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Unter dem Kreuz, im Schatten des Halbmonds (Übersetzung)

14 Oktober 2014 3 Comments
Koptische Kirche in Kairo / flickr: vagabondblogger

Koptische Kirche in Kairo / flickr: vagabondblogger

In der ägyptischen Gesellschaft bilden Christen die Minderheit. Ihr Zusammenleben mit der muslimischen Bevölkerung ist von Misstrauen und Vorurteilen geprägt, aber auch von Freundschaften jenseits der Religionen. Ein Einblick aus Kairo.

von Hend Taher

Als meine Brüder und ich Kinder waren, liebten wir Tiere. Der kleine Nachbarsjunge teilte diese Leidenschaft mit uns. Ihn in seiner Wohnung zu besuchen, war immer ein Traum von mir, denn er besaß – in meiner kindlichen Vorstellung – so ziemlich alles, was man ein Haustier nennen konnte. Aber meine Mutter sagte nur: „Er kann nicht dein bester Freund sein, er ist Christ.“ Und so habe ich seine Tiere doch nie gesehen.

Im Laufe der Zeit habe ich diese Geschichte vergessen, bis ich nach Deutschland fuhr. Zum ersten Mal gehörte ich zu einer religiösen Minderheit und musste an die Christen in Ägypten denken. Und so wuchs mein Interesse daran, mich näher mit ihrem Leben und der Beziehung zwischen Muslimen und Christen in meiner Heimat zu beschäftigen.

Rückblick: Eine Schule in einem Viertel der Mittelklasse. Nabila ist eine der wenigen christlichchrisltichen  Schülerinnen in der Klasse. Ihre Mutter verbietet ihr, mit Muslimen zu spielen, da sie der Meinung ist, sie würden ihr nur schlechte Gedanken in den Kopf setzen. Die muslimischen Kinder meiden Nabila jedoch auch, da sie nun einmal eine “schmutzige Ungläubige” ist, die Schweinefleisch isst. Während des Religionsunterrichts gehen die christlichen Schüler in einen anderen Raum.

Das sind Nabilas Erinnerungen an ihre Schulzeit und sie erzählt mir, dass sie sich ausgeschlossen fühlte. „Ich bin immer mit diesem Gefühl groß geworden, einer Minderheit anzugehören und daher weniger Rechte zu besitzen”, sagt sie, und viele Kopten erleben ihre Schulzeit in ähnlicher Weise.

Heute an der Universität und bei der Arbeit sind die meisten ihrer Freunde Muslime. „Aber ich weiß ehrlich gesagt noch immer nicht, wie sie in ihrem Innersten über mich denken”, sagt die heute 25-Jährige. Wir sind in dem Geschäft, in dem sie arbeitet und werden in unserem Gespräch durch ein paar Kunden unterbrochen.

Sie ist beunruhigt, wenn sie aus den Moscheen Predigten gegen Ungläubige hört, oder wenn sie sieht, wie eine Frau mit Niqab auf Christen schimpft und ihnen droht. „Vor Monaten erst wurden 36 Kirchen niedergebrannt und viele Christen spielen mit dem Gedanken zu auszuwandern”, erzählt sie.

Nabila meint, dass heute, nach der Revolution von 2011, die Christen  einer größeren Diskriminierung ausgesetzt sind als zuvor. „Es mir einmal passiert, dass ich mich im Bus neben einen Mann gesetzt habe und er sich demonstrativ von mir mit den Worten ‚Um Himmels Willen!‘ abgewandt hat. Als ob ich nackt wäre oder so!“, erzählt Nabila verärgert. Sie würde am liebsten auch auswandern, aber ihre Familie möchte lieber hier, in der Nähe ihrer Kirchen, bleiben.

