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Persönliche Stellungnahme zum Nazi-Interview vom Chef

25 Januar 2009 6 Comments

So viel Öffentlichkeit hatte ich sicherlich nicht erwartet, als wir uns vor ein paar Wochen mit diesem „Emil G.“ in einer Jenaer Gaststätte trafen.  Viel Zuspruch und aufmunterndes Lob gab es, alte, vergessene Bekannte meldeten sich und neue Bekannte, die man am liebsten gleich wieder vergessen würde, kamen hinzu. Erst lief das Postfach mit Leserbriefen über, dann die Kommentarspalten dieser Webseite. Erst berichteten die Jenaer Unimedien, dann TA , TLZ und der “Nationale Widerstand” über uns. Die Linksfraktion im Thüringer Landtag fordertete meinen Rücktritt, während  der Rechtsextremismusreferent des Stura und die Jenaer Antifa  in gewohnt unsachlicher Weise auch noch ihren Beitrag leisteten.

Während es die kritischen Erwiederungen weiter unten auf der Seite gibt, will ich hier recht knapp meine persönliche Sicht auf das umstrittene Interview und mein Verständnis von interkulturellem Journalismus darlegen. Um es gleich klarzustellen und auf die Kritik einzugehen: Ja, das Interview war handwerklich schlecht und trotzdem stehen ich und die gesamte Redaktion weiter voll und ganz hinter der letzten Ausgabe und hinter der Veröffentlichung des Interview. 

Keine Frage, das Interview ist nicht so kritisch wie es sein könnte. Und wir haben uns vielleicht auch zu wenig darauf vorbereitet. Ohne damit irgendeinen der größtenteils legitimen Kritikpunkte gegenüber mir und der UNIQUE relativieren zu wollen, sei aber Folgendes gesagt: Letztendlich war das Interview kein größerer Ausdruck von journalistischem Unvermögen, als die vielen anderen schlechten Beiträge, die jeden Monat in der Unique, im Akrützel oder im Campusradio erscheinen. Siehe die beiden schlecht recherchierten Interviews des Akrützel und des Campusradios mit Berengar Lehr …

Der Grund dafür ist m.E. einfach, dass wir eben keine professionellen, sondern studentische Medien sind. Kaum ein Redakteur hat irgendwelche journalistischen Vorkenntnisse und genau für solche Leute sind wir auch da. Wir sind eben kein kommerzielles Hochglanzmagazin, wo es darum geht, regelmäßig ein möglichst perfektes Produkt abzuliefern.

Abgesehen von unserem thematischen und kulturpolitischen Auftrag, den wir an uns selbst stellen, sind studentische Medien vor allem dazu da, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen zu sammeln, sich thematisch und stilistisch auszuprobieren, Fehler zu machen und davon zu lernen. Das man allerdings innerhalb von wenigen Tagen so viele und solch intensive Erfahrungen machen kann, hab ich zugegebenermaßen auch nicht erwartet. Sicherlich war ich da etwas naiv.

Der Punkt, warum ich mich nicht von dem Interview distanziere, ist allerdings nicht im Handwerklichen, sondern woanders zu suchen. Ja, weil wir genau das wollten, haben wir einem Jenaer Nazi eine Stimme gegeben. Und unter völliger Missachtung der Folgen finde ich, dass dies nicht nur der mutigste sondern auch interkulturellste Beitrag war, den die Unique jemals hervorgebracht hat.

Interkulturalität bedeutet für mich viel mehr als “Seilspringen in verschiedenen Kulturen”, “Malen nach Zahlen in Simbabwe” und “Erasmussaufen in Krakau”. Interkulturalität ist nichts autonom Existierendes, nichts Fatalistisches, was man blümchenhaft herbeipredigen kann. Wenn die Beschäftigung mit Interkulturalität nicht nur dem eigenen gutmenschlichen Wohlbefinden dienen soll, dann muss sie eben in dem sie bedrohenden Kontext gesehen werden. Einfacher gesagt: Die Beschäftigung mit Interkulturalität ist sinnlos ohne die Beschäftigung mit Rassismus, Intoleranz, Gewalt, politischer Indoktrination usw.

