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Die andere Meinung … Kein Geld an afrikanische Kinder!

16 November 2009 5 Comments

Werbetafeln und -spots mit Slogans wie „Hoffnung spenden – Helfen Sie Menschen in Afrika“, „Kinder in Afrika vor Armut schützen“ oder sogar „Computer spenden für Afrika“ sind seit Jahrzehnten allgegenwärtig. Meistens sind es NGOs oder Hilfsorganisationen, deren einzige Aufgabe es zu sein scheint, unser Mitleid zu wecken, um etwas Geld zu anderen zu bewegen.

Ich sage nicht, dass das schlecht ist. Trotzdem würde ich nie Geld aus meiner eigenen Tasche nehmen, um es dann an irgendein afrikanisches Land schicken zu lassen, von dem ich nicht mal genau weiß, wo es liegt. Warum so schrecklich wenig Mitleid?

Wo andere so vieles versäumt haben, soll ich, sollen die Europäer es wiedergutmachen? Das sehe ich nicht ein. Seit Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten überschwemmte der Reichtum Afrikas die ganze Welt. Und nahezu alle europäischen Staaten sicherten sich natürlich ihren Anteil. Es sind nicht nur die südafrikanischen Diamanten und Smaragde, die in den glamourösen Schmuckläden Europas zu finden sind, es ist nicht nur das libysche Öl und die amerikanische Pharmaindustrie, die Leute in Afrika tötet, damit sie bei uns Kasse machen können. Weitaus mehr schadet dem afrikanischen Kommerz der europäische Protektionismus.

Unsere Wohlfahrtsstaaten schließen ihre Grenzen und stecken „illegale“ Migranten monatelang in Gefängnisse, um sie dann wieder nach Hause zu schicken. Dabei vergaßen und vergessen sie aber die armen Kinder, die seitdem auf die Unterstützung unzähliger Hilfsorganisationen angewiesen sind. Diese wiederum benötigen unser schlechtes Gewissen, damit wir ihnen einen Teil unseres Geldes geben. Sollten die reichen Regierungen westlicher Staaten daher nicht eher eine Art „Armensteuer“ für den schwarzen Kontinent einführen? Einfacher wäre es. Solange das nicht geschieht, muss ich leider sagen: Kein Geld an afrikanische Kinder!

von tsil

Zeichnung: Maria Roth

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Bisher 5 Meinungen zum Thema: Die andere Meinung … Kein Geld an afrikanische Kinder!

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  • Maria meint:

    Liebe Leute bei UNIQUE

    ich möchte euch darauf hinweisen, dass diese Zeichnung hier nicht von Christine Probst stammt, sondern von MIR, Maria Roth.

    Ich bitte Euch diesen Fehler auszubessern – wenigstens auf der Internetseite !!!

    Bitte bemüht euch um eine gute Literatur- und Quellenangabe.

    Danke und beste Grüße
    Maria

  • kunstkenner meint:

    hey, die zeichnung ist überhaupt nicht von christine probst, sondern 1. aus einem alten unique-artikel geklaut (naja das geht ja noch) und 2. einfach mit einem anderen urheber versehen…was soll das denn???

  • Redaktion meint:

    Hi Maria,
    danke für den Hinweis. War keine Absicht, hatten wir wohl in unserem Archiv falsch vermerkt. In der Printausgabe taucht das Bild uns somit die falsche Quellenangabe übrigens nicht auf.

  • Steve meint:

    Man hätte auch mal schreiben können, dass der “Westen” schuld ist an Afrika´s misere, durch die Subventionen und Industrietransporte…

    Wenn man Kleider kostenlos nach Afrika schickt, kann da keine Kleiderindustrie aufgebaut werden, was dazu führt, dass die Armut bestehen bleibt.

    Weiterhin ist es so, dass die Leute dort keine alten zerrissenen Kleiderlappen von uns haben wollen, das sind keine Primitiven, die haben auch so etwas, was man Anspruch nennt.

    Wenn Milch von hier (Europa) subventioniert wird, und dann billiger ist, als die afrikanische Milch, dann bleibt die Armut in Afrika ebenso erhalten, da sich wieder keine Industrie aufbauen kann.

    So funktioniert das…

  • Andrea meint:

    Aaaach so: Afrika wurde also ausgenutzt von Europa und den USA, und dafür, dass sie sich nicht wehren konnten, sollen die Menschen dort nun bestraft werden. Man sollte also lieber nicht spenden – schließlich hat man keine Ahnung, wohin das Geld wirklich geht und Afrika ist ja auch so weit weg und eigentlich hat man mit dem Kontinent ja auch nichts zu tun. Aber eine Armensteuer, tolle Idee. Damit die Menschen alle schön gezwungen werden, zu helfen. Es lebe der Humanismus.
    Weiterhin verstehe ich nicht ganz die Kritik am europäischen Protektionismus: Sollen also alle fein aufgenommen werden, mit Kindern? Oder nur nicht so lange in Gefängnissen sitzen?
    Dieser Artikel scheint zwischen Kaffee und erster Kippe entstanden zu sein, viel mehr Zeit wurde hoffentlich nicht investiert. Schlecht.

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