Nabila wünscht sich, dass die Religionszugehörigkeit nicht wie ein Erkennungsmerkmal in den Personalausweis eingetragen wird, denn das bringe immer nur Probleme mit sich. Ich frage sie, wieso sie dann eine Kreuz-Tätowierung am Handgelenk trägt? Das sei halt Tradition, genauso wie eine Halskette mit Quranversen bei einigen Muslimen, entgegnet sie. „So oder so, ob nun mit oder ohne Tattoo, als Christ bist du immer leicht zu erkennen, außer vielleicht in den volkstümlichen Gegenden, denn da müssen die Christen auch den Hijab tragen.“

Es gibt jedoch auch andere Beispiele: Seit der Grundschule sind die Muslima Rabab und die Koptin Marina beste Freundinnen und damit eine eher ungewöhnliche Ausnahme in Kairo. Beide besuchten eine private Schule in einem Upperclass-Viertel, in dem fast die Hälfte der Schüler Christen waren. Rabab hörte einmal wie eine christliche Mutter sagte, dass sie keine Muslime mag. „Es hat mich schon gestört in dem Moment, aber es ist letztendlich auch keine große Sache“, sagt die Studentin. Sie verbringt auch heute noch viel Zeit mit Marina. ihre Freundschaft hat keinen Schaden genommen. Rabab bittet Marina um Hilfe beim Auswendiglernen des Korans und Marina lädt Rabab zum Weihnachtsfest in die Kirche ein. So einfach ist das. Manche Leute sind verwundert über diese Freundschaft, was wiederum für Rabab unverständlich bleibt.

Wir wissen nicht, was sie in der Kirche predigen

Suzan, eine Studentin an der islamischen Al-Azhar Universität hat ein ganz anderes Problem mit Christen. Sie ist sich nicht sicher, ob der Islam es gestattet, eine engere Freundschaft mit ihnen zu haben. Manche religiöse Muslime meinen, dass ein Christ niemals der wahre beste Freund eines Muslims sein könne. Suzan persönlich findet es durchaus okay, mit einer Christin befreundet zu sein, so lange die Religion außen vor bleibt. Sie erzählt mir von einer Verwandten, die jahrelang mit einer Christin eng befreundet war, bis zu dem Tag, an dem diese ihr ein Buch über das Christentum gab – das war das Ende ihrer Freundschaft.

Ich denke, manchmal haben sowohl Muslime als auch Christen das Gefühl, dass ihnen eine andere Religion aufgezwungen werden soll. Und so passiert es oft, dass sobald die Religion zum Thema wird, die scheinbar unüberbrückbaren Missverständnisse zwischen Muslimen und Christen beginnen, an deren Ende sich ihre Wege für immer trennen werden.

Seit Jahren schon beauftragt Suzans eher konservative Familie einen guten christlichen Tischler für ihre Möbel, gleichwohl wäre ihnen ein muslimischer lieber. So wie viele Muslime in Kairo, die  nicht einmal in christlichen Geschäften einkaufen, auch wenn sie im Alltag sonst freundlich mit ihren christlichen Nachbarn umgehen. Suzan denkt, wie so viele Muslime, dass die Christen sich gegenseitig unterstützen und bevorzugen. Zum Beispiel, dass christliche Bedürftige günstiger beim Arzt behandelt würden oder christliche Arbeitgeber nur Christen einstellen oder sie ihre Wohnungen nur untereinander vermieten und verkaufen würden. Suzan ist der Meinung, dass all dies von der Kirche mitorganisiert wird und die Distanz zwischen beiden Gruppen vergrößert. „Das ist wie mit den Muslimen in Europa – als die Minderheit müssten sie größere Anstrengungen unternehmen, um sich in die Gesellschaft zu integrieren.“

1972 setzte ein Wiedererstarken der islamischen Religion in Ägypten ein und als 1972 eine christliche Einrichtung von anonymen Tätern in Brand gesteckt wird, vermuten die Christen radikale Muslime hinter dem Anschlag. Doch vom Parlament wurde der Vorfall schon bald unter „Täter unbekannt“ abgeheftet. Eine Entscheidung, die von vielen Christen als klare Bevorzugung der Muslime angesehen wird.

Suzan glaubt, dass die Beziehung zwischen Muslimen und Christen seit jener Zeit ins Wanken geriet, nachdem sich die ägyptische Regierung nicht nur auf die Seite der Muslime stellte, sondern selbst die neue islamische Bewegung, ja sogar die Radikalen, unterstützte. Seit dem Aufkommen der islamische Bewegung wurden Hijabs wieder populärer und der Kontrast zwischen Christen und Muslimen sichtbarer. Ihnen wurde damit ihr Minderheitenstatus bewusst.