Am Anfang jeder inter- oder subkulturellen Sensibilisierung steht für mich dabei der Respekt und die politische sowie kulturelle Unbefangenheit gegenüber anderen Meinungen, Lebensentwürfen und Ideologien. Interkulturalität bedeutet für mich nicht, dass ich etwas respektiere, weil es meiner eigenen Meinung und meinem Wertegefüge entspricht, sondern entsteht aus dem einfachen Fakt, dass auch hinter jedem Faschisten ein Mensch steht, den ich wie jeden anderen Gesprächspartner zuallererst über dieses Menschsein definiere – und nicht über mögliche Überschneidungen unserer Werte.  Nicht zuletzt sehe ich diesen Ansatz als einzig möglichen, um sich mit Problemen überhaupt ernsthaft auseinander zu setzen, sofern dieses Auseinandersetzen eben nicht nur Ausdruck von Selbstprofilierung sein soll.

Um es platt zu sagen: Der Kampf gegen Kindesmissbrauch beginnt für mich nicht mit öffentlichen Kastrationsforderungen alá BILD-Zeitung, sondern damit, dass ich die Sehnsüchte und Perversionen des Pädophilen trotz aller Abscheu erst einmal ernst nehme – um dann nach Lösungen zu schauen und die Ursachen zu ergründen. Der Kampf gegen bürgerlichen Rassismus beginnt nicht mit linkspolitischen Dogmen und Forderungen, sondern damit, dass ich frage, woher Menschen ihre Stereoptype, ihre Angst vor dem Fremden usw. haben. Und der Kampf gegen Faschismus in Jena beginnt damit, Leute wie Emil G. ernst zu nehmen, ihn nach seiner (!) Wahrnehmung der Dinge zu befragen, und nicht seine Aussagen durch eigene Meinungsdogmen oder Dogmen vom StuRa oder der Antifa zu relativieren. Ansonsten wäre es nicht anderes als politisch geleiteter Wohlfühljournalismus, für den wir uns gerne alle auf die Schulter klopfen können, mit dem wir aber gewiss nichts erreichen.

Die vermeintliche Entlarvung von Emil G.s Positionen kann dann gerne jeder Leser für sich selbst und nach seinem Werteverständnis vornehmen. Von mir (als Journalist) aber zu erwarten, ich hätte die Definitionshoheit über andere politische (oder kulturelle) Positionen, empfinde ich nicht nur als Leserverdummung, sondern vor allem als vollkommen kontraproduktiv. Die Alternative dazu sieht so aus wie das letzte Akrützel-Cover (versteht das bitte nicht als Angriff), welches ein Feindbild suggeriert, das in der Realität überhaupt nicht existiert und nichts anderes bewirkt, als dass man im “Kampf gegen rechts” weiterhin aus politischem Scheuklappentum gegen in dieser Form gar nicht vorhandene Windmühlen ankämpft. Es sind eben nicht alle Nazis so dumm, wie wir sie zur eigenen Selbstberuhigung und Selbstbestätigung gerne hätten. Das ist realitätsfremdes Wunschdenken. Nazis zu unterschätzen – darin liegt die große Gefahr und der große Fehler im politischen und agitatorischen Ansatz vieler “Linker”.

Noch mal prägnanter gesagt: Kulturelle und politische Sensibilität bedeutet, sein Gegenüber zu respektieren, egal wie abscheulich dessen Positionen sind. Guter Journalismus muss eben zu den Quellen gehen, hat wahrlich deskriptiv und nicht nur interpretativ oder gar ideologisch zu sein. Möchte man die Folgen von Bushs Außenpolitik verstehen, muss man eben auch nach seinen Motivationen und den ihn umgebenden politischen Zwängen fragen, statt nur zu verdammen. Um gegen Frauenbeschneidung vorzugehen, muss ich eben auch ein Verständnis für die jeweilige Kultur aufbauen und nicht nur gutgemeinte Aufklärungsliteratur verbreiten. Um gegen die Folgen von Emil G.s Weltbild vorgehen zu können, muss ich es eben auch mal aus der Innenperspektive kennengelernt haben anstatt nur “Nazis raus” zu schreien. Wenn wir aus vermeintlicher kultureller, moralischer oder politischer Überlegenheit jemanden nicht zu Wort kommen lassen, der, ob es uns nun gefällt oder nicht, Teil der gesellschaftlichen Realität ist, dann ist das für mich Rassismus und das Ende jedes interkulturellen Selbstverständnisses.

