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Bus mit Neonazis fährt in blockierende Menge – Polizei sieht zu

20 Februar 2011 No Comment

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Auf der Straße gegen rechte Geschichtsverdrehung: UNIQUE berichtet von der Gegendemo in Dresden.

von paqui

Etwa 15.000 Gegendemonstranten stellten sich am 19. Februar erfolgreich dem geplanten Aufmarsch der ca. 4000 Neonazis in Dresden entgegen. Darunter viele Dresdner, die sich gegen den Versuch der Geschichtsverdrehung durch die Neonazis zur Wehr setzen wollten, aber auch Mitglieder der AntiFa, Studenten, Rentner und Kinder. Neben vielen friedlichen Protesten und Blockaden kam es zu einigen gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Gegendemonstranten und Polizei. In der Altstadt, wo der Naziaufmarsch größtenteils stattfinden sollte, warfen einige Gegendemonstranten mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern und zündeten Gegenstände an. Die Polizei reagierte auf die gewalttätigen Demonstranten mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray. Bei Gewaltakten seitens der Neonazis war die Polizei eher zurückhaltend: So konnten einige Rechte ein linkes Kulturzentrum attackieren und beschädigen – von mehreren Polizeiwagen beobachtet.
Bereits ab ca. 11 Uhr wurden sämtliche Brücken von der Neustadt zur Altstadt gesperrt, sodass sich viele Gegendemonstranten gezwungenermaßen auch auf der anderen Seite der Elbe sammelten. Dort, vor dem Goldenen Reiter – einem Wahrzeichen Dresdens – gelang es Demonstranten einen Bus mit Neonazis zu blockieren. Die Blockade verlief völlig gewaltfrei und ruhig. Unter der immer größer werdenden Gruppe befanden sich u.a. Rentner und Kinder. Die Polizei war schnell vor Ort und wurde Zeuge, wie der Bus mit Neonazis plötzlich in die Menge fuhr und diese ca. 20 Meter vor sich her schob. Eine Frau berichtete, dass sie sich nur retten konnte, weil sie von ihrem Sohn aus der Menge gezogen wurde. Die Polizei griff ein – allerdings auf unfassbare Art und Weise: Als sich der Bus bereits unbescholten entfernte, besprühten die „Ordnungshüter“ einige der Demonstranten mit Pfefferspray.
Dem Busunternehmen Reisedienst K.*, insbesondere dessen Busfahrer, drohen nun Anzeigen seitens der teilweise verletzten Demo-Teilnehmer. Der Slogan des Busunternehmens: „Wir fahren Europa entgegen!“ Wer hätte gedacht, dass der so gemeint ist.

(* Name ist der Redaktion bekannt)

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