Einmal, so berichtet Suzan, hätten einige Christen sie in einer grimmigen Weise angeschaut, während sie in einem Krankenhaus betete. Sie empfand regelrecht Abscheu in ihren Blicken. „Ich glaube, sie bevorzugen nicht-religiöse Menschen lieber, da sie ihnen mehr ähneln.“ Suzan trägt selbst einen strengen Hijab. Doch im Umgang mit ausländischen Christen verhält sich sie gleichwohl anders, ihnen gegenüber sei sie weniger empfindlich, betont sie.

Ihrer Meinung nach sollten die Moscheen und Kirchen gegenseitig viel mehr aufklären und das Bewusstsein füreinander stärken, so kritisiert sie islamische Reden von unqualifizierten Predigern. Doch gleichzeitig sagt sie: “Wir wissen aber auch nicht, was in den Kirche gepredigt wird. Was sie uns verheimlichen.”

Als er einmal Probleme in der Uni hatte, standen all seine Kommilitonen zu ihm. Wenn er jedoch im Studentenwohnheim mit anderen Christen betet, kommt es vor, dass andere Studenten an die Tür klopfen, und beim Beten stören. Es bleibt dabei, wenn die Religion zum Thema wird, liegt plötzlich eine seltsame Spannung in der Luft. „Die Beziehungen innerhalb der Studentengemeinschaft sei im Grunde gut“, erzählt er, „außer wenn etwas passiert, dann wird deutlich, dass dieses Verhältnis doch recht schwach ist.“ Wenn man ihn über sein Motto fragt, so sagt er: „Du musst den geraden Weg gehen, bis du – entschuldige – eine Kirche findest.“

Remon, der 25 Jahre alt ist, glaubte lange, dass es Fanatismus nur unter Muslimen gäbe, bis er entdeckte, dass es auch unter Christen Hardliner gibt. Er kritisiert, dass viele Christen in ihrer eigenen geschlossenen Gesellschaft leben. „Manche erzählen ihren Kindern sogar, Muslime seien schmutzig.“

Monika, eine 27-jährige Programmiererin, hingegen versteht sehr gut, wieso die Christen unter sich bleiben, denn die Muslime machen es genauso. „Wir Christen sind heutzutage irgendwie beunruhigt, aber unsere Religion selber hindert uns nicht am Umgang mit Muslimen.“ Sie sagt, dass die Kirche allgemein eine günstige medizinische Versorgung für jeden, unabhängig von der Religion, bereitstellt und sie selber kauft auch in jedem beliebigen Geschäft ein, egal ob der Inhaber nun Kopte oder Muslim sei.

Remon widerspricht der Behauptung, die orthodoxe koptische Kirche würde missionarisch tätig sein und dadurch versuchen, Unfrieden zwischen den Konfessionen zu stiften. In der Kirche hat er gelernt: Wenn dich jemand zum Christentum befragt, schicke ihn zum Priester. Die protestantische Kirche in Ägypten sei hingegen sehr wohl missionarisch tätig, aber im Geheimen. „Ich sehe darin nichts Verwerfliches“, sagt Remon, „es ist doch nur natürlich, dass jeder Gläubige die anderen auf den rechten Weg bringen möchte.“ „Aber wieso heimlich?“, frage ich ihn und er antwortet: „Weil die Muslime eine öffentliche Missionsarbeit nie tolerieren würden.“

Monika wiederum findet es harmlos, einem Muslim ein religiöses Buch über das Christentum zu geben. „Das sei doch noch lange kein Missionieren.“ Sie verweist auf einen ganz anderen Punkt: „Was ist denn eigentlich damit, dass wir Christen im Arabischunterricht in der Schule gezwungen werden, Texte aus dem Quran auswendig zu lernen?“
Viele Muslime würden ihr darauf anworten, dass es nun einmal unmöglich sei, Hocharabisch ohne Quran zu lernen, denn dieser ist die Quelle der arabischen Sprache. Auf der anderen Seiten wären die meisten Muslime auch gar nicht bereit, Texte aus der Bibel in die Schulbücher zu integrieren.

