Home » Thema

“Wir sind zugleich rechts und links”

8 Januar 2009 42 Comments

Nachtrag: Die Kontroverse aus dem Jahr 2009 um das Interview könnt ihr hier nachlesen: 

http://www.fabik-packt-aus.tk/

Eine damalige Stellungnahme zum Interview findet ihr hier.

———————————————————————————————————————————

Aus gutem Grund bieten die meisten Medien Nazis keine Plattform für ihre Meinungen. Diesem Grundsatz ist auch die Unique verpflichtet. Problematisch daran erscheint uns allein ein Umstand: Ein bestimmter Ausschnitt der gesellschaftlichen Realität bleibt konsequent ausgesperrt. Die allgemeine Unkenntnis über die wahren Ziele und Strategien der rechten Szene birgt außerdem gewisse Gefahren. Obwohl sich unsere Sympathien für Nazis in engen Grenzen halten und wir uns des enormen Risikos bewusst sind, ließen wir ein Mitglied des „Nationalen Widerstands” und der Jenaer NPD zu Wort kommen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten trafen wir Emil G. (25)* zum Interview in einer gutbürgerlichen Jenaer Gaststätte.

Unsere Einstiegsfrage, die wir auch bei unserer Straßenumfrage gestellt haben, lautet, wogegen oder wofür kämpfst du?

Wie alle politischen Idealisten jeglicher Couleur für eine bessere und gerechtere Welt, was in meinem und unseren Falle bedeutet: gegen den ausufernden Kapitalismus. Gegen die Globalisierung kämpfen wir und gleichzeitig für mehr soziale Gerechtigkeit und den Erhalt der Kulturen und der Völker.

Das waren jetzt alles sehr allgemeine Ziele. Hast du auch konkrete, persönliche Ziele für die du hier in Jena kämpfst?

Es gibt das große Ziel und dieses Ziel lässt sich natürlich nur umsetzen, wenn man regionalen Rückhalt entwickelt. Wenn man sich bundesweit in den Regionen für die Umsetzung dieser Ziele engagiert. Deshalb muss jeder dort anfangen, wo er lebt.

Engagierst du dich für ein spezielles Projekt?

Wir entwickeln regionale Ziele, die wir versuchen umzusetzen, aber immer im Kontext des höheren Ziels.

Kannst du ein paar dieser regionalen Ziele nennen?

Sowohl regional als auch bundesweit versuchen wir, das Bild von uns, was die Medien nur verzerrt wiedergeben, in der Realität gerade zu rücken. Das bedeutet, wir versuchen über Flugblattaktionen oder über andere Projekte mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Konkreteres kann ich dazu jetzt nicht sagen.

Warum denkst du, werden eure Inhalte und Aktionen, wie du sagst, medial nur verzerrt wiedergegeben?

Die vierte Macht im Staat sind die Systemmedien und die Presse. Da wir eine klare Opposition darstellen, versucht das System, uns natürlich außen vorzuhalten. Damit lange genug die an den Trögen bleiben, die momentan dort sitzen. Deswegen werden die Medien instrumentalisiert, um unsere Ziele zu verklären. D.h. es werden Kinder, die sich selber verstümmeln, als Aufhänger genommen, um ein NPD-Verbot zu fordern. Es wird Alles aufgegriffen, was irgendwo im NPD-Umfeld passiert sein könnte, um gegen uns zu hetzen, ohne unsere Ziele zu erläutern. Es werden nie Punkte, wie Soziales, aus unserem Programm aufgegriffen und in den Medien erläutert. Wenn ein Mensch mit kurzen Haaren eine Straftat begeht, dann wird versucht, dies medial so umzumünzen, damit dadurch Hetze gegen die NPD möglich wird. Wenn jemand eine Tankstelle überfällt und es kommt heraus, dass er SPD-Wähler war, wird man nie versuchen, ihn als Staatsfeind darzustellen. Und das ist eine klare Verzerrung, weil niemals unsere wahren Ziele in den Medien preisgegeben werden.

Die Systemmedien sind also ausschließlich links?

Definitiv. Die größten Verlagshäuser haben damals noch von den Alliierten ihre Lizenzen bekommen und konnten nur so ihre Medienmacht entwickeln. Jedem Medium, welches wir versuchen zu etablieren, werden möglichst viele Steine in den Weg gelegt. Und selbst daraus entstehen wieder Aufhänger, wie ‘NPD druckt Zeitungen im Ausland’. Doch aufgrund der Hetze und des Terrors können wir unsere Medien gar nicht mehr im Inland drucken.

Woran liegt das?

Das liegt daran, dass wir eine oppositionelle Kraft sind und würden wir versuchen, unsere Gedanken in die Tat umzusetzen , würden natürlich einige Stühle wackeln, auf denen heute noch Leute sitzen, die das verhindern wollen. Deshalb werden die Medien gegen uns instrumentalisiert.

Historische Ursachen, d.h., dass die Menschen einfach von der Wiederholung des Ganzen Angst haben, hat das, deiner Meinung nach nicht?

Es wird als Aufhänger genommen. Natürlich werden wir immer in historischen Zusammenhang mit der NSDAP gebracht. Fakt ist, dass die NPD 1964 nicht aus Altkadern der NSDAP gegründet wurde, wie es bei der Linkspartei ist. Den Menschen soll suggeriert werden, die NPD würde zu einem neuen Holocaust führen.

Trotz allem werdet ihr von der Mehrheit der Bürger Jenas abgelehnt. Was ist deine persönliche Motivation, dich für die Menschen einer Stadt einzusetzen, die eure Position so entschieden ablehnt.

Ich glaube nicht, dass ein Großteil der Bevölkerung unsere Position mehrheitlich ablehnt. Die Mehrheit der Bevölkerung hat gar keinen Zugang zu unseren Positionen. Sie erfahren durch die Medien ein undifferenziertes Bild von uns: „Der übliche Neonazischläger, der mit seinem qualifizierten Hauptschulabschluss sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und aus Minderwertigkeitskomplexen über Ausländer herzieht.” Das ist die Meinung, die die Leute eingetrichtert bekommen. Aber die Menschen sind nicht gegen unseren wirklichen Ziele und Positionen. Das Problem ist, dass wir die Schweige- und Hetzspirale der Medien durchbrechen müssen, um den Bürgern zu zeigen, was wir wirklich sind – dann bekommen wir auch mehr Rückhalt. Das ist meine persönliche Motivation. Ich weiß, wir vertreten die richtigen Ziele. Ich weiß, dass die Ziele zum Wohle der Bürger sind und unterbewusst wissen sie das auch. Das ist meine Motivation, so weiter zu machen wie bisher.

Du bist im NPD-Schulungszentrum in Alt-Lobeda aktiv, besser bekannt als Braunes Haus. Kannst du uns einen Eindruck vom Leben und Arbeiten in dem Haus geben?

Der Grundsatz vom nationalen Wohn- und Schulungszentrum war von Anfang an, dass die Presse nicht in das Haus gelassen wird. Der Grund sind die negativen Erfahrungen, die andere Projekte zuvor machen mussten. Der Grundsatz besteht nach wie vor, deshalb sehe ich mich nicht befugt, Näheres preiszugeben über das Leben und Arbeiten in der Jenaischen Str. 25. Alles, was an die Öffentlichkeit darf und soll, findet man auf unserer Internetseite.

Du sagtest, ihr sucht die Öffentlichkeit, bekommt sie aber nicht. Wäre solch ein Zentrum nicht eine gute Möglichkeit, Öffentlichkeit zu erreichen?

Wer an der Partei, am Umfeld oder an der größeren Bewegung interessiert ist, kann in die Jenaische Str. 25 kommen, dort klingeln und bekommt die Informationen, die er braucht.

Aber wir könnten es nicht?

Ihr könntet als Privatperson dort hinkommen, würdet eure Informationen bekommen und würdet genauso betreut werden wie der Rest auch. Die Negativerfahrungen mit den Medien haben dazu geführt, dass jeder seine persönlichen Erfahrungen machen darf, aber es in den Medien sowieso anders dargestellt wird. Darum gibt es diesen Grundsatz und darum habe ich keine Befugnis, Weiteres zu besprechen.

Heißt das, dass es bei öffentlichen Veranstaltungen Türkontrollen gibt, bei denen Pressevertreter ausgesondert werden?

Man kennt natürlich den politischen Gegner, darum weiß man, welche Personen definitiv kein Interesse hätten, dort sich das anzuhören oder produktiv mitzuarbeiten, sondern dass es Personen gibt, die gezielt Informationen heraushören wollen, die zu unserem Schaden wären. Deswegen wird natürlich an der Tür geschaut. Aber solange es keinerlei vorbelastende Dinge gibt, ist es kein Problem, hereinzukommen.

Das Braune Haus mit seinen verbarrikadierten Türen und Fenstern, abgeschottet am Rande Jenas gelegen scheint sinnbildlich für die gesellschaftliche Stellung der NPD zu stehen. Warum kommen die Positionen der NPD in der breiten Öffentlichkeit kaum an?

Kann man von der Optik eines Asylantenheims darauf zurückschließen, dass dieses in der Gesellschaft nicht gewollt ist?

Die Formulierung war auch nicht als Rückschluss, sondern als Versinnbildlichung für die Position der NPD gemeint.

Dann muss ich wieder das Gleiche wie zuvor sagen. Unsere Positionen werden in der Öffentlichkeit falsch oder gar nicht dargestellt. Bei Fernsehinterviews von Parteikadern werden die Mikrophone abgestellt, sie werden permanent unterbrochen, damit sie die wahren Ziele nicht preisgeben können. Das führt dazu, dass wir medial keine Macht entwickeln konnten und unsere Ziele nicht so wie andere Parteien publizieren konnten. Da müssen wir ansetzen. Was uns hilft, ist das wachsende Medium Internet. Dort ist für jeden eine unzensierte Überprüfung unserer Ziele möglich. Das werden wir weiter ausbauen, sodass jeder einen freien Zugang zu den Informationen bekommen kann.

Dir ist wahrscheinlich klar, dass wir ein eher linkes Medium sind. Warum gibst du uns ein Interview?

Schwierige Frage. Wahrscheinlich, weil es sich bei euch um ein eher kleineres Medium handelt. Würde ich mit Spiegel oder Focus reden, wüsste ich definitiv, dass kein Satz von mir stehen bleiben würde, sondern es würde versucht werden, alles so umzuschreiben, dass wir in den Dreck gezogen werden. Es würden Zitate aus dem Kontext gerissen und falsch dargestellt werden.

Du hast nun schon mehrmals auf die Probleme der NPD hingewiesen. Politisch seit ihr völlig isoliert, chronisch unterfinanziert und gammelt seit Jahrzehnten fast nur in Kreistagen und Gemeinderäten herum, während die Linke in den letzten Jahren große Erfolge erzielen konnte. Das Internet als einen Ansatzpunkt hast du schon genannt, mit welchen Mitteln wollt ihr noch die Mitte erobern?

Ich greife erst einmal die Linke auf. Vor ihren ganzen Umbenennungen hatte die SED weitaus mehr Macht, als die Linkspartei sie jetzt hat. Und in dieser Kette steht sie definitiv. Die Linkspartei ist eine umbenannte SED. Dass sie heute keine 90%-Ergebnisse mehr hat, heißt, dass sie – Gott sei dank – noch nicht wieder ihren alten Punkt erreicht hat. Die Linkspartei hat deshalb heute so einen Zuwachs, weil die Menschen nach der Teilwiedervereinigung sich die versprochenen blühenden Landschaften erhofften. Stattdessen sind wir in diesen Turbokapitalismus mit herein gezogen wurden, der uns zunehmend auch sozial aussaugt. Der soziale Kahlschlag greift um sich und die Menschen verlangen wieder nach etwas Sozialerem. Die Linke hat es geschafft, sich als Oppositionspartei darzustellen. Dass es der falsche Weg ist, nun wieder zu den Klassenkampfpredigern zu rennen – das ist nun unsere Aufgabe, es den Leuten klarzumachen. Wir haben nicht erst seit wenigen Jahren soziale Punkte in unserem Programm. Dadurch, dass wir die Medienmacht nicht haben, die andere Parteien besitzen, müssen wir per Bürgernähe und per Bürgergespräche an die Menschen heran treten und müssen ihnen unsere Ziele erklären. Das Gute daran ist, dass wir gezwungen sind, die Bürgernähe zu wahren, was andere Parteien nicht sind. Der Druck und die Repressionen, die gegen unsere Mitglieder wirken, führen dazu, dass bei uns nur wahre Idealisten sitzen und nicht Leute, die einfach nur ein gesichertes Einkommen in irgendeinem Landtag haben wollen.

Was ist mit Extremisten, Schlägern, Kriminellen?

