Fünf Fragen an … Frank-Walter Steinmeier

Im Sommer 2009 tobte der Land- und Bundestagswahlkampf auch in Jena. Wir ließen natürlich nichts unversucht, um an die A-Prominenz der bundesdeutschen Politik heranzukommen und auch dem damaligen Außenminister wenigstens ein Kurzinterview abzutrotzen.
von Luth
Am 7. August – Klee und Silvester spielten zur Kulturarena auf – war es endlich soweit: Frank-Walter Steinmeier und Christoph Matschie machten Wahlkampf auf dem Theatervorplatz, an den Leibwächtern vorbei drängelten wir uns zu ihnen vor. Erwartungsgemäß wurden wir zunächst abgewimmelt (der Außenminister musste viele Autogramme schreiben und Hände schütteln), erhielten aber die Zusage für ein E-Mail-Interview. Letztendlich kam das nicht zustande. Ob es an unseren Fragen lag? Entscheidet selbst …
1. Herr Steinmeier, Sie wuchsen im eher unbedeutenden lippischen Kaff Brakelsiek auf. Wäre Ihnen ein anderer Ort lieber gewesen? Wenn ja, welcher?
2. Als Student scheinen Sie ein ganz Linker gewesen zu sein, so gehörten Sie z.B. mit Brigitte Zypries zur Redaktion der Quartalszeitschrift „Demokratie und Recht“ (DuR) des von der DDR unterstützten Pahl-Rugenstein-Verlags. Ihre Doktorarbeit hatte ein soziales Problem, die Obdachlosigkeit, zum Thema. Was haben Sie sich bis heute von soviel Weltverbesserungsattitüde bewahrt?
3. Wenn Sie die freie Wahl hätten: Welche fünf Personen sähen Sie gern im bundesdeutschen Sicherheitskabinett?*
4. In welchen bewaffneten Konflikten sind deutsche Nachrichtendienstler momentan beteiligt, von denen die deutsche Öffentlichkeit nichts weiß?
5. Im Jahre 2007 nahmen Sie mit Ihrem französischen Amtskollegen Bernard Kouchner und dem türkischen Sänger Muhabbet einen Song auf, der für Integration und gegen Gewalt werben sollte. Wenn Sie einen Duett mit Murat Kurnaz aufnehmen könnten, wie müsste dann der Titel lauten?

Nachdem wir die Interviewfragen vereinbarungsgemäß nach Berlin geschickt hatten, antwortete uns Amelie Utz, die Pressereferentin von Frank-Walter Steinmeier, am 14. August:
„Lieber Herr Thormann,
herzlichen Dank für Ihre Mail. Natürlich erinnere ich mich noch an unsere Begegnung in Jena heute vor einer Woche, bei der Sie mich nach der Möglichkeit, ein Interview mit dem Bundesaußenminister zu führen, fragten.
Der Minister hat zur Zeit aufgrund seiner vielfältigen Verpflichtungen einen sehr engen Zeitplan. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass ein Interview daher aus terminlichen Gründen nicht möglich ist.
Mit freundlichen Grüßen, Amelie Utz“
Wir danken Frank-Walter für die Gesprächsbereitschaft und freuen uns, dass er inzwischen wieder viel mehr Zeit hat.
Und demnächst: Guido Westerwelle im (Nicht-)Interview!
_______________________________________________________________________________
* Das Sicherheitskabinett ist ein Gremium der deutschen Bundesregierung, das im Bedarfsfall durch den Bundeskanzler einberufen wird, um Fragen der inneren Sicherheit zu erörtern. Neben dem Bundeskanzler gehören dem Gremium der Bundesaußenminister, der Bundesinnenminister sowie hochrangige Vertreter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), des Bundeskriminalamtes (BKA) und des Bundesnachrichtendienstes (BND) an. (Quelle: Wikipedia)
Bilder: Redaktion (oben), Martin Thormann (unten)
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guten abend,
ein großartig nichtssagender artikel. geht besser.
klamunkik
jeden tag ein artikel… wenn das so weitergeht na dann gute nacht…
erstma meckern ^^ lest lieber die anderen, ihr klugscheißer… die sind echt gut!
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