst überholt gehalten hätten.

Christina Wendt (23, Vorstand des Referat für Interkulturellen Austausch):

Für uns ist der unsensible und unreflektierte Umgang mit Stereotypenbildern von Menschen anderer Kulturen unverständlich. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Supriyo Bhattacharya eineinhalb Jahre Mitarbeiter des Studentenwerkes war und im Haus auf der Mauer – als Bürokraft und Koordinator des Hauses und nicht als Koch – gute Arbeit leistete, ist die Reaktion des Studentenwerkes noch unverschämter. Nicht nur dass der Vorfall banalisiert und heruntergespielt wird, wo Supriyo ganz offensichtlich Nachteile beispielsweise in Form abwertender Kommentare in der Öffentlichkeit hinnehmen muss und Bedenken über das vermittelte Bild seiner beruflichen Qualifikation geäußert hat; sondern ihm wird auch noch Schuld an diesem “Vorfall” gegeben und mangelnde Intelligenz unterstellt, da er angeblich hätte wissen müssen, wie das Konzept aussähe. Daher fordern wir als Minimum, dass das Bild sofort von der Homepage genommen wird.

Aktualisierung:

Lest hier die Gegendarstellung des Studentenwerks Thüringen.

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Bisher 19 Meinungen zum Thema: Studentenwerk Thüringen bedient Klischees über Ausländer

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  • Neutral meint:

    Ich verstehe das Problem nicht, was dachte denn der betreffende Student, was er darstellt in Kochkluft. Und umgekehrt finde ich es diskriminierend gegen betimmte Berufsgruppen, wenn unterstellt wird, man müsse sich schämen, Koch zu sein oder als Koch dargestellt zu werden.

  • Alice meint:

    Auch ich finde, man sollte hier einmal die Kirche im Dorf lassen.
    Ich lebe in einem recht bunten Umfeld, daher käme ich anhand des Fotos zuerst einmal gar nicht auf die Idee, Herrn Bhattacharya als “farbig” zu erkennen.
    Als nächstes frage ich mich, was er denn für einen anderen Verwendungszweck der Fotos im Auge hatte, als er sich einen Tellerstapel auf den Kopf stellte.
    Und zuletzt frage ich mich wie schon mein vorheriger Kommentator, warum es eine Diskriminierung darstellt, für einen Koch gehalten zu werden. Ist hier das Problem, dass das eigentlich “Frauenarbeit” oder “niedere Arbeit” ist?
    Dieser Ganze Artikel strotzt vor akademischem Standesdünkel bei Autoren und “Opfer” und spricht zudem für ein sehr unreflektiertes Bild von Diskriminierung. Hier wurde ein Skandal gestrickt, der keiner ist.

    Das Studentenwerk sollte die Fotos entfernen, wenn sich Herr Bhattacharya darauf nicht gefällt. Und damit ist dann aber auch gut.

  • problemlos meint:

    Ihr habt Probleme!!!
    Was sind das für Leute die auch gleich gegen das Studentenwerk wettern?

    Da hat ein Student von sich komische Bilder machen lassen und vertraglich die Nutzungsrechte eingeräumt. Jetzt werden Sie genutzt und der Student ärgert sich zu Recht, weil er Teller auf dem Kopf hat. Das ist jetzt nur leider sein Problem, denn er hat der Nutzung zugestimmt.
    Es muss erlaubt sein zu fragen, wie das verwendete Bild hätte eingesetzt werden können, ohne dass jetzt geheult wird. Oder ist es so, dass hätte dieses Bild nie gemacht werden dürfen? Dann stellt sich die Frage, wieso der Betroffene überhaupt mitgemacht hat. Spätestens als er die Teller auf dem Kopf hatte, hätte er doch bemerken können, dass diese Bilder nicht für die Bewerbungsunterlagen im akademischen Bereich taugen.

    Wenn jetzt gefordert wird, dass das Bild nicht mehr genutzt werden soll, dann ist hoffentlich für diesen Fall eine ordentliche Vertragsstrafe vorgesehen. Diese gilt es einzutreiben, sonst hält sich bald niemand mehr an Verträge.