Wir leben in einer extremen Zeit und wir haben extreme Probleme vor uns. Extrem muss nicht schlecht sein. Wenn ich ein Idealist bin, heißt das, ich habe Ziele an die ich glaube. Damit bin ich Extremist – das macht mich aber nicht schlecht. Natürlich haben wir Extremisten in unseren Reihen und das ist vollkommen gut so. Hier in unserer Region haben wir keine Schläger, ob das bundesweit so ist, kann ich nicht beurteilen. Jede Partei hat unterschiedliche Elemente in ihren Reihen, das ist bei uns aber sicher nicht ungewöhnlich.

Trotzdem gab es immer wieder Angriffe und Ueberfälle auf Ausländer oder die Junge Gemeinde in Jena.

Ich war bei keinem Überfall oder sonst irgendwas dabei.

Ich erinnere mich noch an eine Sitzung des Aktionsnetzwerkes, bei der ca. 10 Vermummte durch die Uni gelaufen sind, „Hier marschiert der Nationale Widerstand!” riefen und versuchten, mit Gewalt in den Raum zu kommen. Ganz gewaltlos seid ihr ja anscheinend dann doch nicht.

Bist du dir sicher, dass es gewalttätig abgelaufen ist?

Es wurde gedrängelt, geschrien, gestoßen und auf ähnliche Weiße wurden diese Personen dann auch wieder vertrieben und es wurde nicht respektiert, dass die Tür für Nazis verschlossen ist. Allgemein gefragt, wie weit darf es denn gehen, welche Mittel sind legitim?

Uns werden demokratische Mittel verwehrt. Wir bekommen kein Podium, um unsere Ziele zu erklären. Das Aktionsnetzwerk versucht, Lügen über uns zu verbreiten und uns nicht zu Wort kommen zu lassen. Wir sind stattdessen der Meinung: lieber miteinander, als übereinander reden. Deswegen wäre es meines Erachtens nach durchaus legitim, Veranstaltungen dieser Art zu besuchen, sich ein Podium zu schaffen und den Leuten zu sagen, wie es wirklich ist, anstatt über sich hetzten zu lassen.

Ist Gewalt dabei ein legitimes Mittel?

Gewalt ist definitiv nie ein legitimes Mittel, egal in welcher Situation. Aber die Frage ist, was als Gewalt angesehen wird. Uns wird definitiv auch Gewalt angetan, indem in den Medien über uns gehetzt wird, Namen veröffentlicht werden, über uns Lügen erzählt werden und wir in eine Position gedrängt werden, in der wir gar nicht sind. Das ist auch eine Form von Gewalt. Uns versucht man damit die Existenz zu entziehen. Jemanden aus dem Berufsleben zu schmeißen ist eine viel schlimmere Form der Gewalt, als wir jemals praktiziert haben. Versuchen durch eine Tür zu kommen, um sprechen zu dürfen, ist meines Erachtens keine Gewalt.

Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass Antifa und “Nationaler Widerstand” sich in ihren Positionen und Rollenbildern in letzter Zeit immer ähnlicher werden: Kapitalismus und EU-Kritik, soziale Gerechtigkeit, Mobilisierung der Jugend, Dresscodes, internationale Solidarität, seit neuestem auch ein antiautoritärer Habitus. Macht ihr letztendlich dasselbe?

Zuerst ist die Frage so nicht richtig. Wir werden uns nicht nur in letzter Zeit immer ähnlicher. Wir haben seit den Anfangsjahren des Nationalen Widerstandes Kapitalismuskritik geübt. Daraus ergibt sich natürlich die EU-Kritik. Die EU ist nichts weiter als der verwaltete Kapitalismus und die verwaltete Globalisierung auf europäischem Gebiet. Wir haben nicht wirklich Dresscodes. Früher kamen viele Anhänger des Nationalen Widerstands aus der Skinhead-Subkultur, trotzdem stellen wir einen Teil des Volkes dar. Wir kommen aus allen Schichten, aus allen Ebenen des Volkes. Deswegen ist unser Erscheinungsbild vielfältig. Wir haben keine Dresscodes im Sinne von “Du musst Glatze haben!” oder “Du musst rumlaufen wie ein Autonomer!”. Wir sind auch optisch sehr vielschichtig und das ist natürlich eine gute Entwicklung. Warum sollten wir uns bewusst abgrenzen, indem wir eine Subkultur etablieren oder uns subkulturell verhalten, obwohl wir doch eigentlich Wahrer der deutschen Kultur sind?

Trotzdem habt ihr in vielen Positionen sehr ähnliche Ziele. Vielleicht kannst du noch einmal konkreter sagen, worin ihr euch unterscheidet.

Links sowie Rechts, um auf die veralteten Termini zurückzugreifen, haben die gleichen Symptome erkannt. Wir erkennen alle den vorangehenden sozialen Kahlschlag, aber wir sehen unterschiedliche Gründe und Mittel, mit denen man diese Symptome bekämpfen kann. Während die Linke glaubt, die Probleme mit einem internationalen Sozialismus bewältigen zu können, denken wir, dass dies nicht gelingen kann. Wenn Kapitalismus und Globalisierung international sind, kann die Lösung nur national sein. In national geschaffenen Räumen müssen wir die Reglementierungen schaffen, um den Kapitalismus einzugrenzen, um eine soziale Politik möglich zu machen. Das ist im Bund vieler Nationen möglich. Wir bekämpfen die gleichen Symptome – aber mit unterschiedlichen Zielen.

Gibt es noch andere Gemeinsamkeiten, außer, dass ihr die „gleichen Symptome” bekämpft?

Bei beiden spielt das jugendliche Rebell-Sein eine große Rolle, wobei sich das bei uns viel schneller verliert. Wir sind einer viel größeren Repression ausgesetzt als linke Jugendliche, die vom Staat hofiert werden, deren Veranstaltungen unterstützt werden, die polizeilich weit weniger angegriffen werden als wir. Deswegen haben wir einen großen Ausschuss. Es kommen 16-Jährige zu uns, die dem Druck nicht lange standhalten oder die merken, dass sie doch nicht idealistisch genug sind, um dem Druck standzuhalten. Das ist bei der Linken natürlich anders, wo du wohlbehütet politisch agieren kannst.

Ist das nicht irgendwann frustrierend? Kommt man nicht irgendwann zu dem Punkt, wo man denkt „Leckt mich alle!”?

Ganz im Gegenteil: Wenn man den Gegenwind spürt, dann weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist bzw. dass man in die richtigen Wunden gestochen hat. Deshalb führt Gegenwind eher dazu, den Weg beizubehalten.

Jetzt hatten wir die Antwort aus idealistisch-rationaler Perspektive. Gibt es nicht auch einfach Momente, in denen du emotional am Ende bist? Allein einen Platz für das Interview zu finden, war schon schwierig. Wenn du nun abends durch Jena läufst und weißt, in dieser oder jener Straße bin ich nicht sicher, ist das nicht frustrierend?

Man gewöhnt sich daran. Viel frustrierender finde ich die Symptome, von denen ich geredet habe. Wenn ich an die Zukunft denke, die ich oder meine Kinder haben werden, dann finde ich das emotional frustrierend. Deshalb nehme ich lieber die Repressionen, die mir heute entgegen schlagen, in Kauf, als keine Zukunft zu haben.

Einer der Grundkonstanten der NPD-Politik ist die stetige Warnung vor der sog. “Üeberfremdung” der deutschen Gesellschaft. Gleichzeitig findet nun schon seit mehreren Jahren in Jena das sog. “Fest der Völker” statt. Wo beginnen und wo enden Interkulturalität und internationale Solidarität bei euch?

Alles, was in einem der europäischen Staaten politisch passiert, hat europaweite Auswirkungen. Wenn in Deutschland sozialdemokratisch gewählt wird, hat das europaweite Auswirkungen. Dann ist die Entwicklung in anderen Ländern ähnlich. Alle Völker in Europa leiden unter dem sozialen Kahlschlag, unter dem Turbokapitalismus und Identitätslosigkeit durch zunehmende Überfremdung. Deshalb solidarisieren wir uns mit den europäischen Mitstreitern und unterstützen sie bei ihrem Kampf in ihrem Land.

Internationale Solidarität und nationale Selbstständigkeit ist kein Widerspruch?

Das ist überhaupt kein Widerspruch. Wenn Nationalisten in einem europäischen Land es schaffen würden, die Souveränität wiederherzustellen, die Überfremdung zu stoppen und eine radikal soziale Marktwirtschaft oder einen nationalen Sozialismus zu etablieren, dann wird es europaweite Auswirkungen haben. Dieses Beispiel wird uns helfen, mit den gleichen Mitteln zu kämpfen und etwas Ähnliches zu etablieren. Wir kämpfen gemeinsam für Souveränität. Wir kämpfen jeder in seinem Land für einen Nationalismus. Das ist kein Widerspruch.

Macht ihr Unterschiede zwischen den Völkern? Ist es dasselbe, wenn sich Israel oder wenn sich Polen für national befreit erklärt?

Das ist ein äußerst umstrittenes Thema, wobei man geschichtliche Hintergründe mit einbeziehen muss. Wenn Israel sich national manifestiert, dann geschieht das zum Leid des palästinensischen Volkes, welchem ein Teil seines Landes weggenommen wird. Wobei sie nicht die Einzigen sind, denen zum Wohle Israels Ländereien weggenommen wurden. Wir sehen das natürlich kritisch und erklären uns mit dem palästinensischen Volk solidarisch, weil denen durch den israelischen Imperialismus ihr Land geraubt wurde. Sonst werden unter den Völkern aber keine Unterschiede gemacht. Den Rassismus, der uns nachgesagt wird, den gibt es nicht. Der rumänische Kamerad ist genauso viel wert, wie der deutsche Kamerad. Nur dass der rumänische Kamerad in seinem Land für die Etablierung des Nationalismus kämpft.

Die Solidarität hält dann aber nur solange an, wie er in seinem Land bleibt. Was ist, wenn der rumänische Kamerad als Asylbewerber ins Wohnheim in Lobeda kommt?

Das ist etwas, was wir nicht nachvollziehen können. Wir sehen auch, dass es in Deutschland bergab geht und es immer schwerer wird, sich eine weitere Zukunft zu erkämpfen. Deswegen ziehen wir nicht den Rückschluss, feige ins Ausland zu gehen während das Heimatland zugrunde geht. Jeder bleibt dort, wo er geboren wurde, und kämpft dafür, dass es dort dem Volk besser geht.

Du findest es heute, während die gesamte weltweite Entwicklung in eine andere Richtung geht, noch vernünftig, so zu denken?

Wir befinden uns auf einer richtigen Talfahrt und sind wahrscheinlich die letzte Opposition, die sich dagegen wehrt bzw. die die richtigen Mittel propagiert, um sich dagegen wehren zu können. Pessimistisch betrachtet wird es wahrscheinlich verdammt schwer, dies überhaupt noch umzukehren, da uns nur noch wenige Jahre bleiben, bis Völker und Nationen aufgelöst sind. Trotzdem ist der Weg richtig.

Kaum eine Veranstaltung hat in den letzten Jahren mehr Menschen auf die Straße gebracht als die Gegenveranstaltungen zum „Fest der Völker”. Warum, glaubst du, demonstrieren und protestieren jedes Jahr wieder so viele Menschen gegen die Veranstaltungen?

Beim Aufbau des zweiten „Fest der Völker” ließen sich ein paar interessante Gespräche führen, bei denen wir feststellten, dass sehr viele Menschen da waren, um sich ein Bild von uns zu machen. Viele Menschen hätten die Veranstaltung gerne besucht, hatten aber Angst an der Presse vorbei zu laufen und durch die Polizeikontrollen zu gehen, um zu uns zu kommen. Dies führt zu einer Kriminalisierung von uns. Ich denke ein Großteil der Menschen die da waren, wollten sehen, was überhaupt dort abläuft; wollten sehen, wie es bei uns aussieht, wie es auf der Gegenveranstaltung aussieht und wurden natürlich der Gegenveranstaltung zugerechnet, weil sie nicht bis zu uns vor kamen bzw. weil sie sich nicht getraut haben, durch die Polizeikontrollen bis zu uns vorzudringen.

Also bestanden die Gegenveranstaltungen aus Nazi-Sympathisanten und Schaulustigen?

Es waren Menschen, die die Realität sehen wollten, fernab der Medienhetze.

Glaubst du das wirklich?

Wir haben genug Gespräche geführt mit Leuten von außerhalb. Beim Aufbau oder als die Polizeiketten noch nicht dicht waren, sind genug Leute an uns herangetreten. Natürlich ist es Fakt, dass ein Großteil der Leute, wahrscheinlich auch aufgrund der Medienhetze, uns bekämpfen wollten, weil sie denken, wir würden einen neuen Holocaust auslösen – oder anderen Schwachsinn. Fakt ist aber auch, dass – wenn die Gegenveranstaltung der gleichen Repression unterlegen hätte wie unsere Veranstaltung, wenn die berufliche Existenz gefährdet wäre, wenn man damit rechnen muss, dass man fotografiert wird vom politischen Gegner, von den Medien, wenn man damit rechnen müsste, dass man Ärger bekommt vom Arbeitgeber, von Freunden und Bekannten – erst wenn diese Repressionen auf der Gegenseite genauso stark wären, dann wäre es gerechtfertigt, einen quantitativen Vergleich zu ziehen. Ich wette, wären die Repressionen auf der Gegenseite genauso stark, würden wir quantitativ weitaus besser abschneiden.