Islam als Staatsreligion heißt auch, dass seine Anhänger bevorzugt werden

Während eines Spaziergangs fallen einem die vielen Frauen mit Hijab oder Niqab und islamische Namen an den Geschäften auf. Kunststudent Remon denkt, dass die Leute sich lieber auf die inhaltlichen Lehren ihrer Religion konzentrieren sollten, nicht auf Äußerlichkeiten. Und wie denkt er über Ketten mit Kreuzanhängern, möchte ich von ihm wissen. „Die sollte es hier auch nicht geben“, antwortet er und fährt fort: „Natürlich steht es den Muslimen frei zu tragen, was sie wollen, aber das bringt auch Konsequenzen mit sich. Die Christen unterscheiden sich  und sind so erkennbar, das ist auch eine Form der Diskriminierung.“

Wenn seine Frau allein unterwegs ist macht er sich Sorgen um seine Frau, -  auch in den normalen Straßen. Anders sei das nur in den modernen Einkaufszentren oder einem Upperclass-Viertel. „Ich möchte mich einfach sicher fühlen“, sagt er am Ende unseres Gespräches.

In den Straßen von Kairo fällt es mir nicht unbedingt auf den ersten Blick auf, dass insbesondere christliche Frauen belästigt werden. Aber ich höre die Kommentare der Muslime, die darin wetteifern, zu erraten, ob eine Person nun Christ sei oder nicht. Sie behaupten, dies am Geruch, dem Kleidungsstil, den Augen oder an der Nase erkennen. Im Allgemeinen scheint es die Normalität zu sein, bei der Beschreibung einer Person auch immer auf deren Religion zu verweisen.

Monika, die Programmiererin träumt von wirklicher Gleichheit vor dem Gesetz. „Alle Fälle von Beleidigungen der Religion richteten sich immer gegen die Christen“, beklagt sie. „Einmal hat ein Muslim vor einer Kirche eine Bibel in Stücke gerissen, aber verurteilt wurde er dafür bislang nicht.“ Kurz nach unserem Gespräch über diesen Vorfall greift die Justiz durch und eben jener Mann wird zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Sie gibt mir noch ein anderes Beispiel: „Im Falle einer Scheidung eines christlich-muslimischen Ehepaares erhält in der Regel der muslimische Vater das Sorgerecht für die ersten sechs Lebensjahre des Kindes, statt der christichen Mutter – obwohl das gegen das Gesetz verstößt.

„In Ägypten ist der Islam Staatsreligion und das heißt hier so viel wie, dass nur er die wahre richtige Religion ist und seine Anhänger deshalb auch bevorzugt werden“, so Monikas Meinung. Als 2012 die Muslimbrüder gewählt wurden, haben sie ganz sicher nicht an ihre christlichen Geschwister gedacht, denn jedem im Land ist die christenfeindliche gewalttätige Vergangenheit dieser Organisation  bekannt. Sie haben unsere Kirchen angegriffen, erzählt sie verärgert. Wieso die Leute jetzt eine islamische Regierung wollen, als sei Ägypten zuvor ein ungläubiges Land gewesen, das verwundert sie und macht sie gleichermaßen wütend.

Bei den ersten freien Präsidentschaftswahlen Ägyptens im Juni 2012 wurde der Kandidat der Muslimbrüder, Muhammad Mursi, zum Staatspräsidenten gewählt. Eine der ersten Handlungen des neu eingesetzen verfassungsgebende Ausschusses, mit seiner islamistischen Mehrheit, war die Bestätigung des schon zuvor gültigen 2. Artikels: Der Islam ist die Staatsreligion und die Prinzipien der islamischen Scharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung. In einem folgenden Verfassungsreferendum stimmten  63% der Wahlberechtigten der Verfassung zu.

Nur ein Jahr später verkündet der damalige Armeechef al-Sisi im staatlichen Fernsehen die Absetzung von Präsident Mursi und die Aufhebung der Verfassung. Unterstützt wurde er dabei sowohl vom Papst der christlich-orthodoxen Kirche Tawaros II als auch vom Großscheich der al-Azhar al-Tayyeb. Die Anhänger der Islamisten beschuldigten daraufhin die Christen, gegen den Islam zu sein – die gesellschaftliche Situation in Ägypten wurde dadurch immer angespannter.