  • Katrin Best meint:

    Wie wäre es denn die weiße junge Dame mit dem Fotoapparat durch einen Chinesen zu ersetzen? Das wär doch viel authentischer ^^

  • Student meint:

    Ein bischen mehr Feingefühl von beiden Seiten und alles ist gut…

  • Mauzi meint:

    Bravo, da hat die Unique ja mal einen richtigen Skandal an Land gezogen und endlich den Kampf gegen strukturellen Rassismus in Jena aufgenommen! Ihr habt allerdings übersehen, dass die Studentenwerkseite vor weiteren Diskriminierungen nur so strotzt:

    Offensichtlich ist, dass in der StuWe-Welt nur junge, attraktive Menschen existieren. Adipöse, kleinwüchsige Rentner mit Akne sucht man hier vergebens. Aber damit nicht genug, kaum eine Dimension gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die auf der Website nicht bedient wird:

    Besonders auffällig sind die vielen sexistischen Anspielungen.
    Die beiden Frauen auf dem Stuhl sollen scheinbar mit ihrem Reader intellektuell überfordert und mehr darauf bedacht sein, dass hübsch grinsende Dummchen zu spielen. Eine weitere Frau hat eine Kamera in der Hand, schaut aber am Sucher vorbei statt durch ihn durch schaut, womit wohl das Stereotyp, Frauen könnten nicht mit Technik umgehen zelebriert werden soll. Ebenso sexistisch ist das Mutter-Kind-Bild, welches klassische Rollenbilder propagiert und zudem den nicht anwesenden Mann in seiner Vaterrolle diskriminiert. Die Aufgabe des Mannes ist es stattdessen Kisten zu schleppen, eine Aufgabe wofür in den Augen des Studentenwerkes Frauen wohl zu schwach sind.

    Verharmlost wird unter “Beratung und Hilfe” das psychische Leid vieler depressiver Studenten. Als sei es damit getan, dass eine gut aussehende Studentin dem Betroffenen schmutzige Dinge ins Ohr flüstert, um von Selbstmordgedanken geheilt wieder lüstern grinsen zu können.

    Auch die Tierrechtsbewegung wird durch das Studentenwerk um Jahre zurück geworfen. Das Bild vom blauen Schwein, welches unsittlich im Genitalbereich berührt wird, kann nur als Verharmlosung von Sodomie verstanden werden und reduziert darüberhinaus ein Lebewesen auf einen reinen Gebrauchsgegenstand.

    Last but not least wird mit dem Gruppenbild auch noch die gesamte studentische Zielgruppe des StuWe in den Dreck gezogen. Eine Gruppe Studenten, die sich sinnloserweise in einem geschlossenen Raum unter einem Regenschirm versammelt, um debil grinsend auch noch den David-Hasselhoff-Gedächtnis-Daumen und damit das 90er Jahre-Nerd-Stigma überhaupt auszustrecken. Dies kann nur als Bekräftigung des Klischees, dass es sich bei Studenten um praxis- und realitätsferne pseudo-verkopfte Nichtsnutze handelt, verstanden werden.

    Obwohl, wenn man euren Artikel so liest, ist am letzten Klischee vielleicht doch etwas dran.

  • sibiuaner meint:

    Die Kritik ist berechtigt, allerdings ist der Begriff “f*rbig” problematisch in dem Zusammenhang, wie kiturak zurecht anmerkt: https://twitter.com/#!/kiturak/status/1335329254345017857 / http://www.derbraunemob.info/deutsch/content/content_fragen_faq.htm#f05

  • el.grosero meint:

    Mauzi, dein Kommentar ist so putzig.

  • krömmel meint:

    Es wurden von jeder der dort dargestellten Personen mehrere Fotos in verschiedenen Settings/Motiven gemacht (Gitarre spielend, als Koch bekleidet, lesend, etc.). Auch von Supriyo wurden mehrere Motive gemacht, letztlich aber das Bild des Kochs veröffentlicht (wie gesagt: auch von allen anderen abgebildeten Personen wurde dieses Motiv gemacht).

    Vielleicht ist euch allen, die so süffisant darüber herziehen, wie übertrieben das Ganze ja sei, nicht ganz klar, wie man als farbige Person in Jena und allgemein Ostdeutschland behandelt wird.
    Aber ist ja nicht euer Problem, nicht wahr?
    Und es ist ja übertrieben, so etwas mal zu thematisieren, weil es ja viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt. Krieg, Hungersnöte, Überschwemmungen…

    Natürlich ist es an sich keine Diskriminierung, jemanden als Koch darzustellen, aber wenn ihr nicht in einer Höhle sozialisiert worden seid, wisst ihr möglicherweise, dass Menschen mit Migrationshintergrund und/oder anderen Hautfarben in früheren Zeiten und auch heute zum Teil lieber mit dem Etikett des Hilfsarbeiters besetzt werden als dass ihnen ein akademischer Grad zugesprochen würde.
    Das macht diese Darstellung zum Problem und wäre ja an sich noch entschuldbar, würde die betreffende Verantwortliche nicht derart unkooperativ und -einsichtig reagieren.