Für mich klingt das schon etwas nach Realitätsverleugnung und Selbstbetrug. Gehen die Leute zur Gegenveranstaltung, obwohl sie eigentlich zu euch wollten?

Es gab viele Leute.

Aber war es die Mehrheit?

Ich glaube nicht die Mehrheit, aber wenn Betriebe ihren Arbeitnehmern frei geben, damit sie zu diesen Veranstaltungen kommen können oder wenn vorher durch die OTZ geistert, dass tausende Neonazis anwesend sind und tausende Bürger, die dagegen protestieren, ist man als Jugendlicher natürlich geneigt, dorthin zukommen. Weil was los ist, weil man sehen will, wie die Realität aussieht. Ich denke nicht, dass ein Großteil der Gegenseite davon überzeugt ist, dass wir die falschen Positionen und Ziele haben.

Vielleicht gehen viele Menschen dort hin, weil sie wirklich Angst haben, dass irgendwann wieder Schlägertrupps durch Jena laufen; dass sie sich nicht frei bewegen können, weil sie Angst um ihre ausländischen Freunde haben…

Schauen wir uns doch an, von wem zur Zeit in Jena die Gewalt ausgeht. Welche politische Seite zieht mit Schlägertrupps durch die Stadt? Das ist definitiv nicht die nationale Seite. Aber das wird von den Medien nicht aufgegriffen. Aber dieses Bild wird sich zunehmend wandeln, weil die Menschen merken, dass von uns keine Gewalt und keine Gefahr ausgehen und wir die wahren Ziele verfolgen.

Vor dem Interview hast du uns erzählt, dass du an deiner Schule früher viele Probleme mit Gewalt durch Ausländer hattest. An der Schule, an der ich groß geworden bin, gab es fast keine Ausländer, trotzdem hatten wir jeden Tag Angst vor dem Nachhauseweg, weil uns regelmäßig irgendwelche Faschos auflauerten. Von daher kann ich verstehen, wenn Leute Angst vor euch haben.

Woher weißt du, dass es Nazis waren? Nicht jeder, der mit Bomberjacke, Glatze und Springerstiefeln vor der Schule steht, ist zwangsläufig ein Nazi.

Dann schauen wir uns doch stattdessen die Vorstrafen vieler NPD-Funktionäre an, die anscheinend genauso aus dieser Szene kommen…

Dann schaut euch an, weshalb die Leute verurteilt wurden. Du bist bei einer nationalen Veranstaltung, dann kommt der politische Gegner, wirft mit Steinen und zerstört dein Auto. Dann kommst du raus, wehrst dich und versucht dein Auto zu schützen und letztendlich wirst du dafür belangt. Zum Beispiel soll in der Jenaiischen Str. 25 (Braunes Haus, Anm. d. Red.) an angeblich friedlichen Demonstranten Gewalt ausgeübt worden sein. Das ist genauso eine Lüge: Die Antifa ist vor das Haus gekommen, hat Sachbeschädigung begangen, hat Autos zerstört, hat versucht, das Tor zu demolieren und letztendlich wurde wegen versuchter Körperverletzung Anzeige gegen uns geschaltet.

Da war nichts dran?

Wenn man versucht, sein Eigentum zu beschützen, dann ist das nur gerechtfertigt.

Ich würde meinen Anwalt und die Polizei anrufen…

Dann versuch’ mal nachts einen Anwalt anzurufen, ob er rechtzeitig kommt und sich vor dein Auto stellt.

Angenommen ihr setzt euch mit euren Positionen durch. Wie sieht das Land aus, in dem du leben möchtest?

Darüber könnte man stundenlang reden. Kurz gesagt würden wir uns dafür stark machen, die Souveränität zurück zu erlangen, die wir zurzeit der EU überschrieben haben. Mittlerweile gehen über 80% der Gesetzesentwürfe, die im Bundestag durchgewunken werden von der EU aus und das größtenteils zu unserem Nachteil. Wir würden Politik fürs eigene Volk machen und nicht für das Wirtschaftskonglomerat EU. Wir würden in wirtschaftlichen Fragen dem Staat weitaus mehr Reglementierungsmöglichkeiten geben als dass jetzt der Fall ist. Das freie Spiel der Kräfte wird niemals zum sozialen Wohl des Volkes führen, sondern immer nur zum Wohl einiger Weniger, die über andere – ihre Arbeitssklaven – herrschen. Das sind die Grundziele, denen wir uns verpflichtet haben.

Klingt ziemlich links.

Wie gesagt, die übliche Einteilung zwischen rechts und links ist mittlerweile vollkommen außer Kraft gesetzt. Wir versuchen auf nationalem Wege soziale Politik zu machen. Wir sind zugleich rechts und links.

In eurem Wunschsystem würdet ihr wahrscheinlich auch Auto fahren wollen. Was ist, wenn andere Länder kein Erdöl mehr liefern, weil diese das plötzlich für ihre Nation brauchen?

Erstens wird Saudi-Arabien wahrscheinlich niemals so viele Autos besitzen, um das Erdöl verfahren zu können, welches es gewinnt. Natürlich werden Staaten immer miteinander handeln. Was wir unter raumorientierter Volkswirtschaft des Öfteren beschrieben haben, wird von der gegnerischen Seite falsch verstanden, falsch ausgelegt und falsch interpretiert. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Grenzen dicht machen und keine Waren mehr heraus und hereinlassen. Aber natürlich sollte es Ziel eines Volkes sein, den Grundbedarf auch allein decken zu können. Wir sollten unsere Landwirtschaft nicht kaputt machen, um möglichst günstig Agrarprodukte aus Tschechien zu bekommen.

Welche Rolle spielt für euch die Mobilisierung junger Menschen und direkte Protestformen?

Jede politische Bewegung die zu einer Massenbewegung werden will, muss auf die Jugend setzen. Die Jugend ist die kommende Generation. Die Jugend ist die Generation, die sich ihre Zukunft erkämpfen muss und die Jugend ist bereit, am meisten für ihre Ideale zu opfern. Ein 50-jähriger, der komplett im BRD-System aufgewachsen ist, wird niemals seinen bürgerlichen Status, den er sich erarbeitet hat, infrage stellen. Er wird auch niemals versuchen, so viel für seine Ideale einzusetzen, dass er diesen Status verlieren könnte. Deshalb muss jede Bewegung auf die Jugend setzen, was wir natürlich auch tun. Die Jugend selbst hat immer einen starken Aktionsdrang, ist von Natur aus rebellisch. Sobald es Jugendliche in der Bewegung gibt, kommen diese Aktionsformen von allein. Natürlich setzen wir auch auf Demonstrationen, weil es das Vorrecht der Jugend ist, den Frust heraus zu schreien und auf die Straße zu tragen, anstatt nur politische Pamphlete zu verfassen.

Endet das nicht – wie bei jeder Bewegung – darin, dass man sich anfangs abkämpft, bis man irgendwann genug von dem Affentanz hat und sein Wohl in der bürgerlichen Mitte sucht? Oder einfacher gefragt: sterben euch die Leute, je älter und konservativer sie werden, nicht weg?

Die politischen Richtungen, die für sich die bürgerliche Mitte beanspruchen und die, die Menschen in die Mitte drängen, stagnieren. Sie werden nie eine progressive Kraft werden. Ein Jugendlicher, den du versuchst in die Mitte zu drängen, ihn ruhig zu halten und ihn bürgerlich werden zu lassen, wirst du verlieren. Wenn du ihm aber die Möglichkeit gibst, die Dinge, die er fühlt und denkt auf die Straße zu tragen, hast du seine Zukunft in deiner Hand. Natürlich ist es ein Problem, dass durch die Repressionen sich Menschen ihrer Zukunft beraubt fühlen. Aber die Symptome des Systems werden nicht schwächer und deshalb wird die Jugend immer stärker in die Extreme strömen. Die Zukunftsperspektiven, die der Staat einem bietet, werden abnehmen.

Wie begegnet ihr der Abwanderung ab einem gewissen Alter?

Wer gehen will, kann gehen. Wer nicht mehr mitmachen will, der macht nicht mehr mit. Es werden immer wieder genug nachrücken, die den Kampf fortzuführen. Es werden nicht weniger, sondern mehr.

Wie viele seid ihr in Jena?

Ich schätze mit Umfeld kommen wir auf 300 Leute.

Und der Kern?

Das ist zu intern.

In den letzten Jahren habt ihr durchaus ein paar Erfolge feiern können. Das „Fest der Völker” ist einigermaßen etabliert, das Braune Haus steht trotz aller Widerstände immer noch. Wie schätzt du die Entwicklung der Szene in den nächsten Jahren ein?

Durch die Repression findet eine Selektion statt, die natürlich auch zu einer Professionalisierung führt. Wir können immer mehr Arbeitskreise etablieren, die immer professioneller werden. Wir haben einen hohen akademischen Zufluss, die sich nicht wie die meisten Studenten als links betrachten, sondern andere Wege suchen. Die Etablierung des „Fest der Völker” ist natürlich auch etwas vollkommen Positives, weil die Medien in Erklärungsnot kommen. Wie kann ich erzählen, dass Neonazis Skinheads sind, die am liebsten Ausländer verkloppen, dann aber mit ausländischen Kameraden dieses Fest begehen? Das bringt die Leute in Erklärungsnot und der Bürger wird sich zunehmend Gedanken machen, ob das, was die Medien über uns verbreiten, auch der Wahrheit entspricht.

Ist es nur Zufall, dass ihr euch gerade auf Jena als eher linke Studentenstadt konzentriert? Ist Jena für euch auch ein Symbol, was ihr erobern wollt? In Gera hättet ihr es sicherlich einfacher gehabt…

Gera hat natürlich eigene Nationalisten, die selber versuchen, Einiges auf die Beine zu stellen. In Gera finden zum Beispiel die Open-Air-Veranstaltungen statt. Jeder Nationale versucht erst einmal in seiner Region diese Meinung und diesen politischen Weg zu etablieren. Was von Jena ausgeht, wird natürlich auch versucht, hier zu halten.

Dass das „Fest der Völker” in Jena stattfindet, ist purer Zufall?

Das hängt lediglich davon ab, von welchem Kameraden die Initiative ausgeht. Jeder versucht, möglichst viel in der eigenen Region zu schaffen.

Wir danken für das Interview!

Das Interview führten fabik und Luth

Ähnliche Artikel die Dich noch interessieren könnten:

  1. Glosse: Dürfen Medien Nazis ein Forum geben? PRO von LuGr Dem mutmaßlich durch Rechtsextremisten begangenen Anschlag auf den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl folgte wie üblich eine aufgeregte Diskussion um ein NPD-Verbot. Beide Themen beherrschten unlängst die Medien. Horst Seehofer wollte schnell handeln, doch Innenminister Schäuble riet zur...
  2. „Man kann Angst vor Terroristen haben, aber nicht vor ‚den‘ Muslimen.“ Prof. Dr. Kai Hafez (Uni Erfurt) zum Islambild deutscher Medien Herr Prof. Hafez, Sie befassen sich seit Jahren mit der Berichterstattung über den Islam. Unter anderem haben Sie 2007 eine Untersuchung zum Gewalt- und Konfliktbild des Islam bei ARD...
  3. „Manchmal hab’ ich eine verdammte Angst“ Keiner wird so stark kontrolliert, an niemanden sind die Erwartungen so hoch und niemanden trifft die Kritik nach der Demonstration so laut. Oft sind sie es die Polizisten, die den Frust und die Wut der Demonstranten aushalten müssen, wenn...
  4. „Nach 9/11 war es eine Katastrophe.“ Wir haben in Thüringen lebende Muslime gefragt, in welchen Situationen Sie das Gefühl haben, nur aufgrund ihrer Religion ausgegrenzt zu werden – und wie sie diese Situationen erleben. Alle Namen wurden auf Wunsch der Befragten hin von der Redaktion geändert....
  5. „Ich bin ein großer Fan der Freiheit“ Juli Zeh wirft einen kritischen Blick auf Facebook, staatliche Eingriffe und die Möglichkeit des gewaltsamen Widerstandes. UNIQUE: Frau Zeh, es heißt, Sie hätten aus Protest gegen den Gesundheitswahn wieder mit dem Rauchen begonnen? Juli Zeh: Nein, das wäre eine...

Bisher 42 Meinungen zum Thema: “Wir sind zugleich rechts und links”

Direkt zum Eingabefeld
  • @unique meint:

    ihr habt ja wohl mal ne vollmeise, seit wann redet man mit nazis? seit wann kann man die politische betrachten? vollidiotische-studenten-hippies wie ihr seit dran schuld das die npd von einigen wahnsinnigen als ernsthafte politische partei betrachtet wird und als wählbar angesehen wird.

    ihr seit echt das letzte, voll ins gehirn geschissen. hoffe man streicht euer budget, für nazipropaganda ist das ja wohl kaum gedacht.

