Home » Archive

Articles in the Thema Category

Thema »

[7 Jan 2009 | No Comment | ]

Warum Jenaer Studenten nicht in Jena wohnen wollen
von Alice
Alle zwei Stunden quält sich ein zähflüssiger Strom von Menschen die Westbahnhofstraße hinunter und erst unten am Holzmarkt ist nicht mehr deutlich sichtbar, dass sich soeben wieder ein Zug aus Erfurt und Weimar in Jena leer geschwappt hat. Es sind Pendler. Studenten, über die sich ausgeschlafene Damenviertler aufregen, wenn es mal wieder um fünf Cent mehr im Nahverkehrsticket geht. Die Studenten, die von Mikrosoziologieprofessoren getadelt werden, weil sie die 20-Uhr-Spätvorlesung schon fünf Minuten eher verlassen, um noch im Stechschritt den letzten Zug …

Thema »

[7 Jan 2009 | No Comment | ]

von Roman Gherman
Ich mag Kunst. Malerei, Bildhauerei, Architektur haben mich schon immer begeistert. Aber auch Sprachen mit ihren Redewendungen und Sprichwörtern finde ich spannend. Man kann ja herzhaft lachen, wenn man beispielsweise versucht die Redewendung „Ich verstehe nur Bahnhof” in eine andere Sprache zu übersetzen. Das Ergebnis kommt vielen dann nur noch “Spanisch vor”. Ähnlich ist es mit einzelnen Wörtern, deren Bedeutung(en) durchaus sehr interessant sein können.Nachdem ich nun schon einige Zeit in Deutschland lebe und sich mein Kopf, Geist und Körper einigermaßen in die deutsche Gesellschaft integriert haben, muss …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

