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Articles in the Thema Category

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[22 Mai 2004 | No Comment | ]

Die Frage, was Menstruation mit ‘men’ zu tun hat, können uns vielleicht Linguisten beantworten. Eine in gewissen Kreisen vertretene, jedoch nicht mehr genau nachzustellende These, nach der die Frau aus der Rippe des Mannes erschaffen wurde, bleibt Sache der Theologen. Welcher Berufung sich männliche Gynäkologen verpflichtet fühlen, ist sicher auch einer der semantischen Spannungssphären unserer Kultur.
Doch warum gibt es T-Shirts welche die Rippen der Frau bedecken und mit verschiedenen selbstbezeichnenden Wörtern versehen sind? ‘Zicke’, ‘Chick’, ‘Tussi’ – was heißt das für den verunsicherten männlichen Betrachter?
Um es vorweg zunehmen – es …

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[20 Mai 2004 | One Comment | ]

Was tun, wenn man seit der Geburt im falschen Körper steckt? Schweigen, akzeptieren, handeln?’, ‘Zu allen Zeiten und in allen Kulturen gab es den so genannten Transsexualismus. Der Begriff umschreibt das psychische Zugehörigkeitsgefühl zum anderen Geschlecht als dem biologischen. Meist spricht man heutzutage aber auch von Transidentität, da es sich eigentlich um die Frage des Identitätsgefühls handelt und nicht um Fragen der Sexualität oder Kleidung.
Schon Vinaya sprach von der Existenz vierer Geschlechter in der buddhistischen Gesellschaft. Neben Frau und Mann gibt es ein Geschlecht namens ‘ubhatobyanjanaka’, welches die Bezeichnung …

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[5 Nov 2003 | No Comment | ]

Was heute nur noch an Stamm-tischen geäußert wird, war 1900 für JederMann schwarz auf weiss “Ãœber den physiologischen Schwachsinn des Weibes” nachzulesen.
Geschrieben von dem Nervenarzt Paul Julius Möbius nach dem “Frauen ein naturgegebenes Problem sind”. Für Möbius war klar: Der Mann geht auf die Jagd und die Frau hat Herd und Wochenbett zu bewachen. Seinen geistigen Vor-sprung gewinnt der Mann aus seinen besser entwickelten Scheitellappen. Frauen handeln instinktiv-zweck-mäßig, aber ohne zu wissen warum. Ein Beispiel für seine ‚Wissenschaft-lichen Thesen‘: Mädchen und Jungen aus unterschiedlichen Schultypen und sozialen Stand, aber …

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[5 Nov 2003 | No Comment | ]

Manchmal wird man dabei ertappt, wie man selbst mutmaßlichen Vorurteilen anderen Menschen gegenüber freien Lauf lässt; seien wir ehrlich, über kurz oder lang tun wir das alle mal – gegen den allgemeinen Aufruf zu Toleranz und Akzeptanz.
Aus der Verteidigerposition oder aus schlechtem Gewissen heraus können wir nichts anderes sagen als: “Na, aber irgendwie muss ich doch kategorisieren!” oder “An irgendetwas muss ich mich doch halten!”. In der Tat, wie unser Redakteur auf den Seiten 4/5 schreibt, ist das “Sich-an-etwas-halten-wollen” eine normale Reaktion des Menschen, der Versuch, die ungemein komplexe Umwelt …

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[5 Nov 2003 | No Comment | ]

In unserer globalisierten Gesellschaft ist die Konfrontation mit anderen Kulturen zur Normalität geworden. Trotz dieses kulturellen Nebeneinanders erweisen sich jedoch Abwehrmuster gegenüber Fremden, d.h. Stereotype und Vorurteile, als äußerst rigide und stabil. Durch Aufklärungsarbeit und Dialog mit anderen Kulturen muss eine kritische Reflexion der eigenen Lebenswelt erreicht werden. Das Ziel der interkulturellen Zusammenarbeit ist es, interkulturelle Kompetenz zu schaffen und dabei Vorurteile und Stereotype abzubauen. Aufgrund von negativen Erfahrungen (z. B. wurde die Integrationsfähigkeit von offenen Gesellschaften bei weitem überschätzt) wird die Notwendigkeit des Einsatzes praxisrelevanter Konzepte forciert. Sie sollen …