  • wütend meint:

    Was ist bitte mit euch los, ihr bietet Nazis die unter anderem den Holocaust (nochmal, das war die industriell durchgeführte Vernichtung von 6 Mio. Juden) leugnen eine Platform in einer STUDENTENZEITSCHRIFT, damit diese ihre Sichtweise äußern können. Ihr habt ihnen die Möglichkeit gegeben sich als eine politische Alternative darzustellen und sie konnten sich als Opfer instrumentalisieren, die Angst haben müssen nachts durch Jena zu laufen. Denkt ihr nicht, das ihr damit all die Menschen verhöhnt die Opfer rechter Gewalt geworden sind und die tag täglich versuchen den Nazis eben diesen Raum für ihre menschenverachtende Propaganda zu verwehren. Schämt euch!!!!

  • Franz meint:

    Hallo Unique,
    wußte gar nicht das es eine Solche Zeitung in Jena gibt. Ein sehr gewagtes Interview habt ihr vollbracht. Das euch viel Ärger bringen wird, wie man schon an den zwei Meinungen lesen kann.
    Ich als gebürtiger Jenenser bin eher links eingestellt und beobachte seit Jahren beide Szenen. Rechte wie Linke. War bis letztes Jahr immer bei Gegenveranstaltungen zu Nazidemos in Jena gewesen. Zum dritten FdV nicht mehr, wegen der Kinder und überhaupt ist mir die Zeit dafür zu schade. Denn klar ist, seid dem ersten Fest der Völker, das der Rechtsstaat es immer durch setzen und knübbeln wird. Da verbringe ich doch lieber die Zeit mit meinen Kindern. Zivilcourage heißt auch im Alltag gegen Vorurteile auf zu stehen. Leider gibt es durch die großen sozialen Ungerechtigkeiten immer mehr Spannungen und dabei ist es egal welche Einstellung oder welchem Ursprung man ist. Die Medien und der Staat (auch wir als Bürger) lenken uns ab von wesentlichen Dingen. Es geht zum größten Teil um Konsum und der Raffgier der oberen Schichten (Manager, Banker, Politiker etc). Der Rest wird gerade so bei “Laune” gehalten. Früher nannte man das “Brot und Spiele”. Der Staat lenkt ab und wird so noch korrupter und reicher und das Volk wird mit Freakshows ala Big Brother oder Dschungelcamb ab gelenkt von viel elementaren Problemen.
    Was ich eigentlich sagen will:
    Wieso haben Politiker, Journalisten oder auch die Bürger Angst vor der NPD? Wieso diskutiert keiner mit denen und setzt sich aus einander? Wieso wird nur über das große Verbot nach gedacht, an statt sich aktiv und wissensdurstig mit der Ideologie (wenn es eine gibt) und den Statements der rechten öffentlich aus einander zu setzen. Welcher Lehrer hat schon so viel Mumm, sich auf eine Konfrontation mit einem geschulten “Rechten” Schüler ein zu lassen?
    Das lese ich auch in eurem Interview. Ich verstehe auch nicht warum man die “Rechten” ständig ausladen tut. Mir kommt es schon vor, als wenn die Leute Angst vor einer “Realität” haben, weil sie Angst haben sich mal hin zu setzen, dem zu zu hören und mal ordentlich nach zu denken. So einfach wie früher (Holocaust Leugner) ist es wohl nicht mehr. Die neuen “Rechten” sind geschulte und national eingestellt Bürger, die raffiniert Themen und Slogans für sich auf greifen. Wieso regt sich keiner auf, wenn Amerika in den Irak einmarschiert? Warum kann ein Bankmanager straffrei mit Abfindung weiter existieren, obwohl er gerade mehrer Familien Existenzen zerstört hat? Was ist mit dem Fall Zumwinkel? Wie kann es sein das unsere Volksvertreter im letzten Jahr innerhalb kurzer Zeit mehrere Milliarden durchboxen um den Banken zu helfen? Was ist mit unseren Kindern, mit dem Recht auf Bildung auf Arbeit auf soziale Gerechtigkeit? Das sind elementare Fragen…
    Ich glaube nicht, das die NPD und Anhänger Konkrete Vorschläge machen können, diese haben doch selber mit Korruption und Veruntreuung zu tun. Ich finde es gut, wenn wir mehr Mut hätten uns mit den “Rechten” auf Diskussionen ein zu lassen und sie ernst nehmen. Und genau so durch kluge, rhetorische Antworten bloß stellen und erziehen. Die rechten Gruppen leben nur auf durch ihre Gemeinschaft. Ändert einer seine Meinung oder stellt die Gemeinschaft und den Gedanken in Frage, so wird dieser ein Verräter. Was ist das für eine Gemeinschaft,in dem der freie Geist nicht frei sein darf?
    Macht weiter so, aber noch ein bissel bissiger und bereitet euch besser vor.

  • Marcus meint:

    Doch erstaunlich wie dezidiert und gleichzeitig argumentlos doch mancher diskutieren kann ;-) (siehe Vorredner)

    In der Bevölkerung, aber auch in der linken, meist akademischen Ecke ist immer wieder zu sehen, welch großen Wert man auf Differenzierung der unterschiedlichen Ansichten & Interessenvertretungen im “linken” Spektrum legt. Dies unterbleibt jedoch in rechten Kreisen. Hier wird weiter fröhlich über einen Kamm geschert. Das NPD-Verbot ist nicht zuletzt daran gescheitert, dass Unkenntnis über wahre Beweggründe und Splittergruppen innerhalb dieser “Szene” vorherrschen, man kennt den Gegner nicht. Es bleibt festzustellen das nicht alle “Nationalisten” biertrinkende Skins sind, sondern, VIEL gefährlicher, politisch gefestigte Biedermänner mitten unter uns. Hier hilft nur Kenntnis der “Bewegung” und deren Gruppierungen um wirkungsvoll zu bekämpfen und zwar argumentativ. Schwarze Blöcke helfen nicht, dem Volksbewußtsein die Gefährlichkeit dieser Rattenfänger aufzuzeigen. Hier ist offensiver Umgang gefragt, auch durch mediale (fundierte) Berichte, hier wird ein “zu Wort kommen” nicht ausbleiben, nur so kann aufgeklärt werden! Ansonsten wird man sich seitens der Rechten immer wieder auf die Position des unterdrückten, unverstandenen “Freigeistes” zurückziehen können.

  • Patrick meint:

    Man kann sich alles anhören, nur sollte man eben seine eigene Meinung bilden!
    Danke Unique, dass ihr dieses Interview durchgezogen habt, auch wenn ich es selbst nur bis zur hälfte geschafft habe zu lesen…

    Macht bitte weiter so (unique) und gebt nicht auf!

  • der_wuetende meint:

    Zwei ganze Seiten pure Selbstdarstellung des Nationalen Widerstands auf Kosten der Studierendenschaft und Uni: Das ist wohl die beste (und preiswerteste) Presseöffentlichkeit für die Nazis in Jena seit 1945.

    Eure Argumente dafür sind sehr schwach. Wenn die Presse z. B. verpflichtet ist, keine Weltanschauung zu schmähen, dann heißt das nicht, daß sie den Vertretern aller Weltanschauungen auf solche Weise Platz bieten muss. Wenn Ihr sagt, “aus guten Gründen bieten die meisten Medien Nazis keine Plattform”, dann könnt Ihr dagegen nicht anführen, es erscheine problematisch, dass so “ein Ausschnitt der gesellschaftlichen Realität ausgesperrt bleibt”: Denn dieses Argument ist in die Abwägung schon einbezogen und zu Recht für schwächer befunden worden.

    Eure Entscheidung erscheint unverständlich, weil Euer Redakteur ThiBo viel bessere Argumente gegen den Abdruck (in dieser Form) vorträgt. Das begründet die Vermutung, daß es Euch letztlich mehr um Selbstinszenierung geht: Die Studentenzeitung Unique, die “die heiklen Themen anpackt”, deren Redakteure “den Mut zu unpopulären Entscheidungen haben”, die “kreativ von Konventionen abweichen”, beseelt von hohem journalistischem Ethos etc. etc. Immerhin, viel Aufmerksamkeit habt Ihr ja erregt. Herzlichen Glückwunsch!

    Wäre Sexualität nicht auch ein Thema für Eure Zeitschrift, die sich mit Interkulturalität beschäftigt? Ihr solltet einen Beitrag aufnehmen zu sexuellem Mißbrauch von Kindern, am besten ein Interview mit einem Praktizierenden, der erzählen kann, wieviel Spass es macht. Auch ein “Tabubruch” zugunsten einer Minderheit, die – obwohl sie für die Gesellschaft weniger gefährlich ist – viel stärker gesellschaftlich, insbesondere in den Medien, geächtet und staatlich verfolgt wird.

  • Sascha Frieder meint:

    @der_wuetende
    Ohne jetzt gleich beleidigend zu werden, aber bei der Namenswahl hättest Du vielleicht eher auf “der_dümmliche” zurückgreifen sollen.
    Wie kann man das kriminelle Treiben von Kinderschändern mit einer weltanschaulichen Meinungskundgabe vergleichen? Zugegeben, sonderlich populär sind nationale Positionen derzeit nicht. Was aber nicht heißt, dass man sie vollkommen ausgrenzen oder gar nur auf den Holocaust oder ähnliches reduzieren sollte. Schließlich wird einem immer und immer wieder eine wehrhafte Demokratie vorgebetet und wenn man schon an Positionen wie die von Emil G. scheitert, dann kann man die Staatsform auch gleich umbenennen.
    Im Übrigen bekommt in der gleichen Ausgabe von Unique ein Vertreter von “links” die Möglichkeit sich zu äußern, was eine objektive Berichterstattung doch ausmacht. ;-)

  • vollidiotischer-studenten-hippi meint:

    hallo unique!
    ich finde gut wenn man offen ueber sachen redet, die es ja eh gibt,
    als sie totzuschweigen.
    an alle die vollidioten-studenten-hippies nicht moegen:
    habt ihr schiss euch selbst eingestehen zu muessen, dass ihr auch in der ecke steht? “die nazis sollte man alle vergasen”?! geht doch mal ins braune haus, die suchen noch leute die konsequent minderheiten ausschliessen und misshandeln.
    “nazis auf´s maul!”? das ist faschismus, freunde…

  • Kitten meint:

    UNIQUE, ich danke dir für diesen Schwachsinn, den du da produzierst…
    Solch unreflektierten Journalismus ohne jeglichem antifaschistischen Selbstverständnis scheint ja echt Mode zu machen.
    Nazis sind ja auch nur Menschen und verdienen ihren hart umkämpften Platz in der Gesellschaft, wa?!? Immer schön Opfer sein… Klar, UNIQUE machts möglich.
    Die UNIQUE schwimmt auf der schönen Welle der Toleranz, die ja anscheinend auch antisemitische Position einzuschließen scheint.
    Macht schön weiter so…
    Noch ein bisschen was über linke Gewalttäter …[zensiert, Anm. d. Red.] und ihr habt einen festen leserkreis gewonnen

  • deine muddah meint:

    ein wahnsinnig großes beispiel für studentischen hirnzerfall!
    es ist beachtenswert,das ein “unimagazin” sich sachen traut, für die sich jedes hundeblatt zu schade wär. ein toleranzgelaber vom feinsten. ich empfehle den scheinbar geistig umnachteten autoren ein kleines büchlein: henryk m broder: kritik der reinen toleranz. wer nazis unreflektiert zu wort kommen lässt bei einer interviewführung auf 3.klasse niveau, gehört nicht in eine zeitungsredaktion, sondern viel mehr in die schule oder uni.bereits in vorhergehenden berichten zeichnetet ihr euch ja als geile antiimperialisten,die das verteidigungsrechts israels in keinster weise beführworteten. mit diesem “interview”,besser: mit dieser werbung habt ihr es letztendlich geschafft, linke und rechte ideologien gleichzuziehen und sie vollends zu entpolitisieren.ganz wie der genosse/ kamerad aus dem interview es sich wahrscheinlich wünscht- denn wir sind doch alle gegen den staat. fürs nächste heft wünsche ich mir eine unkommentierte beilage aus “mein kampf”, denn da steht auch viel über bewegung,juden und dem scheiß system drin!

  • Carlos meint:

    :-D Diese Diskussion ist ja mal der oberhammer! Da kommt mal ein “Kamerad” der braunen Truppe zu Wort und schon stehen alle Kopf und das pseudo-gelaber vom “unreflektierten journalismus” geht los… Das Gegenteil eines unreflektierten Journalismus ist eine Zensur. Das kann ja auch nicht der Weg sein!

    An so einem Interview scheitern die antifaschistischen studenten? Anstatt Emils Kommentare zu zerlegen und zu widerlegen, schreien alle nach mehr Zensur und einem “antifaschistischen Selbstverständnis”. Mit so einer Einstellung wäre es nur logisch, wenn antifaschistische Positionen irgendwann wieder zu den schwächeren zählen… Nicht weinen, sonder kontern und gegenargumentieren! Diese Ideologie kann man nur mit Argumenten bekämpfen und nicht mit schreien und flennen!