Letztendlich ist nur das für mich wirkliche Demokratie. Diese ist nicht das Produkt institutionalisierter politischer Entscheidungsprozesse. Sie entsteht nicht durch Presseerklärungen der Linksfraktion, Abstimmungen im Bundestag oder dadurch, alle vier Jahre ein Kreuz zu machen.  Demokratische Politik, um mich mal auf Hannah Arendt zu stützen, ist eben gerade nichts politisch Geleitetes, sondern entsteht in freier (!) undogmatischer Diskussion zwischen “einfachen” Menschen.

Um noch pathetischer zu werden: Interkulturalität – oder sagen wir gleich: die “bessere Welt” – entsteht nicht dadurch, dass man solange Andersdenkende, Andersaussehende und Andersriechende von der Welt ausschließt, bis man sich in seiner politisch, kulturell, moralisch oder ethnisch gesäuberten Enklave gegenseitig die Eier schaukeln kann, sondern indem man sich den Gegenpositionen – und seien sie noch so faschistisch – in einem freien Wettbewerb der Meinungen stellt. Denn nur so kann man die “falschen” Standpunkte bekämpfen, ohne aus aktivistischer Verzweiflung plötzlich gegen vermeintlich “falsche” Menschen zu kämpfen Auch wenn wir es in diesem Maße gar nicht vorhatten, und obwohl die Kacke ganz schön am Dampfen ist: Im eben dargelegten Sinne bin ich eigentlich recht froh, dass wir Emil G. die Möglichkeit (andere mögen sagen “das Forum”) geboten haben, sich diesem Wettbewerb zu stellen.

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Bisher 6 Meinungen zum Thema: Persönliche Stellungnahme zum Nazi-Interview vom Chef

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  • TB meint:

    Servus,
    ich wollte euch nur kurz via Elektronik die Schulter klopfen. Irgendwie hat sich eure redliche Absicht, allen Stimmen Gehör zu verschaffen, sich gegen euch gewandt. Ich verfolge es mit einem gewissen Amüsement, dass gerade die Mitbürger eine Meinungsbeschneidung fordern, die sonst den Rechten eben ihre Einfalt und ihr einbahniges Weltbild vorwerfen. Dies den Menschen zu erklären, scheint jetzt eure Aufgabe und der einzige Weg, euch zu rechtfertigen. Leider könnt ihr scheinbar noch nicht einmal auf die Kritik eingehen, da sie von ausgezeichneter Dummheit zu sein scheint und auf Vorurteilen, Klichees und kruden Schlussfolgerungen besteht. Scheinbar ist in dieser Welt kein Platz mehr für einen wertfreien Journalismus, der nicht selbst in erster Linie bewertet, sondern eine gewisse Denkleistung und die Bewertung bei dem Leser belässt.
    Ich weiß nicht, ob euch viele Menschen zuhören werden, nun ja, Kopf hoch… Im Moment habt ihr nur gegen falsch verstandenen Pluralismus und eine gewisse Art der Fremdenfeindlichkeit und Ignoranz zu kämpfen… Wie sagt man so schön: Politik ist Bohren dicker Bretter… Den Menschen eine gewisse geistige Klarheit einzutrichtern, wohl auch… Von daher viel Erfolg und guten Mut…

  • arno nühm meint:

    wie lernt man bei anderen studentischen medien in thüringen: wenn etwas handwerklich schlecht gelaufen ist, dann soll man es nicht bringen. punkt.

    wenn ihr von anfang an wusstet, dass das _so_ vorliegende interview kein bisschen nachgestochert hat, kein bisschen das inhumane denken eines nazis entlarvt, dann lasst es weg.

    oder besser: schreibt über euer scheitern. nehmt das interview außeinander. da hättet ihr vier seiten mit gefüllt.
    schreibt, wo ihr platte npd-parolen unhinterfragt stehen gelassen habt.
    wo emil g. gezuckt hat. was ihr an seinen aussagen am entlarvendsten empfandet und was auch auf den 2. blick noch einigermaßen logisch erschien. (und was dann möglicherweise dennoch dagegen spricht, es hinzunehmen).

    wenn ihr ein studentisches medium seit, dann bedient euch des eigenen diskurses.
    sagt: wir hatten einen plan. der wurde aber nicht ansatzweise erreicht. wir haben weder den _nazi an sich_ portraitiert, noch ihn demontiert. das lag an folgenden punkten….

    nochwas zur aussage “ihn nach seiner (!) Wahrnehmung der Dinge zu befragen”.
    genau das habe ich im interview vermisst.
    seine motivation stand da grob hingeblättert drin (schüler, viel gelesen. ende), aber eben nicht die schlussfolgerungen, die er aus bestimmten anlässen zog, die ihn bewogen, das zu vertreten, was er jetzt sagt.
    das zu verteidigen, was eben jene mittelkleine partei ausspuckt.
    das wie / wo / warum hat gefehlt. das macht das interview absolut wertlos.