Der Soziologe und Philosoph Alfred Schütz hat in seinen Aufsätzen “Der Fremde” und “Der Heimkehrer” detailliert eine sozialwissenschaftliche Perspektive von Fremdheit und Heimat dargestellt. UNIQUE sprach mit Prof. Dr. Bruno Hildenbrand über Schütz’ Darstellung und die soziologische Bedeutung dieser Alltagsphänomene.
UNIQUE: Herr Prof. Dr. Hildenbrand, wenn das neue Semester bald beginnt, wird Jena wieder voll von Erstsemestlern sein, die sich hier anfangs unsicher und fremd fühlen. Können Sie aus soziologischer Sicht erläutern, was die Situation eines “Fremden” ausmacht?
PROF. HILDENBRAND: Der Fremde ist ja irgendwo zu Hause; nehmen wir an, es kommt …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Stefan Berke
Als nicht profitorientierter, auf Harmonie und Ausgleich bedachter Mensch sah ich irgendwann meinen Glauben angesichts der Streitereien und Ungerechtigkeiten auf der Welt stark in Mitleidenschaft gezogen. Nicht zuletzt durch das Handeln verschiedener Menschen in machtvollen, aber nicht immer öffentlichen Positionen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien (im Folgenden: die “Elite”), die sich offenbar zum Ziel gesetzt haben, bestehende Konflikte weiter zu fördern, demokratisch gewählte Staatsoberhäupter zu stürzen, generell immer neue Konflikte zu provozieren und dabei den Menschen, wenn es sein muss, zu erklären, dass dies im Sinne des Allgemeinwohls …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Michael
Glauben im herkömmlichen, abendländischen Sinne ist etwas, das sich im Spannungsfeld von Vergangenheit und Zukunft abspielt. Doch bietet das Thema Glauben, insbesondere wenn es um die Transformation des Glaubens geht, auch andere Herangehensweisen. Im Folgenden soll untersucht werden, wie sich Prädikat, Objekt und Subjekt des Glaubens im Laufe der Zeit verändert haben.
Das Prädikat “glauben” könnte man auch durch “lieb haben” ersetzen. Glauben beinhaltete einst, dass man sich in einem Kollektiv befindet, welches gemeinsam eine Ordnung aufrecht erhält und in welchem also jedes Gruppenmitglied sein Möglichstes zu dieser Ordnung beiträgt. …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Lutz
200 Jahre ist es mittlerweile her, als das Zeitalter der Aufklärung das Denken der Menschen in den westlichen Gesellschaften revolutionierte. Sie bezeichnet die Abkehr vom Glauben von als Autoritäten angesehenen Institutionen wie der Kirche, was Nietzsche in “Die fröhliche Wissenschaft” so einprägsam wie unverblümt mit dem legendären Ausspruch “Gott ist tot!” zum Ausdruck brachte. Doch die Konsequenzen der Durchsetzung der (Natur-) Wissenschaften gegen die religiösen Anschauungen hinsichtlich der Erklärung lebensweltlicher Phänomene reichen weiter. Die Aufklärung hinterfragt sämtliche Wertsysteme wie Kulturen, Philosophie und eben Religion mit der Konsequenz, die Sicherheiten …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Jenny
Streicht man als Kind mit den Fingern über die gesammelten Werke von Marx und Engels im heimischen Bücherschrank, erweist sich eine solche Prägung womöglich Jahre später als Fluch und Segen zugleich. Da wächst man unwillkürlich atheistisch auf, gerät die marxistische Weltanschauung gar zur Muttermilch, doch ein Problem lässt sich nicht ignorieren: Man wurde zu spät geboren. Zu spät, um den real existierenden Sozialismus bewusst zu erleben und das eigene Ideal in Trümmern zu sehen. Aus Trümmern lässt sich wenigstens etwas neu erschaffen.
Nein, aufgewachsen in den nicht ganz so blühenden …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Thibaut
“Mensch, wo bist du?” (1. Mose 3,9) – diese Frage kann einem in den Sinn kommen, wenn man sich mal durch Zufall oder Absicht an einem Sonntagmorgen in eine Kirche verirrt/begibt.
Besonders Menschen diesseits der 60 Jahre sucht man dort meist vergeblich.
Insbesondere hier in den “Neuen Bundesländern” ist vielen Menschen die Idee von Gott, Kirche und Jesus suspekt oder kurz gesagt: Sie glauben nicht daran (meist ohne sich je mit der Möglichkeit beschäftigt zu haben). Auch gibt es viele Menschen die sich sagen: “Ich glaube zwar an Gott, aber das …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Carola
Bildung – das sollte im Idealfall bedeuten: frei, unabhängig, für alle zugängig und – vielleicht das wichtigste Kriterium – zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit beitragend, auf dass der Mensch selbstbestimmt und bewusst leben und an der Gesellschaft teilhaben kann. Doch wirft man einen Blick auf die heutige Situation, so lässt sich feststellen, dass da wohl irgendetwas fehlt; eigentlich alles, um genauer zu sein.
Die Ökonomisierung der Bildung ist Normalfall, selbst die OECD attestierte, dass in Deutschland in einem Maße wie in fast keinem anderen Industrieland die Bildungschancen vom finanziellen Status …

Thema »

[25 Nov 2008 | No Comment | ]

von Alice
Ich packe meine Tasche für England und nehme mit: Einen Regenschirm, kurze Röcke und Sommerschuhe, um nicht unangenehm zwischen den Einheimischen aufzufallen, einen Laib Mischbrot, um wenigstens die ersten Tage etwas Gutes zu essen zu haben, einen Bierhumpen des deutschen Fußballbundes, um bei den Jungs Eindruck zu schinden, ein paar Bücher für die Uni und einen dicken Pulli für die nächste nächtliche Evakuierung des Studentenwohnheims wegen Feuer(fehl)alarms.
Ich packe nicht für ein Erasmussemester oder einen Shoppingtrip nach London, ich lebe eine Fernbeziehung über 1.201 Kilometer Fußweg und reise daher …