  • Sesam Brötchen meint:

    [ironie]Die gemachten Kommentare sind ja an Sachlichkeit kaum zu überbieten.[/ironie]
    Wüsste man es nicht besser, so könnte man davon ausgehen, dass diese Zeitschrift ausschließlich von Hauptschülern(vollidiotischer-studenten-hippi oder deine muddah als Beispiel) gelesen wird. Wobei ich mit meiner gemachten Äußerung keinen Hauptschüler diskreditieren möchte.
    Glücklicher Weise ist mir aus meinem eigenen Umfeld bekannt, dass die stattgefundene objektive Berichterstattung sehr viel Zustimmung innerhalb der Studentenschaft gefunden hat und die Meinung der “Straße” ist eine andere, als die hier vermittelte. Da können die Kollegen aus der ultralinken und faschistischen Ecke noch so viel keifern, einseitige Berichterstattung wird nicht gewünscht und ich möchte mit den Worten von Wowereit schließen:
    “Das ist auch gut so.”

  • Hoffmann meint:

    Wer einen Nazi fragt für was er kämpft, aber nicht für wen, der hat etwas vergessen. Auch die nächsten beiden Fragen versuchen den “Nazi” als Menschen interessant zu machen, ihn zu Wort kommen zu lassen. Aber warum wird denn jemand der es offensichtlich für notwendig hält “Widerstand” zu leisten, jemand der genau aus diesem Grund interviewt wird nicht nach seinen tieferen Motiven befragt. Er will sein Bild in der Gesellschaft entzerren, kommt aber mit der Antwort davon, dass er seine Ziele, also das entzerrte Bild nicht nennen “kann”. Wo ist das die Nachfrage die erst eine tatsächliche Antwort liefert?
    Warum wird eine Antwort á la die Medien sind alle links akzeptiert und nicht kritisch hinterfragt?
    Mir fehlen in dem Interview die Fragen auf die Antworten. Warum wird nur israelischer Imperialismus als negativ dargestellt? Was soll eine unspezifische Frage wie “Was ist mit Extremisten, Schlägern, Kriminellen?”, Warum darf er ständig auf Fragen ablehnen, sagen, das etwas zu intim ist, nicht für die Öffentlichkeit bestimmt?. Warum kann jemand unwidersprochen behaupten, dass nicht die Mehrheit der Leute Nazis ablehnen? Wie kann ein “deutscher” Nazi behaupten, dass es in Deutschland immer weiter bergab geht? Warum kam keine Frage zum Holocaust? Warum fehlen die Fragen zur braunen Schlägertrupps, nicht in Jena, aber in Möln oder Berga/Elster? Woher die Einschätzung der Unique, das FdV wäre etabliert, wenn 2008 das FdV nicht in Jena sondern in Altenburg stattfand?

    Mir fehlen in dem Interview bei praktisch jeder Frage die Nachfragen, ganze Themenkomplexe (Gewalt auf Demonstrationen, vgl. Hamburg, Gewalt gegen Ausländer, Verherrlichung des Nationalsozialismus, Leugnung des Holocausts). Statt dessen wurde hier eine Plattform zu Verfügung gestellt auf der unkritisch auf einer Doppelseite Nazi-Ideologie propagiert wurde. In dem Interview steckt nichts neues, nichts unbekanntes, nichts ehrliches und nichts was es verdient veröffentlicht zu werden. Es gibt einen guten Grund, dass in anderen Zeitungen keine Nazis interviewt werden. Sie lügen und fressen Kreide. Und Nachts überfallen die gleichen Nazis Zeltlager und schlagen dort mit Klappspaten auf Kinder ein. Oder hetzen Ausländer durch eine Stadt. Oder, oder, oder…
    Wer was über Nazis erfahren will kann auch ins Wahlprogramm der NPD schauen oder sich auf den einschlägigen Internetseiten informieren. Dafür braucht niemand ein derart schlecht geführtes Interview.

  • Kitten meint:

    Ich würde gerne auf ein paar Bemerkungen eingehen, die ich in dieser Diskussion untragbar finde und versuchen dabei so weit wie möglich nicht persönlich zu werden:

    Sesam: “die Meinung der “Straße” ist eine andere, als die hier vermittelte.”

    Für mich ist damit genau das eingetreten, was der “Kamerad Emil” (wie er ja hier so schön euphemistisch dargestellt wird) erreichen wollte. Noch schlimmer ist diese blinde Akzeptanz neofaschistischer Gruppierungen. Sorry, aber setzt Ihr Euch mit der Ideologie der Rechtsextremen auseinander? Wisst Ihr was im Braunen Haus abläuft und wer da alle zu Besuch ist? Dazu noch dieser Spruch mit der Meinung der Straße, die anscheinend eine Autorität besitzt.. Man hat in der deutschen Vergangenheit gesehen, zu was der deutsche Mob alles fähig ist..

    Das ist echt eine krasse Verhöhnung von Opfern rechter Gewalt. Die Gewalttätigkeit wird mit keinem Wort von Euch erwähnt. Der steigende Organisationgrad, das “friedliche” Fest der Völker- die “wehrhafte Demokratie” wird das schon aushalten… Hauptsache Ihr seid davon nicht betroffen und schaut immer schön weg, wenns mal knallt…

    Der nächste Punkte ist das argumentative Auseinandersetzen mit diesem Interview.. Sorry, aber ich seh da keinen Ansatzpunkt. Das ist ein plumpes Phrasengedräsche, nix Konkretes, Verdrehung von Tatsachen und die Darstellung als Saubermann, auf das anscheinend echt gut reingefallen wird.

    Daher kritisiere ich die Interviewführung, die weder nachhakt noch krasse Unwahrheiten unkommentiert stehen lässt oder noch besser solche Fragen stellt: Die Systemmedien sind also ausschließlich links? Wie kann man denn den Gesprächsverlauf so aufbauen? Reflektierter Journalismus?
    Das ist echt peinlich,sorry….

    Abschließend will ich nochmal sagen, dass ich hoffe, dass keiner diesen kleinkarrierten Scheiß unreflektiert aufnimmt, der da fabriziert wurde. Die unpopulären Themen werden natürlich von Redaktion und “Emil” ausgespart… Macht die Augen auf und schaut nicht weg!

    http://www.textlog.de/tucholsky-rosen-weg.html

  • Frank meint:

    Mich würde mal der originale Fragenkatalog interessieren, zu dem diese Nasen nicht antworten wollten! Scheinbar muss jedes einzelne Wort abgesegnet werden, wie arm.

    Zitat von n-w-j : “Immer wieder flammen innerhalb der Aktionsgruppen Diskussionen auf, wenn von „etablierten“ Medien Interviewanfragen an uns herangetragen werden. Wie soll man reagieren, ohne die Entscheidung im Nachgang zu bereuen. Auch im aktuellen Fall war es nicht anders und der im Vorfeld zugesandte Fragenkatalog ließ eigentlich nur einen Entschluß zu: dieses Interview findet nicht statt, denn die eigentliche Fragestellung war sehr einseitig und das Ziel offensichtlich – ein weiterer Schritt in der Diskreditierung der nationalen Sozialisten Jenas. Nachdem dieser Zustand moniert wurde, erhielt man einen abgeänderten Fragenkatalog und dieser führte schließlich zu der Entscheidung das Interview durch einen unserer Aktivisten zu geben.”

  • Sesam Brötchen meint:

    @Kitten
    Eigentlich wollte ich gar nicht auf Dein Gestammel eingehen, schließlich hättest Du Dir Dein Posting auch gleich sparen können. Doch gerade im Bezug auf linke Medien ist doch das Unique das beste Beispiel, schließlich steht in der Einleitung des Interviews “Aus gutem Grund bieten die meisten Medien Nazis keine Plattform für ihre Meinungen. Diesem Grundsatz ist auch die Unique verpflichtet.” Noch Fragen?
    Schnelles anderes Beispiel. Ebenfalls eine Studentenzeitung aus Jena, namentlich das Akrützel, hat auf seiner Netzseite folgende Bildunterschrift gewählt “Brutstätte der Dummheit: das “braune Haus” in Lobeda.” Ohne Kommentar.
    So könnte man die “Beweiskette” fortführen, was ich aber bei Dir als sinnlos erachte.

  • deine muddah meint:

    @Sesam Brötchen
    allein der fakt,das solchen gestalten wie dir(harter knecht ausm braunen haus,oder gar dj wolle)eine plattform gegeben wird,spricht bände über das ergebnis eines solchen interviews!da helfen letztendlich auch deine weichbirnigen pseudoargumentationsstrukturen nich viel!das zu schreiben “Aus gutem Grund bieten die meisten Medien Nazis keine Plattform für ihre Meinungen. Diesem Grundsatz ist auch die Unique verpflichtet.” und dennoch ein interview zu führen, ist nichts anderes als sich selbst einzugestehen,dass es der falsche schritt sein könnte! eine besondere erleuchtung trau ich dir und deinen ostdeutschen bauern auch nicht zu-einen haufen von schülern und arbeitslosen…viel erfolg

  • Sesam Brötchen meint:

    @deine muddah
    Erstmal hast Du mein Mitleid für Deinen Benutzernamen, dieser suggeriert mir das Du keine eigene Mutter hast.
    Mitleid hast Du weiterhin von mir, weil Du mich aufgrund von ein paar Sätzen sofort im Braunen Haus vermutest. Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich das nun als Lob oder Tadel auffassen soll.
    Und zu guter Letzt kannst Du Dir sicher sein, dass ich Dich aufgrund Deiner einfach strukturierten Menschenkenntnis in mein nächstes Gebet mit einschließe und bemitleide. So wie ich das mit allen Schülern und Arbeitslosen schon seit Jahren mache. Ostdeutsche Bauern werde ich wegen Deiner Anmerkung aber künftig auch mit einschließen.
    In diesem Sinne…
    Gott liebt auch Dich.

  • Ace meint:

    Ich finde das gegebene Interview und den mutigen Schritt der Gestalter des Heftes einen Beweis dafür, dass es zumindest in manchen Teilen der Gesellschaft zumindest noch ein demokratisches Grundverständnis gibt…

    Die Kommentare dazu zeigen aber auch wieder, dass gerade auf der Seite, die sich Begrifflichkeiten wie “Toleranz” auf die Fahnen schreibt, genau diese deutlich fehlt !

    Was jammert man rum, wenn man die “Nazis” doch eh kaum als Gefahr -da zu dumm und ohne wirkliche Bildung- verortet?

  • steineschmeisser meint:

    hoffe die gesamte redaktion wird rausgefeuert.

    Linksfraktion verlangt Konsequenzen nach NPD-Interview in Uni-Zeitung

    Erfurt/Jena (ddp-lth) Die Linksfraktion kritisiert die Veröffentlichung eines Interviews mit einem NPD-Funktionär in der aktuellen Ausgabe der Jenaer Uni-Zeitung «Unique».

    Erfurt/Jena (ddp-lth). Die Linksfraktion kritisiert die Veröffentlichung eines Interviews mit einem NPD-Funktionär in der aktuellen Ausgabe der Jenaer Uni-Zeitung «Unique». «Weder Fragestellung noch thematische Einbindung zeigen irgendeine Distanz oder Kritik an den Aussagen des Rechtsextremisten», sagte Hochschulexpertin Susanne Hennig am Donnerstag in Erfurt. Gängige Floskeln der NPD, wie beispielsweise Angriffe auf die Presse oder Werbung für ein rechtsextremes Zentrum in Jena-Lobeda, seien abgedruckt worden. Sie erwarte nun von den Studentenvertretungen «ein deutliches Zeichen». Die Klärung der Verantwortung und personelle Konsequenzen in der Redaktion seien die «einzigen glaubwürdigen Signale».

    Durch das Interview erhalte die NPD ein Podium, das ihr sonst in anderen Medien verwehrt werde. «Wer sich wirklich mit der NPD auseinandersetzen will, darf deren Funktionären nicht auf den Leim gehen, auch dann nicht, wenn sie Kreide gefressen haben», fügte die Abgeordnete Sabine Berninger hinzu. Fragen wie «Wogegen oder wofür kämpfst Du?» oder «Wie sieht das Land aus, in dem Du leben möchtest» seien «Einladungen an Neonazis», für sich und ihre Ziele zu werben. Aus politischer Naivität oder aus falsch verstandenem Hang zur Provokation sei hier der Pressekodex verletzt worden.