  • Christina meint:

    Ich denke, der letzte Kommentar trifft es recht gut, während die ersten Kommentare zu dem Thema Fragen stellen, die im Artikel beantwortet werden.

    Ich weiß, dass es zu keinem Problem gekommen wäre, wenn man Herrn Bhattacharyas Bedenken ernst genommen hätte und mit Respekt begegnet worden wäre und nicht in der Art und Weise, wie es geschehen ist.
    Menschen, die solche Situationen nicht kennen, können leicht darüber urteilen und sie als überzogen bezeichnen, aber welche Reaktionen man teilweise bekommt und was das bedeutet, das ist vielen nicht klar.

    Desweiteren sollte in keinster Weise der Berufsstand eines Kochs zurückgesetzt werden, aber in dem gewählten Kontext ist die Darstellung nicht hinnehmbar und Herr Bhattacharya taucht auch nirgendwo sonst auf.

    Wir sind in der “glücklichen” Lage, die Leute immer weiter sensibilisieren zu können und vielleicht wird man irgendwann solche Streits nicht mehr führen müssen, weil man als Mensch gesehen wird und nicht als “Fremder”.

  • Saskia Podetz meint:

    Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt auch nicht. Wenn er kein Koch/ Tellerjongleur sein will, soll er eben einfach keine Kochkluft anziehen und keinen Vertrag unterschreiben, dass das Bild überall verwendet werden darf.

    Ich finde es lächerlich und unfair gegenüber dem STW, dass Herr Bhattacharya anstatt mit seinem Fehler (denn seiner ist es) zu leben oder eben einfach abwartet, bis das STW sein Bild von der Website stellt (wozu es offensichtlich nicht verpflichtet wäre), sondern nun mit Hilfe seiner Freunde aus dem Haus auf der Mauer diesen Skandal inszeniert. Dies beschädigt sein Image weit aus mehr, als dieses Bild, welches ich nicht als diskriminierend sondern als recht attraktiv empfand.

  • Leser meint:

    Liebe Saskia!

    1. Das Wort “inszeniert” zeigt, dass du tatsächlich denkst, es sei nur eines von Supriyo Bhattacharya “hochgebauschtes” Ding, welches, wo nur auf sein Geheiß Menschen reagiert haben.
    - Es geht hier außerdem sicherlich nicht um eine Rufschädigung, sondern, um eine Aufdeckung von offensichtlichen Kommunikationsmissständen des Studentenwerks!
    Ich bin mir sicher, dass man die Sache auch freundlicher und eleganter hätte lösen können!

    2. Es ist in keinster Weise ein Fehler von Supriyo Bhattacharya, wenn er dem Studentenwerk Thüringen einen Gefallen tut und zusammen mit anderen Studenten FREIWILLIG und KOSTENLOS sich als Modell zur Verfügung stellt.

    3. Selbstverständlich ist das Studentenwerk Thüringen dazu verpflichtet das Bild herunterzunehmen, wenn der Urheber mit der Darstellung seiner Persönlichkeit nicht zufrieden ist! Du scheinst da die gleiche Überzeugung zu haben, wie das STW, denn nach dieser Logik, kann das STW jedwedige Überschrift verwenden und ein Foto von Ihm drunter Packen. – So einfach ist es aber nicht.
    - Supriyo Bhattacharya kann jederzeit unter Nennung trifftiger Gründe aus dem Vertrag austreten. Und der Vorwurf der Diskriminierung und die Auffassung diverser Besucher der Seite, die die Darstellung auch äußerst ungünstig finden, können dies als “trifftigen Grund” durchaus bestätigen.

    Ob er nun von diesem Recht Gebrauch macht, ist die andere Frage. Sicherlich hätte es dazu keinen Grund gegeben, wenn das STW von vornherein kooperativer gehandelt hätte.

  • neutral meint:

    “Es geht hier außerdem sicherlich nicht um eine Rufschädigung, sondern, um eine Aufdeckung von offensichtlichen Kommunikationsmissständen des Studentenwerks!
    Ich bin mir sicher, dass man die Sache auch freundlicher und eleganter hätte lösen können!”

    Eine solche Lösung beinhaltet sicher die ganz Sache in der Zeitung und im Net breit zu treten, sehr elegant. Emailverkehr und Telefonate zu veröffentlichen, deren Inhalt nicht dafür gedacht war, sorgt in jedem Fall für gute Kommunikation und Zusammenarbeit. Immer schön gegen das Stuwe wettern, das ist wohl die Hauptaufgabe des Artikels, einfach lächerlich.