  • Frank meint:

    Ich finde es schade, was hier passiert. Das Interview ist bestenfalls mittelmäßig, das ist wahr.
    Das liegt aber, meiner Meinung nach, nicht daran, dass hier irgendjemandem eine Plattform geboten wurde, die dieser Mensch nicht haben dürfte. Wer sich über rechte Parolen in den Medien ereifert, der sollte mal die Verlautbarungen aus mittelrangigen CDU-Kadern unter die Lupe nehmen, oder sich den Sonderforschungsbereich “SED-Staat” der FU Berlin ansehen. Wer die Grundlagen von Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremem Denken erkennen will, der sollte mal BILD, Focus, FAZ und dergleichen lesen, da muss man den schwarzen Peter nicht einer kleinen Universitätszeitung zuschieben. Was man unique vorwerfen kann, ist lediglich, nichts Neues ans Licht gebracht zu haben. Dass der Rumäne nunmal solange ein nationaler Kamerad ist, wie er in Rumänien bleibt, ist kein neues Statement der Rechtsextremen, und aus den Landtagsfraktionen der NPD sind aufmerksame Nachrichtenleser auch Brisanteres gewohnt, als die Feststellung, dass das braune Haus eben nur für Braune zugänglich sein soll.

    Was allerdings darum aufgebauscht wurde, ist bestenfalls lächerlich. Der ganze Rummel nützt den Agitatoren von den extremen Randspektren der politischen Gesellschaft, um sich zu profilieren, sachlich ist dem ganzen Spektakel nichts zu entlocken. Erschreckend ist dabei allerdings die großmütterliche Forderung, dass ein Interviewer doch bitte seine Meinung und Kritik an einem geführten Interview und dem Interviewten doch bitte umfassend darstellen möge, da man einem studierenden oder studierten Leserkreis nicht zumuten könnte, rechte Dummschwätzerei selbst zu erkennen und als solche zu bewerten. Wenn ich die Privatmeinung von Zeitungsmitarbeitern lesen möchte, gibt es dafür entsprechende Kolumnen, aber bitte nicht die Interviews mit anderen Personen. Im mittelmäßigen Journalismus des Akrützels sind mir solche Tendenzen schon mehrfach aufgefallen, ich halte so etwas allerdings eher für Selbstprofilierung als für seriöses Zeitungsschreiben.

  • Buchholz meint:

    Das Ganze ist an Lächerlichkleit nicht mehr zu überbieten. Der erste Versuch einer kleinen, sehr linkslastigen Studentenzeitung, sich auf eigene und selbständige Beine zu stellen, fand wie zu erwarten war, sein vordefiniertes Ende! Genauso wie in gelöschtem Pfad hier wirklich interessante Dinge zu lesen waren, genauso werden wie immer Mail’s nicht veröffentlicht, Kommentare und ganze Threads gelöscht! Diese sog. Redaktion war niemals frei in ihren Entscheidungen und wird es niemals werden, dieses angeblich freie Studentenblatt ist ein Witz, ein ungeheuerlicher Witz, man beugt sich freiwillig der Zensur und wenn mal nicht, dann werden von den Hintergrundmächten Podiumsdiskussionen eingefordert und die breite “antifaschistische Öffentlichkeit” bemüht, um jeden eigenen Versuch eines wirklich offenen Journalismus abzuwürgen! Diese Vorgänge sind bestes Beispiel für Infantilität und Gossenniveau, für die Durchsetzung linkslastiger, angeblich moderner und menschengerechter Dogmen, für die gewaltätige Diskriminierung Andersdenkender! Nachden man die Vorgänge in Jena verfolgte als Aussenstehender kommt man unweigerlich zu dem Schluß, daß sie es besser bleiben lassen sollten, Zeitungen machen zu wollen! Erstens können sie es nicht wirklich, weil sie charkterlich wie ein dressierter Hofhund reagieren, zweitens dürften sie nicht, auch wenn sie innerlich könnten, weil das die Hintergrundmächte niemals zulassen würden! Also, die Sache ist beendet, so wie wie begann. Erstmalig überhaupt suchte ich nach Bekanntwerden der Dinge dieses Schmierenblättchen im Internet auf, in der wagen Hoffnung, daß man an der Uni in Jena vielleicht etwas begriffen hätte, begriffen im Sinne von Meinungsfreiheit, von Dogmen und staatlich organisierter politischer Gewalt! Auch das Gedächtnis scheint bei Verantwortlichen in Jena, wie andernortes auch, nicht richtig zu funktionieren! Wie anders ist es erklärbar, daß geade denen, welche für waffenstarrende Grenzanlagen, für Bautzen, Hohenschönhausen oder Bützow, für die Bildung eines der übelsten Geheimdienste der Welt, für Knechtung und Ausbeutung des Volkes, für Freiheitsentzug und politische Drangsal, gerade denen, welche Politverbrecher schlechthin waren, eine demokratische Weltanschauung zugebilligt wird? Denen, welche sich stets und ständig als Brüder im Geiste Sowjetrusslands bezeichneten, als dessen kleiner deutscher Bruder sozusagen, denen, welche der Russe Solschenizin als grösste organisierte Mörderbande der Welt bezeichnete, diese bestimmen heute wieder, wer in Jena Demokrat ist und wer nicht! Die Redaktion sollte niemals vergessen, daß nicht alle Menschen verlernt haben selbständig zu denken und Erinnerungen wahrzunehmen! Macht euren Dreck weiter und schwimmt, wie bisher, in eurem eigenen Sud, denn nur mit ehrlichem und wahrem Journalismus könntet ihr das Campusgelände auch verlassen, aber das dürft ihr ja gar nicht! Schade ist es um die vielleicht gutgemeinten Ambitionen und Denkanstöße, welche zum Interview mit den “Nazis” führten, es war der Schritt in die richtige Richtung! Der Interviewer hat gelernt, sehr viel gelernt, er hat gelernt, daß nicht er selbst entscheidet, was in seinem Blatte zu stehen hat, sondern andere, die sich ihm nicht in offenem, ehrlichen Disput stellen, die ihre Meinungsmacherziele mittels breiter “antifaschistischer Öffentlichkeit” durchsetzen und progromartige Verfolgungszenarien initiieren, er lernte auf niederträchtige Art, das seine Vorstellung von Journalismus von nichtsichtbaren Anderen mit den perfidesten Mitteln kaltgestellt werden! Jedem noch so kleinen Mitschreiberling in der Redaktion sollte jetzt klargeworden sein, daß es keinen freien Journalismus gibt! Definitiv nicht! Wer das nicht akzeptieren will, wird brutal und rücksichtlos als “Nazi” oder “Neofaschist” gesellschaftlich kaltgemacht, das Ganze nennt man dann gesamtgesllschaftliche Meinungsvielfalt und politische Kultur, das alles ist nicht mehr diskutierbar, schlimmer als in tiefsten DDR-Zeiten, wer nicht für uns ist, ist gegen uns!
    Aber Schamgefühle bzgl. der Vorgänge sind euch allen fremd!
    Pfeu Teufel………….

  • Robert Guder meint:

    Das Interview ist gar nicht mal so mittelmäßig wie alle glauben. Denn es ist einfach gegen Rechts zu schreiben, aber noch schwerer Rechts zu entlarven. Mit nachhakenden Fragen wäre dieses Interview in eine Richtung abgetrifftet, in der der Fragesteller bereits über den Interviewpartner gerichtet hätte. Der Leser muss entscheiden. Und wenn der Leser nicht schlau genug ist, dies zu tun, dann haben wir ein Bildungsproblem, und nicht ein “Dem-Nazi-Eine-Plattform-Bieten”-Problem.

    Selbst wenn das Interview schlecht gewesen wäre, ist der Hype, der darum entstand, sinnlos und gab den Nazis eine größere Plattform, als sie durch die Unique je erreicht hätten. Die meisten Gründe sind bereits in dieser Stellungnahme genannt, genauso wie in der von der Redaktionsleitung. Das rechte Problem ist hausgemacht, wie die meisten anderen auch. Durch Verbote kann man diese Probleme aber nicht lösen, sondern nur verschieben.

  • sebastian meint:

    Mittelmäßiges Interview, coole Stellungnahme, geiles Studentenmedium. Grüße from FREIHAFEN-Magazin

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