  • Thomas meint:

    Also, ich schließe mich hier mal nicht dem “oh, ein Interview mit einem Nazi – das ist aber böse…” an. Wer so denkt, hat wohl zu große Angst, dass an den Argumenten der Faschos doch was dran sein könnte und sie daher besser nicht öffentlich zuwort kommen sollten.
    Doch hier endet meine Anerkennung für diese Interview auch schon. Ich denke, ihr hatte mit diesem obskuren Gesprächspartner eine große Chance die ganze Nazidenke mal richtig offen zulegen und zu zeigen, dass außer Weltverschwörung und Minderwertigkeitskomplexe nicht viel los ist mit dieser Ideologie. Doch dann solche Fragen!!! Unglaublich!!! Habt ihr da Leute hingeschickt, die zum ersten mal ein konfrontatives Interview geführt haben? Es gab im Laufe des GEspräches so unendliche viele kritische Anschlußmöglichkeiten – unglaublich sie einfach liegen zu lassen um wieder auf allgemeine offene Fragen zurück zufallen. Allein der Teil mit der bösen linken Prsse – oh mann – wie könnt ihr diese Gelegenheit so ungenutzt lassen? Die Medien verdrehen immer alles und sind so böse – wir lassen keinen rein – alles geheim… Ja was den nun klandestin oder von der Öffentlichkeit verheimlicht? Was gibt es zu verbergen, wenn doch alles so harmlos und weltoffen ist?
    Auch der ganze TEil mit “wie stellst du dir deine Welt vor.” Verpasst Chancen im Sekundentackt? Wieso ist Israel anders als andere Staaten? Fast jede Staatenbildung hat mit Verteibungen begonnen – nicht schön – aber doch wahr, also was macht Israel nun so besonders? Ist es evtl. der überwiegend jüdische Glauben der Einwohner? Was ist jetzt genau mit den Ausländern? Ist es nur ein Verrat am eigenen Land? Oder geht es nicht doch um xenophobe Urängste der Überfremdung? Was ist mit Pluralismus? Nur in der eigenen Szene oder gilt es auch für die Gesellschaft allgemein? Wenn dem so ist, wieso dann immer dieser Feindbeschwörung? Was ist mit Menschen die ihre Einstellung nicht teilen und auch noch aktiv gegen diese politischen Ansichten vorgehen? Was ist in der Wunschwelt denn mit Repression, gegen wen, in welchem Ausmaß?

    Also alles in allem: Gut gemeint – aber extrem extrem extrem!!!! schlechte Ausführung? Habe selten ein so schlechtes Interview gelesen – da war viel drin – leider nicht genutzt… Es bleibt das dumme Gefühl da durfte ein nicht wirklich intellektuell auf der Höhe befindlicher Nazi Werbung für dumme Ideen verbreiten ohne ernsthaften Widerspruch zu bekommen.
    Also beim nächsten mal (wenn es sowas geben sollte) besser vorbereiten und fähige Leute dahinschicken….

  • Wossi meint:

    Das Interview ist ein Tiefpunkt akademischer Kultur und ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die tagtäglich verbal und handgreiflich durch den rechten Mob bedroht werden. Es verharmlost rechtes Gedankengut und trägt zur Normalsierung von Rassismus und Antisemitismus bei. An der Uni in Jena muss man sich Sorgen um das demokratische und politische Bewußtsein der Studierenden machen. Und die Studierenden dort sollten sich Sorgen um ihren Ruf machen, auch und gerade bei potentiellen Arbeitgebern.

  • Ace meint:

    @ “Wossi”

    “Das Interview ist ein Tiefpunkt akademischer Kultur…”

    Da frage ich mich jetzt natürlich, wie Sie “akademische Kultur” definieren!? Das kann ja nicht wirklich auf Toleranz und Gleichheit beruhen oder irre ich da?

    Wo ist eigentlich das Problem? Eine Zeitung hat doch heute die Freiheit seine Themen (ergo auch seine Interviewpartner) selbst zu wählen oder interpretiere ich die Pressefreiheit als wichtigen Grundpfeiler eines freiheitlichen Staates falsch?

    Mir gefällt vieles nicht, was in der Presse steht! Man nehme nur das Interview mit dem verwirrten Pfarrer König (denn ich so um 2000 bei einem Antiagressionstraining kennen lernte und der damals von den “Roten Kmäern” schwärmte), aber es ist nunmal das Recht der Redaktion zu befragen wen sie für richtig halten. Selbt Ihre Wertung sei ihnen überlassen, denn selbst das ist die Freiheit der jeweiligen Gestalter…

    Im übrigen: Das Gegeifere hier entblöst das System des gesellschaftlichen “Vernichtungsschlages” gegen alles was abseits der intoleranten Norm sich meldet, welches nun zum Glück langsam aber sicher an Effizienz verliert!

  • Unbekannt meint:

    Solch dümmlichen und heuchlerische Kommentare hab ich selten gelesen, da wird von dem linken Spektrum immer die Meinungsfreiheit und Pressfreiheit gefordert, nach Demokratie und Toleranz gerufen und wenn es dann mal einen Funken dessen gibt, wird sich beschwert das es sowas nicht geben dürfte.Bei solch einem Artikel zeigt sich immer wer die Argumente auf seiner Seite hat, es sollte doch kein Problem für die Linke sein, einmal öffentlich mit den sog. “Nazis” zu diskutieren und diese, wenn möglich, mit Argumenten zu schlagen, anstatt jedesmall aufs neue mit irgendwelchen sinnlosen Hetzreden oder Gewaltaktionen zu “kontern”, und sich dann evtl. noch beschweren wenn etwas zurückkommt.

    Gruß DerUnbekannte

  • Wossi meint:

    An alle und besonders an Ace!

    Nein, es ist nicht alles eine Definitionsfrage. Hinsichtlich der akademischen Kultur haben sich gerade im letzten Jahrhundert Mindeststandards herausgebildet. Dazu gehört z.B., dass für Repräsentanten menschenverachtenden Denkens wie Rassismus und Antisemitismus an einer Alma Mater kein Platz sein darf. Über diese Standards sollte man sich gerade an der Uni Jena bewußt sein, lehrte dort doch der Zoologieprofessor Ernst Haeckel, ein Wegbereiter des rassistischen Antisemitismus in Deutschland.

    Angesichst des geschichtsvergessenen Relativismus hier im Forum fällt mir nur das Zitat von Douglas Adams ein, kein Zoologe, kein Rassist, sondern Science Fiction Autor:

    “`Das war ja einfach´, sagte der Mensch, bewies, dass schwarz gleich weiß ist und kam auf dem nächsten Zebrastreifen ums Leben.”

    Deshalb: Take care at the crosswalk!

  • André meint:

    Bezeichnend, das ganze rum Geheule hier. Den ganzen Tag damit beschäftigt sein, für sich und seines gleichen Freiheit und das Recht auf weiß der Geier was einzufordern, um es im gleichen Atemzug allen die einem nicht passen selbiges Recht abzusprechen. Diese “Aufklärerische, Aufgeklärte Linke” die aber kurioser Weise, keine Probleme mit einem die Freiheit einschränkendem “Pressecodex”( Siehe Pressemitteilung der Landtags Fraktion der Linken) hat. Was soll das überhaupt sein?? Ein Pressecodex. Nicht über politisch anders Denkende zu berichten? Dessen Meinung zu verzerren und in ein dem eigenen Weltbild genehmes Licht zu stellen?
    Hmm naja ich vergaß die SED-PDS-Linke ist da anders gewohnt (gleichgeschaltete Presseberichterstattung usw. siehe Neues Deutschland/Volkszeitung usw. eben alles was vor 1989 so gang und gebe war). Ich versteh auch nicht wo da die Probleme sind.
    Die Hardliner der Linken schreien “Frechheit mit solchen Typen überhaupt zu sprechen”. Die nicht ganz so abgebrühten und vermeintlich intelligenteren und die Weisheit mit Kellen in sich schluckenden Genossen behaupten, man hätte die sich gebende Change nutzen können um diese Menschenverachtenden Idioten vorführen und Ihre Kreide fressenden Vorturner entlarven müssen.
    Ja ne iss klar ne. Eines der Probleme in solch einer Diskussion ist doch schon mal, das man dem Gegenüber nicht zutraut, das er nach seinem Gewissen handelnd, das Beste für seine Mitmenschen erreichen möchte. Daß dies durch ideologische Grenzen und Blockaden geprägte Verhalten, erst einmal durch das Sprechen miteinander aufgebrochen werden muß, dürfte für Zustimmung bei jedem halbwegs klar denkenden Menschen sorgen.
    Erst wenn ein ungezwungener Umgang miteinander herrscht, ist die “Gegenseite” für einen selbst glaubwürdig und man ehr bereit deren Argumente anzunehmen und diese zu berücksichtigen. Bis dahin wird wohl ein in Schubladen und Blöcken denkende Opposition zum derzeitigen System, ehr damit beschäftigt sein sich gegenseitig fertig zu machen als sich mit den wirklichen Problemen in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen.
    Bis dahin
    Grüße ;-)
    André

  • Ace meint:

    @ Wolli

    Rein rechnerisch könnten sich diese standarts aber gerade einmal über etwas mehr als die 1/2 der Zeit des letzten Jahrhunderts berufen oder?

    Nicht gerade eine überwältigende “Mehrheit” an Jahren für für ein Urteil was Du da fällst oder?

    Man kann jetzt sicher darüber diskutieren in welcher Form man an Universitäten politische oder weltanschauliche Propaganda zulassen sollte oder nicht, aber ist es nicht regelmässig das Unigelände, was zu undemokratischen Blockadetrainings gegen legale und demokratische Versammlungen und Demonstrationen aufruft?

    Wenn man schon von einer Kultur sprechen will, dann sollte man zuerst einmal diese von den heuchlerischen Versatzstücken befreien um sich nicht gänzlich unglaubwürdig zu machen finde ich …

    Trotz allem die besten Grüße in die Runde

    Ace

  • sylvia meint:

    Was für ein kleibürgerliches Gezeter!
    Wir rühmen uns in einem demokratischen Land zu leben.
    Ich komme noch aus einer Zeit, wo der Parteisekretär hinter der Tür gelauscht hat, was ich mit meiner Kollegin , die die Ausreise ( damals noch in die BRD) beantragt hatte , gesprochen habe.
    Sind wir wieder soweit ?
    Das Interwies sollte uns aufrufen unseren eigenen Standpunkt zu überdenken.Sicher ist es einfacher sich in die Peusowelt der “verbotenen Liebe” u.ä. zu flüchten und danach zu sagen, das habe ich aber nicht gewollt und gewußt.
    Was ist denn aus dem Anschlag auf den Passauer Polizeipräsidenten Mannichl geworden ? Erst großes Geschrei über NPD Verbot und heute, ein paar Wochen später nichts mehr – Ruhe-.immer nach dem Motto, was geht mich das an, wo liegt eigentlich Passau? Auf jedenfall nicht in Thüringen.
    Warum können wir nicht Herrn Mannichl unterstützen als mit Gegendemo´s gegen NPD Aufmärsche nur zu reagieren statt zu agieren?
    Die sollte die Reaktion auf das Interview sein.
    Nicht der Kommentar der Linken Landtagsfraktion ,das sieht doch ganz danach aus; endlich haben wir ein Thema für Wählerfang zum Wahlkampf gefunden.
    In diesem Sine an die Reaktion, macht weiter so.
    Die Meinungsfreiheit ist im Grundgesetzt verankert.

  • der_wuetende meint:

    Der Kampf des nationalen Emil

    Als bewegende Geschichte
    Aus dem wirklich wahren Leben
    Hat die UNIQUE „Mein Kampf“ von Emil G.*
    Jüngst zum besten gegeben

    Schweigen und Hetze erntet Emil sonst
    Für seinen Widerstand
    Nur UNIQUEs Lutz und Fabian
    Reichen ihm presseethisch die Hand

    „Wirdeutsche haben vergessen
    unsre nationale Identität“
    In UNIQUE stellt sich Emil die Fragen
    Und erläutert sie ganz konkret

    „Wofür ich kämpf? – Wie ein Idealist
    Mit dem Rücken zur Wand
    Gegen Ausufern, Turbo und Kahlschlag
    Und für unsern weitern Bestand“

    * Name und Alter von der Redaktion geändert

    Bei Gelegenheit versuche ich, dieses Gedicht zu vollenden bis zum dramatischen Schluss: dem gemeinsamen Martyrium von Fabian und Emil im Phosphorfeuer der israelischen Armee in Gaza.

  • André meint:

    Hallo sylvia,
    die Geschichte mit dem Manichel willst Du doch aber jetzt nicht wirklich ansebnitzen oder? Jedem halbwegs klar denkendem Menschen ist doch mittlerweile klar ” Oder hat der das etwa selbst gemacht?” frei nach “Bandbreite”. Du kannst diesen Halbgeweihten doch nicht ernsthaft als Grund gegen den Kampf, gegen was auch immer anführen. Naja außer vieleicht für “stärkere Psychopharmaka auch für Polizeibeamte!”
    Ansonsten bleibt es dabei es ist bezeichnend wie die meisten Reagieren sobald jemand das was er als Journalist eigentlich machen sollte, nämlich unparteisch Berichten. Für gegenwind ausgesetzt ist. Mein Mitleid hält sich in Grenzen sieht der Betreffende doch mal wie es sein kann in einem der freieseten Staaten die es jemals gab auf deutschem Boden.
    Gruß André
    braun wird ja hier zensiert!