  • Zauberfee meint:

    Ich finde unglaublich, was hier passiert.
    1. Ein Erwachsener Mensch setzt sich Teller auf den Kopf und lässt Fotos machen und bauscht bei Freischaltung der Internetseite einen Konflikt zwischen Ausländerfeindlichkeit und Berufsstandesdünkel auf!!
    2. Das Foto ist längst nicht mehr auf der Stw Seite, steht aber groß und breit auf der Seite von Unique??????
    3. Rechts unten auf der Internetseite stehen die Unterstützer von Unique…..
    4. Warum hat der Betroffene den Weg über Unique genutzt, anstatt den ordentlichen Dialog mit dem Stw zu suchen????

    Und DANKE an Mauzi, Saskia, Alice, Neutral und Problemlos!!!

  • Anonym meint:

    Geht’s noch? Ihr veröffentlicht aus dem Kontext gerissene Auszüge aus fremden E-Mails ohne die Einwilligung des Schreibers! Gerade nach euren Erfahrungen hätte ich das von euch als Letztes erwartet. Sorry Unique, eurer Glaubwürdigkeit habt ihr damit einen echten Bärendienst erwiesen.

  • Student meint:

    Hallo an alle … eure Beiträge finde ich sehr interessant und auch sehr Aufschlussreich. Folgendes ist mir dabei aufgefallen. Es werden grundlegend 2 Punkte bemängelt.

    1. Es wird die Kommunikation des Stw mit den betroffenen Student bemängelt

    2. Es wird die Auswahl des Fotos auf der Website bemängelt

    Wichtig dabei ist, dass die Kommunikation unabhängig davon läuft, ob der Student Ausländer ist, oder nicht. Ob er nun ein weißer Deutscher ist oder nicht, wäre an dieser Stelle völlig egal gewesen, da an dieser Stelle, zugegebener Maßen, schlecht vom Stw kommuniziert wurde. Dieser Vorgang kann eindeutig bemängelt werden, rechtfertigt aber nicht die Überschrift: “Studentenwerk Thüringen bedient Klischees über Ausländer”! Wobei an dieser Stelle genau das greift, was Anonym vor mir schreibt, ist es wirklich Journalistisch angemessen, E-Mails aus dem Kontext zu nehmen und zu veröffentlichen?!

    Auf der anderen Seite haben wir nun das Foto, dass eine ausländisch aussehende Person in einem Kochkostüm zeigt. An dieser Stelle hat dann nun jeder seine Subjektive Meinung dazu, ob das nun angemessen ist, oder nicht. Frage hier ist nun, reicht nur ein Bild aus um die generalisierte Aussage zu treffen “Studentenwerk Thüringen bedient Klischees über Ausländer”. Mich würde Interessieren in welchen weiteren Punkten das Stw dieses Klischee bedient um sich ein umfassendes BIld zu machen und nicht einfach Aufgrund eines Vorfalls, voreilige Schlüsse zu ziehen. Also Einzelfall oder nicht? Hier ist jetzt das Journalistische können der UNique gefragt, da einmal Licht ins Dunkel zu bringen…

  • Christina meint:

    @Zauberfee

    Nebeninformation: Es wurde der ordentliche Dialog mit dem Studentenwerk gesucht und Herr Bhattacharya war höflich und hat versucht, das Problem diskret zu klären.
    Leider hat das Studentenwerk daraufhin mit weniger freundlichen bzw. verständnisvollen Antworten reagiert, sodass – auch aufgrund äüßerer Einflüsse wie im Artikel beschrieben – die Reaktionen auch bei Herrn Bhattacharya unfreundlicher ausfielen.

  • kosmo meint:

    ich finds auch äußerst problematisch, dass der email-verkehr der einen seite veröffentlicht wird, die kommunikation der anderen seite jedoch hinter floskeln wie “drückte seine empörung aus” versteckt wird (wer weiß denn schon, ob da nicht schon ne pöbelige beschwerde des betroffenen kam, auf die dann dementsprechend reagiert wurde).

    zudem denke auch ich, dass hier ein skandal mehr als erwünscht war. manchmal sollte man die kirche einfach im dorf lassen.

  • L.K. meint:

    Hallo,

    also ich persönlich find das ziemlich übertrieben hier und ist ja schön das er sich kostenlos zur Verfügung stellt, aber Vertrag ist Vertrag und so ein Set kostet auch einige Euros, auch ohne Model-Gagen. Am schönsten sind dann noch die Stimmen von irgendwelchen Wichtigtuern, die ihren Senf dazu geben müssen. Fehlt nur noch ein Bluebox-Video mit Prominenten, die den “Vorfall” kommentieren.

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