Ausstellung: Khaled Arfeh – „Damascus Never Sleeps“

Nach diversen Fotoausstellungen ist seit gestern zum ersten Mal auch moderne Malerei im Oberlichtsaal des „Internationalen Centrums – Haus auf der Mauer“ zu sehen. Unter dem Titel „Damascus Never Sleeps“ stellt der syrische Bildhauer und Maler Khaled Arfeh seine seit 2007 in seinem Weimarer Atelier und in Damaskus entstandenen Werke aus.
von Luth
Der Künstler Khaled Arfeh wurde 1974 in Damaskus geboren, 1993 begann er ein Studium an der Fine Arts-Fakultät der Universität Damaskus, welches er 1998 als Bildhauer beendete. Seit seinem Diplom im Jahre 2001 arbeitete er als Assistent in der Abteilung Bildhauerei der Fine Arts-Fakultät. Im Jahr 2006 erhielt er von der Universität Damaskus ein Stipendium, mit dem er als Promotionsstudent an die Bauhaus-Universität Weimar wechselte. Sein Doktorthema: „Die farbigen Skulpturen in Deutschland“.
Seine in ihrer Farbigkeit an Paul Cézanne, in ihren Formen an Georges Braque und in seinem Duktus vereinzelt auch an Jackson Pollock erinnernde Malerei, die sich hauptsächlich auf die reine Darstellung von Architektur und vereinzelte, schematisierte Menschendarstellungen beschränkt, beschreibt der Künstler selbst so:
„Damaskus mit seinen Farben stellt sich in vielen Jahreszeiten dar, jede Jahreszeit hat ihre besonderen Farben mit der Sonne, die in jeder Jahrzeit über Damaskus scheint … Der Besucher von Damaskus kehrt mit einer Vielzahl von lebendigen Eindrücken heim, Bilder, Formen und Personen bleiben in seinem Gedächtnis gespeichert. Die Vielfalt, die Damaskus ausmacht, ich brachte alles nach Weimar in meinem Gedächtnis mit. Die andere Welt in Europa mit ihren besonderen Farben lebte und lebe ich noch, meine Bilder erzählen über meine Gefühle und meine Erfahrungen mit anderen Farben, aus den drei Jahren, die ich in Weimar lebte …“
Gestern wurde die Ausstellung von Khaled Arfeh zusammen mit Ulrike Erfurth vom Kulturbüro des Studentenwerks Thüringen mit einer kleinen Vernissage, arabischer Oud-Musik und syrischen Süßigkeiten eröffnet. Sie ist bis Ende März zu sehen, der Eintritt ist kostenlos.

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