  • wunderbar meint:

    Ist schon Klasse hier, fast wie ein richtiges Forum wo man mit echten Nazis mal diskutieren kann, und das auch noch mit zwei sog. Kadern des “nationalen Widerstands” (Hallo André Kappke und Thomas “ACE” Gerlach). Die sind ja eigentlich ganz nett, vielleicht bis auf , das sie den Holocaust leugnen, den Juden (dem sog. “internationalen Großkapital”) die Schuld an allem “Unheil” geben, Rudolf Hess (den stellvertreter Adolf Hitlers) als Märtyrer für den Frieden ansehen, alle Ausländer die nicht “germanischer Abstammung” sind sofort Abschieben wollen, egal ob ihnen dort der Tod droht, das sie die Todesstrafe wieder einführen wollen, ach das könnte man ja noch ewig so weiterführen. Aber mal ganz abgesehen davon, sooo schlimm sind die doch gar nicht und diskutieren hat ja noch keinem geschadet.

    Na dann Prost,

    vielleicht kann man sich ja in Zukunft 1 mal im Monat dann an einem politischen Stammtisch (vielleicht in einer Kneipe oder einem Bierkeller) treffen und über Deutschland diskutieren.
    Aber halt, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor?!

  • Otto meint:

    Die persönliche Stellungnahme der Redakteure ist jedenfalls deutlich besser gelungen, als der Artikel. Eigentlich steht da alles drin: Ein relevantes, schwieriges und kontroverses Thema, leider aber kein sehr professioneller Journalismus- mit unschönen Folgen.
    Studentenzeitungsredakteure, die über ihre mangelnde Professionalität gestolpert sind, persönlich derart anzufeinden (s.o.), finde ich unter Kommilitonen allerdings unangemessen.

  • André meint:

    Hallo WunderBar,
    zum einen möchte ich Dich bitten wenn Du mich schon persönlich vor schiebst erstens meinen Namen richtig zu schreiben, und zweitens auf sinnlose dümmliche Unterstellungen zu verzichten.
    Ansonsten jetzt all zu intensiv auf Deinen Beitrag einzugehen ist wohl eh Sinnlos, da Du meine Meinung ja, wie ich das schon schrieb ehr als „Schutzbehauptung“ und kreidefressendes Schöngerede abgestempelt würde. Ganz unkommentiert lassen möchte ich es dann aber doch nicht.
    …[zensiert, Anm. d. Red.]
    Des weiteren muß ich Dich enttäuschen was Dein internationales Finanzjudenkapital angeht. Sicherlich wird ein nicht ganz unerheblicher Teil de Finanzmarktes gemessen an der geringen Prozentzahl jüdischer Kapitalisten relativ hoch sein. Ich bin jedoch weit entfernt davon eine jüdische Finanzverschwörung für die Mißstände auf der Welt verantwortlich zu machen.
    Diese Probleme beruhen auf logischen Vorgängen bei denen es egal ist ob Sie von einem Juden, Russen, Ami oder Deutschem verursacht werden. Ich halte das zügellose Wirtschaftssystem für schuldig und uns alle die wir in diesem System mitspielen. Das fängt beim kauf des billigen Kaffees im Lebensmitteldiscounter an und hört beim Billigobst auf. Aber das führte jetzt zu weit. Ich halte Rudolf Hess für wahr für einen Friedliebenden Menschen, wer sich mit dem was er dachte und tat auseinander setzt wird recht schnell diese Einstellung bestätigen. Hess war ein hoffnungsloser Romantiker und alles nur kein wirklicher Politiker. Seine Rolle im dritten Reich wird von den meisten sich als links verortenden Menschen völlig überschätzt.
    Wenn ich aus welchem Grund abschieben lassen möchte und ob dies einen ethnischen Hindergrund hat mußt du auch mir überlassen. Auch hier wäre es eine langatmige Diskussion wobei dies hier sicher nicht der richtige Platz ist bin ich jedoch gerne zu einer solchen Diskussion bereit. Und da kommt Deine Anregung mit der Kneipe ins Spiel das wäre doch mal lustig. Ich habe solche bzw. ähnliche Geschichten mit aufgeschlossenen „Linken“ schon des öfteren gemacht und geschadet hat es bis jetzt nur den Vorurteilen.
    Also bis dahin Freunde und Feinde lockerer werden!
    Grüße André

  • THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Mit Nazis reden? meint:

    [...] stadtbekannten Jungnazi zum Gesprächspartner und ließ sich von dem geschulten Kader schlachten. Man stellt Fragen wie diese: Unsere Einstiegsfrage, die wir auch bei unserer Straßenumfrage gestellt haben, lautet, wogegen [...]

  • Taternkreuz meint:

    Es ist durchaus interessant, diese Diskussion hier bei euch, der Jenaer Studentenschaft, zu verfolgen. Auch ich studierte dereinst, aber nicht bei euch in der schönen Stadt Jena. Denen allen, welche hier mit Ungeheuerlichkeiten auf die Redakteure werfen soll gesagt sein, daß sie absolut korrekt gehandelt haben und sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Die ungeheuerlichen Angriffe mancher Inquisitoren, einzig und allein dem Verhalten eines Generalinquisitor Tomás de Torquemada von der Spanischen Inquisiotion vergleichbar, sind völlig haltlos! Was taten die Gescholtenen? Sie führten ein Gespräch, ja, sie sprachen mit einer Gruppe von Menschen, denen ansonsten wohl das allgemeine Lebensrecht abgesprochen wird. Die skrupellosen Schlägerbanden des Roten Terrors, welche auch ich schon desöfteren im Einsatz sah, sind durch nichts legitimiert! Sie üben jetzt Rufmord an den durchaus guten Redakteuren dieses eures Studentenblattes.
    …[zensiert, Anm. d. Red.]
    Daß die völlig unsinnigerweise “Nazis” gescholtenen national eingestellten Menschen nichts weiter sind als politische Widerstandskämpfer, kommt in vielen links indoktrinierten Hirnen nicht an! Nach dem Geschrei der linken Extremisten zu urteilen, könnte es jeden Moment so weit sein, daß die KL’s (korrekte Bezeichnung KL und nicht KZ, die Tafeln von Auschwitz zeigen das Original heute noch) jeden Moment vor der Wiedereröffung stehen. Es ist schlichtweg unglaublich, was die Medienhuren in diesem Land für einen unglaublichen Schund produzieren. Da wird ein Junge von “Neonazis” im Freibad von Sebnitz ertränkt, da wird einem jungen Mädel von “Neonazis” ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt und die Lettern können nicht groß genug sein. Die ganze Welt soll sehen, wie weit es in Deutschland schon wieder ist mit dem “Faschismus”! Das an all den Vorgängen nicht ein Fünkchen Wahrheit wahr, daß steht dann nicht mehr auf den Titelseiten. Das findet man dann entweder gar nicht oder nach Wochen auf der 5. oder 6.Seite in einem kleinen Sätzchen, ganz verschollen am Ende des Blattes. Viele Journaillien halten es gar nicht mehr für nötig, noch irgend etwas Berichtigendes im Nachhinein zu veröffentlichen!
    Der BRD-Journalismus kann nicht tiefer sinken, als er ohnehin schon gesunken ist! Eine unendliche Tragodie! Wir werden belogen, wenn sie anfangen ihre Blätter zu drucken bis zur letzten Minute, wenn die Druckerpressen ausgeschaltet werden. Jeder halbwegs denkfähige Mensch hat hier schon lange erkannt, daß auch der kleinste Versuch, die wahren Zustände und Gegebenheiten in dieser von Wirtschaftsverbrechern und korrupten Politikern regierten BRD aus nationalem Blickwinkel zu kritisieren und zu brandmarken, sofort und reflexartig mit der “Nazikeule” erschlagen wird. Da werden Gelder an Kampforganisationen gegen Rechts verteilt, massgeblich z.B. von der Amadu-Antonio-Stiftung an hunderte Kampftruppen ausgereicht, deren Chefin eine “Stasisau” war und schon zu DDR-Zeiten regimekritische Bürger an die Henker des Mfs verraten hat! Teilweise sitzen dieselben Leute in der BRD wieder hinter Gittern, welche schon in der DDR aufmüpfig waren!
    Was geschieht hier eigentlich? Da gröhlen blutjunge “Antifas” bei Gegenaufmärschen der Linksextremisten in Richtung “Nazis” irgendwas von Kapitalistenschweine und lauter so ein unglaublich dummes Zeug. Die ärmsten von allen in diesem Land sind die Mannen von der NPD! Das ist ein Fakt! Die mit Millionen und Abermillionen versorgten etablierten Parteien, einschliesslich Linkspartei, welche wirklich den Kapitalismus verkörpern und schützen, gelten hingegen als “Demokratisch”! Wie in diesem Land die wahren Verhältnisse durch Massenmedienmanipulation verdeckt und kaschiert werden, ist eine Ungeheuerlichkeit! Ich gehöre keiner Partei an, mein Leben lang schon nicht, aber selbst den politisch Dümmsten geht hier so langsam ein Licht auf, wie in dieser “Antifarepublik” vorgegangen wird. Den politisch allerdümmsten, den meist blutjungen Kämpfern der Roten Garde, wird Tag und Nacht suggerriert, sie seien die wahren Rächer, sie seien moralisch in allen Rechten, denn schliesslich bekämpft man ja Neuen Faschismus!
    …[zensiert, Anm. d. Red.]

    Warum wird die SED so normal in dieser BRD behandelt, so wie jede andere etablierte Partei auch?
    Vor 25 Jahren wollten sie dieses Land auslöschen, da unversönlicher Klassenfeind! Warum verteilen nachweisliche alte Stasikader heute Gelder gegen Rechts? Der größte Fehler, den junge angeblcihe Linke machen, ist eine sog.Rechtspartei gleichzusetzen mit Extremkapitalismus! Da wird die offene kommunistische Wühlarbeit sichtbar! Auch ich glaubte mein halbes Leben ganz überzeugt, nicht ist logischer als Marx, nur diese Ideologie ist zukunfstfähig. Was das für ein gewaltiger Irrtum war, ist mir erst in den letzten 5 Jahren aufgegangen……Man befasse sich mit der Oktoberrevolution, aber richtig, möglichst mit ausländischer Literatur! Dort wird der interessierte Forscher Dinge feststellen, die ihn vom Glauben abbringen! Von wegen Aufstand der russischen Arbeiter und Bauern gegen den bösen Zaren, einfach lächerlich. Es gibt nur einen gültigen Weg, man folge den Strömen des Geldes, dann kommt man zu den Ursprüngen.
    …[zensiert, Anm. d. Red.]
    So, nun dürft ihr aber verbal auf mich eindreschen, ihr Dummen und Ungebildeten, grins

    Tschüss

  • Frank meint:

    @taternkreuz:
    du scheinst ja deinen satire-artigen text selbst nicht ganz so ernst zu nehmen; das ist ja schon ein löblicher Ansatz ;-) hättest ihn aber auch gleich irgendwo für dich aufschreiben und uns damit verschonen können – Danke!

  • Von wegen Gemütlichkeit: Die letzten linken Studierenden sitzen in Jena « rosa extra blatt meint:

    [...] Interview [auch die Kommentare lesen =)] schlug hohe Wellen, “Sie sind unter uns” wird getitelt [...]

  • TB meint:

    @Diskussionsteilnehmer:
    Was mir hier in eurer “Auseinandersetzung” fehlt, ist eine grundsätzliche Form von Diskussionskultur. Hier werden zwar durchaus Standpunkte bezogen und strategisch klug mit polemiken untermauert, aber Argumente, und seien es die von der Unique-Redaktion bezüglich der Vorwürfe, werden einfach nicht aufgenommen.
    Es ist schön, wenn ihr eine Meinung habt, sie sollte sich doch aber auf Argumente stützen bzw. überhaupt einer Kritik ausgesetzt werden können, aber eben auch sollen…
    Ja, viel normatives Gefasel…. Ich verfolge es mit einem gewissen Amüsement, dass gerade die Mitbürger eine Meinungsbeschneidung fordern, die sonst den Rechten eben ihre Einfalt und ihr einbahniges Weltbild vorwerfen. Dies den Menschen zu erklären, scheint unlösbare Aufgabe. Nazis keine Plattform zu bieten, ist in erster Linie redlich. Dabei hören sie aber nicht auf, Nazis zu sein. Auch lassen sie dabei von keiner Gewalt ab oder ihrer Ideologie. Das Unique wollte einen Verständnishintergrund bieten, warum jemand Nazi ist und warum sie Zulauf haben. Natürlich können wir davon ausgehen, dass es alles dumme Menschen mit dem bösen Gen sind, aber, wie es doch eigentlich leicht verständlich zu sein schein, bringt dies nichts für eine grundsätzliche Auseinandersetzung. Wir können natürlich dem Unique Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus vorwerfen, wie interessanterweise schon getan wird, aber haben diese Vorwürfe eine Berechtigung? Die Kritik scheint vihser getragen zu sein von ausgezeichneter Dummheit, von Vorurteilen, Klichees und kruden Schlussfolgerungen bzw. einer Ignoranz gegenüber den eigenlichen Beweggründen der Redaktion.
    Scheinbar ist in dieser Welt kein Platz mehr für einen wertfreien Journalismus, der nicht selbst in erster Linie bewertet, sondern eine gewisse Denkleistung und die Bewertung bei dem Leser belässt. Ja, ich weiß, dass Nazis böse Menschen sind und mir ist es auch klar, wenn mir das die Unique nicht vor das Gesicht hält in fünf Meter großen Lettern. Diese Grundintelligenz, die nationalsozialistische Ideologie für tendentiell unbegründet und falsch zu halten, kann man jedem Studenten zu trauen und wenn sie nicht vorhanden ist, wird daran auch kein Aufruf des Unique etwas ändern.
    Im Moment halte ich die ganze Diskussion nur für einen falsch verstandenen Pluralismus und eine gewisse Art der Fremdenfeindlichkeit und Ignoranz… Eben jene, die gegen rechtsradikale Meinungen sind, verbauen sich jede Möglichkeit der konstruktiven Diksussion. Vielleicht am Ende ein wichtiger Satz: Auch Nazis sind Menschen.

