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Articles in the Thema Category

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[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Alice
Ich packe meine Tasche für England und nehme mit: Einen Regenschirm, kurze Röcke und Sommerschuhe, um nicht unangenehm zwischen den Einheimischen aufzufallen, einen Laib Mischbrot, um wenigstens die ersten Tage etwas Gutes zu essen zu haben, einen Bierhumpen des deutschen Fußballbundes, um bei den Jungs Eindruck zu schinden, ein paar Bücher für die Uni und einen dicken Pulli für die nächste nächtliche Evakuierung des Studentenwohnheims wegen Feuer(fehl)alarms.
Ich packe nicht für ein Erasmussemester oder einen Shoppingtrip nach London, ich lebe eine Fernbeziehung über 1.201 Kilometer Fußweg und reise daher …

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[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Christoph
Den Namen “Igor” werden die meisten Menschen hierzulande sicher mit Russland oder anderen ehemaligen Staaten der Sowjetunion in Verbindung bringen. Da ist unter anderem der berühmte russische Komponist Igor Fjodorowitsch Strawinski zu nennen, einer der bedeutendsten Vertreter der “Neuen Musik” und Schöpfer großer Ballette. Aber Kenner auf dem Gebiet der Namensforschung werden schon an dieser Stelle einwenden, dass der Name ursprünglich gar nicht slawischen, sondern skandinavischen Ursprungs ist. Als Namensvariante von “Ingvar” kam er im 9. Jahrhundert durch die Waräger nach Ruthenien, in die Karpato-Ukraine. Dennoch dürfte es noch …

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[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Fabian
Es war ein recht gewöhnlicher Sams-tagnachmittag in Jena. Verliebte trafen sich vorm Eiscafé Riva, ein jugendlicher Skater versuchte erfolglos eine Betonmauer empor zu springen, während zwei Mütter mit Kind, das Geschrei ihrer neugeborenen ignorierend, lethargisch in der Sonne baden. Nur die Gruppe schwarz gekleideter junger Menschen, die sich konspirativ langsam auf dem Jenaer Holzmarkt versammelte, trübte etwas den Eindruck einer familiären kleinstädtischen Idylle.
Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, als das ehemalige Jenaer Kaufhaus „Horten” für wenige Stunden einen neuen Besitzer fand. Junge, mit Transparenten, Grillkohle und …

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[30 Okt 2008 | No Comment | ]

von Carola
Mitten in der bulgarischen Einöde aus einem Auto aussteigen und nicht wissen, ob innerhalb der nächsten 30 Minuten überhaupt ein Fahrzeug vorbei kommt – In der glühenden rumänischen Hitze mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken vergeblich auf jemanden warten, der dich mitnimmt – Ein ganzes Wochenende auf einem ungarischen LKW-Rastplatz verbringen – Kurz hinter Belgrad den Belästigungen eines Truckers entfliehen – Ein Pärchen, das einen Umweg von 100 Kilometern fährt, nur damit du an einer guten Stelle weiter kommst – Fünf Tage mit einem türkischen LKW unterwegs sein …

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[30 Okt 2008 | No Comment | ]

von Fabian
1 Unterwäsche gibt es auch in Ghana
Noch schnell drei paar Kameraakkus bei Saturn einkaufen, ein halbes Dutzend Boxershorts von H&M und eine Vorratspackung Sonnenmilch, bis es dann doch der Rollkoffer sein muss, weil der Rucksack schon aus allen Nähten platzt. Oft scheinen Auslandsreisende zu denken, die Zivilisation ende an der deutschen Grenze. Ob Kartenspiele, Haarkuren oder Wanderschuhe – das alles findest du auch in chinesischen Supermärkten, bolivianischen Krämerläden und auf äthiopischen Marktplätzen – und das oft viel billiger. Also, auch wenn du zwei Jahre verreist, lasse alles, was …

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[30 Okt 2008 | No Comment | ]

von Katharina Buri
Eines der schlimmsten Dinge, die eine potenzielle Schwiegermutter mal zu mir sagte, war: „Erzähl doch mal dem Jonas, wie toll es ist, ins Ausland zu gehen!“. Wir saßen beim Abendessen: Der Knabe, der zu jener Zeit in meinem Herzen regierte, seine Eltern, sein jüngerer Bruder Jonas und ich. Jonas war der absurden Idee verfallen, seine Schullaufbahn ohne das obligatorische Austauschjahr in den USA oder Kanada beenden zu wollen. Nun sollte ich, zu jener Zeit bereits einigermaßen auslandserfahren, ihm den Kopf gerade rücken. Ich zögerte eine Weile, denn ich …

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[30 Okt 2008 | No Comment | ]

von Frank
Eröffnet man seinen Mitmenschen, dass man einen Trip nach St. Petersburg vor sich hat, mögen dem Reiselustigen unterschiedliche Reaktionen begegnen. Vor der so fremdartigen russischen Mentalität wird man eventuell gewarnt; von anderer Seite hört man hingegen, dass es eine sehr westliche Stadt sei. Tatsächlich ist die Metropole an der Newa nichts so sehr wie ambivalent. Ohne Zweifel hat “der Westen” hier längst Einzug gehalten, was dem Betrachter vielleicht manches Stirnrunzeln oder Schmunzeln abverlangen kann, aber der zu Tage tretenden ur-russischen Art der nördlichsten Millionenstadt der Welt kaum Abbruch tut.
Deutlich …

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[30 Okt 2008 | No Comment | ]

von Fabian
Halbierung der weltweiten Armut, Schulbildung für alle, Geschlechtergleichstellung, Senkung der Kindersterblichkeitsrate, Bekämpfung von AIDS und anderen schweren Krankheiten – Das Programm, das Vertreter der Vereinten Nationen, der OECD, der Weltbank und zahlreicher NGOs im Jahr 2001 erarbeiteten, klingt  genauso visionär wie utopisch. Die sogenannten Millennium-Entwicklungsziele, denen sich 189 Staats- und Regierungschefs verpflichteten, sollten bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden, doch scheint die Einlösung dieses Versprechens heute ferner denn je.
Aus diesem Grund riefen die Vereinten Nationen die internationale Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ ins Leben, deren Ziel es ist, die …

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[30 Okt 2008 | One Comment | ]

“Im Grunde bin ich mit völlig falschen Vorstellungen nach Irland gekommen. Es war naiv zu glauben, dass die Iren Riverdance-like durch die Straßen tanzen, der Regen Gemütlichkeit statt Depressionen schafft, mich Feen abends in den Schlaf singen …
Der nachfolgende Bericht erzählt von den Verrücktheiten einer Großstadt, der irischen Seele, dem Beginn eines Erasmus-Austauschsemesters. Und doch geht es eigentlich nur um mich.”
von Christin
“… jetzt aber erstmal mutig in den Flieger steigen und sich auf die vielen neuen Dinge freuen.“ So endet die Abschiedsnachricht einer Freundin. Also in den Flieger bin ich …

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[30 Okt 2008 | No Comment | ]

von Fabian
Jedes Semester beginnt es von Neuem: Kaum in Jena angekommen, den ersten Kulturschock noch nicht verkraftet, geht sie los die Rennerei ausländischer Studierender. Formulare müssen zum Akademischen Auslandsamt,  die Anmeldung zum Sprachkurs muss abgegeben werden und ein paar Menschen aus der Heimat zu finden, um mal wieder unverkrampft in der Muttersprache reden zu können, wäre ja auch nicht schlecht.
Um ausländischen Studierenden nun zumindest die langen Wege zu ersparen, befinden sich nun fast alle Jenaer Heimwehbekämfungsinstitutionen an einem Ort.
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