Anas ist 28 Jahre alt und freier Filmemacher. Er denkt, dass die Christen in erster Linie ihre eigene und anerkannte Identität wollen und nicht Gleichheit im eigentlichen Sinne. Das sei seiner Meinung nach auch gar nicht möglich – für keine Minderheit, egal in welchem Land. Ein Beispiel: Selbst wenn Christen wichtige Positionen im Land inne haben, so können sie nicht in die höchsten Ministerien aufsteigen, außer wenn sie die Wahl gewinnen würden. „Dann könnten sie das ganze Land regieren. Für mich wäre das ok, aber das wird eben nie passieren“.

Ich frage ihn warum. „Einfach, weil sie eine Minderheit darstellen.“ Er findet, dass die Christen in Ägypten sich zwar in einer prekären Situation befinden -  aufgrund des schwachen gesellschaftlichen Bewusstseins und der Bildung im Land – aber unterdrückt würden sie nicht

Anas‘ Meinung nach wird die christliche Religion sehr wohl durch die ägyptische Verfassung anerkannt. Ihr wird das Recht gewährt, sie frei zu praktizieren. Die Christen dürfen sich an den christlichen Feiertagen frei nehmen und haben dann christlichen und muslimischen Feiertagen frei – das können wir Muslime nicht“, sagt Anas in seiner ruhigen Art. Die Regierung würde den Christen sogar manchmal mehr Rechte zugestehen, nur um Probleme zu vermeiden. Im Gegensatz zu Monika erklärt er, dass jeder, der die christliche Religion beleidigt auch belangt wird, andersrum sei dies nicht immer der Fall.

Als ich eines Tages nach Hause komme, sehe ich meinen Nachbarn aus Kindertagen zum ersten Mal wieder seit vielen Jahren wieder. Ich bin mir nicht sicher, ob er mich mit Hijab wiedererkennt, aber er erlaubt mir mit seinem niedlichen Hund zu spielen. Wir unterhalten uns nett. Manchmal können die Dinge doch ganz einfach sein.

Hend Taher (23) lebt in Kairo und studierte Germanistik an der al-Azhar-Universität. Sie arbeitet als freie Journalistin und schreibt unter anderem für Zenith und publiziert auf Arabisch, Englisch und Deutsch.

Mail: hendtaher0gmail.com

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Bisher 3 Meinungen zum Thema: Unter dem Kreuz, im Schatten des Halbmonds (Übersetzung)

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  • Yasser meint:

    Meiner Meinung nach ist der Artikel voll von Vorurteilen und Stereotypen, vielmehr von Einzelfällen, die man nicht verallgemeinern darf. Die meisten Christen in Ägypten sind mit den Muslimen befreundet und umgekehrt. Die Medien spielen dabei aber so eine negative Roll, dass die Lage in Ägypten so aussieht, als ob die Mehrheit von Muslimen die Christen hassen würden, um daraus politische Gewinne zu erzielen.

  • suzan hijab meint:

    ich las die erste Zeilen – ich bewundere den Schreiber. So war ich als junges Mädchen, die einzige Freundin bis zum Abitur war Koptin und die einzige wahre Mensch im Leben.
    Kopten gehört ägypten sie sind die Urbewohner. Die islamische Eroberungen wie jetzt die Is machte das gleiche in allen arabischen länder in Iran – und zu letzt in joguslawien als Kind las ich die gesamte geschichte der Eroberungen, wie heute in syrien und den Irak (IS) es wurde mir übel – und empfand negatives solches Eroberungen.
    Wenn es Gott gibt! ich verstehe nicht warum er uns dauernd auf die Probe stellt – unruhiges Leben seitdem Religionen Anfang und jetzt sehen wir das Ende?
    Suzan hijab
    schön dass so was geschrieben wird nicht nur eine Richtung als Sackgasse für die nicht wissen wollen.

  • Suzan hijab meint:

    Ich habe keine Angst vor dem Kreuz

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