  • Sven meint:

    @unique:
    erfrischend, Eure Unvoreingenommenheit, auch wenn ich denke, dass das Interview in dieser Form nie so gedruckt worden wäre, wenn Ihr die Konsequenzen erahnt hättet.

  • Taternkreuz meint:

    Tatsächlich, du empfindest meinen Text als eine Satire? (ich sag mal du, du tust es ja auch) Nun, mein letzter Satz könnte als Satire durchgehen. Mithin jedoch meinte ich meine dargebotenen Gedanken durchaus ernst. Es sind meine Erkenntnisse und Erfahrungen. Welcher Teil des Dargebotenen genau erscheint dir denn als Satire? Alles, oder nur ein bestimmter Teil? Bevor ich allerdings hier einen Disput beginne, möchte ich der redaktionellen Führung dieses Blogs ein Lob und Dank aussprechen, denn sie sind mutig! Sie widersetzen sich ganz offenbar den gesellschaftlich verordneten Maulkörben. Ein erstaunlicher Vorgang, vor allem auf Grund der Zugehörigkeit zum studentischen Milieu. Wer sich innerhalb dessen auch nur ein Stück weit von der gängigen Doktrin entfernt, wird mit Ausschluß aus dem Kollektiv bestraft. Dies sind unbedingte Erfahrungen, welche keines weiteren Beweises bedürfen. An die Adresse der Redakteure gerichtet: Sind Sie sich auch voll im Klaren darüber, daß Ihnen Ihr Tun selbst so schaden könnte, daß Sie Ihren Studienplatz verlieren könnten? Haben Sie die geringste Vorstellung davon, mit welcher Schlechtigkeit und charakterlichen Niederträchtigkeit hier vorgegangen wird? Sie begingen einen geradezu religiösen Affront, Sie ließen Angehörige des absolut Bösen, sog. Neonazis zu Wort kommen! Und das auch noch in einem Studentenorgan! Gäbe es heute noch die Möglichkeiten, auf welche ein Torquemada in seiner Zeit zurückgreifen könnte, Ihr Leben wäre defintiv auf’s gröbste in Gefahr!
    Sie sind wahrlich mutig, Sie sind aber offenbar auch ein wenig naiv, denn Ihnen ist mitnichten klar, daß es nichts gibt, keine Abartigkeit oder Intrige, welche nicht getan wird, um Ihnen ein weiteres Vorankommen im Leben zu verunmöglichen. Achten Sie in Zukunft genau auf Ihre Datenbestände, sowohl auf die Platten in der Redaktion als auch auf Ihre eigenen im privaten Bereich. Es liegt voll im Bereich des Möglichen, daß man dort demnächst die bösartigste Kinderpornografie auffindet. Achten Sie auch gut auf Ihre Konten, es kann durchaus sein, daß Ihnen demnächst ausgehend von bubiosen Konten auf den Bahamas eine halbe Million Euronen oder so zufliessen, das beweißt dann Ihre Mittäterschaft in einer mafiösen Struktur. Sie lachen?….Glauben Sie vielleicht auch noch an eine sog. friedliche Revolution der unzufriedenen DDR-Bürger im Jahr 1989? Welch ein ungeheuerlicher Massenmedienmist! Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, wie es wirklich war, hören Sie denen im Morgengrauen (natürlich im Frühjahr) mal ein wenig zu, sie werden es Ihnen flüstern. Um zu Ende zu kommen, vielen Dank für Ihre glanzvolle Mutleistung, das zu tun, was Sie taten! Meine Hochachtung an Sie! Zurück zum Zweifler an meinen Ausführungen. Glauben Sie nicht, das die Chefin der Amadeu-Antonio-Stiftung eine Stasiagentin war. Selbst auf hochoffiziösen Seiten kann man das nachlesen, deshalb wurde sie auch nicht Integrationsbeauftragte in Berlin. Um das zu erfahren, muß man nicht einmal unbedingt, sog. Neonaziseiten besuchen. Bezüglich der anderen von mir erwähnten Sachverhalte bin ich gern bereit, Ihnen mit entsprechender Literarur zur Seite zu stehen. Diese werden Sie in Ihrer UNI-Bibliothek mitnichten finden! Die übergroße Mehrheit junger Menschen ordnet sich ohne jedes eigene Denken der Massendogmatik unter, kritiklos! Die ihnen verordneten Wahrheiten, ob aus Medien oder in der Vorlesung oder im Seminar oder sonstwo, werden völlig unreflektiert hingenommen. Man muß ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben, um festzustellen, daß alles um uns herum eine manipulierte Welt ist. Da werden Millionen und Abermillionen Euronen von der Bevölkerung abverlangt, um einen angeblichen Klimakollaps zu bekämpfen. Befasse dich mit den Thesen und Veröffentlichungen des Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner an die deutsche Kanzlerin! Unsere Uni’s und Hochschulen haben nicht nur die Aufgabe, jungen Menschen eine fachspezifische Bildung an den Hals zu hängen, sondern und vor allem auch, sie zu unkritischen Dogmatikern der Massenhystrie und Verblendung zu machen. Natürlich wirst du das nicht so sehen, aber später, in 20, 30 Jahren wirst du dich an diese Worte vielleicht errinnern und feststellen, verdammt, so unrecht hatte der Mensch damals gar nicht! Ich habe selbst auch über lange jahre gebraucht, um mich von der uns so hochgelobten Marxistischen Theorie zu verabschieden! Diese angeblichen theoretischen Grundlagen, auf welchen der auf ihnen aufbauende Sozialismusgedanke fußt, ist ein Irrweg. Sie fordern einen unbedingten Klassenkampf, also einen Kampf der benachteiligten Klasse im Volke gegen die bevorteilte, das angebliche Großbürgertum, doch was wollen sie wirklich? Sie wollen deren Herrschaft durch ihre eigene ersetzen. Wem ist dann geholfen? Die Klassenschranken bleiben. Nein, die Unterschiede der Klassen im Volk müssen verleinert werden, mit klaren Worten, die Großen müssen kleiner gemacht und die Kleinen müssen größer gemacht werden. Der Klassenkampfgedanke der Marxisten ist irrig! Mir tun die Finger weh vom Tippen, mach mal jetzt ein anderer weiter.

    Tschüss

  • Buchholz meint:

    Es ist schon voll am Laufen. Die mediale und gesellschaftliche Hinrichtung der Redakteure hat begonnen. Jetzt werden Podiumsdiskussionen organisiert und der gesamtgesellschaftliche Widerstand zelebriert! Bei Gott, ich wünsche den beiden mutigen Machern des ansonsten kritiklosen linken Studentenblattes alles Gute dieser Welt! Ich sehe ihren weiteren Verbleib an der Uni als gefährdet an. Nun werden die beiden am eigenen Leib erfahren, woran sie selbst in der Vergangenheit immer nur teilnahmen! Haben die beiden sich schon nach einem neuen Studienplatz umgesehen? Es kann nähmlich der gesamtgesellschaftlichen Masse aller Studierenden und Lehrkräfte, sowie der breiten antifaschistischen Öffentlichkeit Jenas nicht zugemutet werden, weiter mit Leuten zusammenzuleben und zu studieren, welchen “Nazis” eine mediale Plattform bieten!
    …[zensiert, Anm. d. Red.]
    Was erlauben sich diese zwei kleinen Scheißer eines Studentenblattes eigentlich? Sie lästerten Gott und wer Gott lästert, muss sterben! Nun werdet ihr feststellen, ihr zwei mutigen Menschen, wie sich massenweise sog. Freunde von euch abwenden, man wird die Köpfe zusammenstecken und tuscheln, wenn ihr die Mensa betretet! Sind das nicht die beiden, welche sich mit “Nazis” abgeben? Die müssen gemieden werden, die müssen aussortiert werden! Bloß nicht gemeinsam mit denen zusammen gesehen werden…Vielleicht kommt ihr auch wieder raus aus diesem Progrom, denn nichts anderes ist es, aber niemals ohne zu Kreuze zu kriechen vor den Meinungsmachern und Hetzern im Hintergrund sowie deren politischen Hampelmännern an der Volksfront für die breite Masse installiert! Nun wird sich eure mentale Standfestigkeit und euer Charakter ansich beweisen. Werden sie Abbitte leisten? Diese Frage hatte sich auch ein Dr. Martin Luther seinerzeit schon zu stellen, die Machtverhältnisse ähneln denen unserer Zeit! Denn nur, wer die “Wahrheit” für sich korrumpiert hat, besitzt die politische Macht, die anderen Lügner zu nennen! Daß es mitunter genau andersherum ist, kann der breiten Masse nicht ansatzweise klargemacht werden! Das wäre Gotteslästerung! Diese aber muss bestraft werden! Das und nichts weiter erwartet die Beiden, ein Inquisitionsprozess, an welchem sich dann auch noch freiwillig viele “Mitläufer” beteiligen, um ihren eigenen Arsch bemüht, um ihre eigene Zukunft bemüht, alles daransetzend, die eigene Verortung im Gesamtgesellschaftlichen Massenspektrum betonend! (Bezugspunkt sei die Kreuzigung Jesu Christi, die Masse schrie “Kreuzigt ihn”, obwohl Pilatus von seiner Unschuld überzeugt war! ) Nicht die geringste Abweichung am “Verordneten Bild” darf der Gegenüber erkennen, die Unterordnung in der gleichgeschalteten Masse ist der sicherste Schutz! Alle Mutigen, welche die geradezu religiösen Gesetze missachten, werden gesellschaftlich geschlachtet! Das ganze nennt sich dann demokratischer Willensbildungsprozess! Wie konnte der geistige Zustand unserer Menschen solche Niederungen erreichen, was hat man den Gehirnen unserer Leute angetan? Die einzig wahre und bestehende Weise, welche vor aller Welt jemals Bestand haben wird, ist das bewiesene und wahre, offene Wort! Einen öffentlichen Disput mit “dem absolut Bösen” fürchtet man wie der Teufel das Weihwasser! Was bleibt, kennt man aus der Geschicht zur Genüge, die Ausübung brutalster Unterdrückung und Massenmedienmacht, die Ächtung Andersdenkender und mediale, öffentliche Schlachtung einiger Mutiger, welche die Köpfe hoch bekommen! In Jena steppt er gerade, der “Hustinettenbär”!°

  • Taternkreuz meint:

    Interessante Seite, dort auch zu finden:

    http://www.land-apo.de/causolyte/kinderdrama.htm

    Die Bindungsunfähigkeit unserer Zeit, gewollt herbeigeführt durch unsere geistigen Eliten, von der politischen Linken instumentalisiert und als angebliche Lebensfreiheit dogmatisiert:
    Linke Weltbilder führen geradewegs in den Abgrund!
    Die Weltversklavung ist ein Januskopf, der eine heißt internationaler Kapitalismus, der andere internationaler Kommunismus!
    Diese Erkenntnisse sind den geistlichen Führern nicht erst seit gestern bekannt, aber die Bildungsanstalten für künftige Eliten werden von Politideologen gesteuert und nicht von Geistesgrößen! Das hatten wir (fast) einmal in der Humboldtschen Ära verwirklicht! Vieles, was heute die Hochschulen verläßt, taugt in der Wurzel nicht für eine geistige Führungsposition im Volke, da keinerlei Lebenswerte vermittelt werden, sondern politische Indoktrination und oberflächliches Fachwissen dominieren! Das alles zerstört die Wurzel des Lebens im Volk! Träger dieser grandiosen Fehlbildung sind die Unis und Hochschulen.

Deine Meinung zählt!

Deine Meinung gilt, oder trackbacke von deiner eigenen Webeseite. Du kannst ebenfalls den Kommentaren (Kommentar Feed) via RSS folgen.

Seih nett und spamme nicht!

Du kannst folgende Tags nutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>