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Articles in the Thema Category

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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

Nicht nur studentische Medien sehen sich gegenwärtig mit der Debatte um journalistische Qualität und Vielfalt konfrontiert. Wir sprachen mit dem Medienökonom Prof. Dr. Wolfgang Seufert über rechtliche und publizistische Aspekte des Themas.
von Seba & Chrime
UNIQUE: Artikel 5, Abs. 1 des Grundgesetzes gewährleistet, dass jeder Bürger seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei äußern und verbreiten darf. Jeder Bürger kann demnach journalistisch tätig sein und sich auch als Journalist bezeichnen. Im Hinblick auf die freie Meinungsäußerung, wo sind diesem Grundsatz Grenzen gesetzt?
Seufert: Meinungsfreiheit ist zunächst einmal ein individuelles Recht. Zum …

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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

… genießt man an trüben Wintertagen, als Tonikum gegen miese Stimmung, in Phasen akuten Welthasses, im Auto auf der einsamen Landstraße, in übervollen Einkaufspassagen, zusammen mit guten Freunden oder in der Straßenbahn, wenn man nur noch den Stehplatz inmitten einer Gruppe verschwitzter Spowi-Studenten erhaschen konnte. Sie helfen, einen Rest an Selbstbeherrschung zu bewahren und ein friedlicher Mensch zu bleiben. Oder sie lösen einfach nur schöne Erinnerungen an längst Vergangenes aus. Jeder kennt seinen Song, jeder braucht ihn gelegentlich ganz laut aus den Boxen. Drei UNIQUE-Redakteure sind tief in sich gegangen …

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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

Inmitten der Karpaten, fernab jedweder Zivilisation
von ture
Zwischen diesem Buchenholz, inmitten der Karpaten, fernab jedweder Zivilisation – meine Blindheit hätte mich fast umgebracht.
Meine Erinnerungen an die Zeit verblassen schnell. Die letzten Jahre hatte ich gelernt, mich vollkommen meiner Gleichgültigkeit hinzugeben. Ohne Arbeit pflegte ich, in meiner Passivität ertrinkend, die Tage an mir vorbeiziehen zu lassen. Viele Finger zeigten auf mich: ich sei ein psychisches Wrack. Doch tröstend hoffte ich, diese Zeit würde ein nahrhafter Boden für meine unaufhaltsam näher rückende Zukunft.
Es kam anders als erwartet. Die zuständige Arbeitsvermittlung drohte erpressend, mich …

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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

Weltfußball ade
von Christoph Worsch
„Wir sind ewiger Tabellenführer der DDR Oberliga”, so schallt es bei jedem Heimspiel des FC Carl Zeiss Jena durch das Stadion – durch das ziemlich leere Stadion. Wenn nicht gerade Dresden oder Erfurt zu Besuch sind, dann verirren sich vielleicht 5000-6000 Menschen in die Oberaue und so wissen viele nicht, ob sie lachen oder weinen sollen, wenn der Stadionsprecher die drei Gästefans einzeln mit Namen vorstellt.
Die jungen Fans kennen es nicht anders, aber wenn man die Älteren in der Kurve belauscht, dann schwelgen sie noch immer …

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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

von Chrime
“To send someone to Coventry”, so lautet eine beliebte englische Redewendung. Sie bedeutet in etwa soviel wie “jemanden links liegen lassen”. Im Fall des hier vorgestellten jungen Mannes verhält es sich jedoch genau umgekehrt. Er kommt aus Coventry und darf sich gewiss sein, nicht links liegen gelassen zu werden. Denn Cameron McNiff, der in der Industriestadt in den West Midlands geboren wurde und an der University of Hull im Nordosten Englands studiert, ist ein sympathischer und facettenreicher junger Brite.
Auf den ersten Blick wirkt Cameron wie eine weniger bullige Ausgabe …

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[8 Jan 2009 | 42 Comments | ]

Nachtrag: Die Kontroverse aus dem Jahr 2009 um das Interview könnt ihr hier nachlesen: 
http://www.fabik-packt-aus.tk/
Eine damalige Stellungnahme zum Interview findet ihr hier.
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Aus gutem Grund bieten die meisten Medien Nazis keine Plattform für ihre Meinungen. Diesem Grundsatz ist auch die Unique verpflichtet. Problematisch daran erscheint uns allein ein Umstand: Ein bestimmter Ausschnitt der gesellschaftlichen Realität bleibt konsequent ausgesperrt. Die allgemeine Unkenntnis über die wahren Ziele und Strategien der rechten Szene birgt außerdem gewisse Gefahren. Obwohl sich unsere Sympathien für Nazis in engen Grenzen halten und wir uns des enormen Risikos bewusst sind, …

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[8 Jan 2009 | 2 Comments | ]

Zum Phänomen der revolutionären Lethargie
von fabik
Rosa sitzt auf einer kleinen roten Filzcouch in der Küche unserer WG. Bedächtig gestikulierend erzählt sie von einem interessanten Artikel, den sie neulich auf Telepolis gelesen hätte: Wie Benutzerinformationen im Web 2.0 für Marketingzwecke missbraucht werden und dass sie nun auch am Holzmarkt eine nicht ausgewiesene Überwachungskamera entdeckt habe. Rosa redet sich schnell in Rage, wenn es um solche Themen geht: Finanzkrise, Nestlés Kaffeekartell und ob ich denn meinen Apfel nicht abwasche wegen der Chemikalien – er sei zwar Bio, aber trotzdem! Während wir so …

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[8 Jan 2009 | No Comment | ]

von fabik
Januar/Februar
Während die Junge Gemeinde am 22. Januar mal wieder Ziel eines Nazi-Überfalls wird, verletzten Unbekannte den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Ralf Wohlleben und den Betreiber des Braunes Hauses in Lobeda. In der Jenaer Innenstadt demonstrieren unterdessen ca. 50 Menschen gegen rechte Gewalt.
Ungeachtet des aktivistischen Winterschlafes, der Jena befallen zu haben scheint, verschönert unterdessen eine eine junge Studentin die Innenstadt mit ironischen, kapitalismuskritischen Graffities.
März
Eine kleine Gruppe Studenten führt mehrere Kurzbesetzungen leerstehender Gebäude in Jena durch und schmückt die Fassaden mit selbstgemalten Transpis. Sehr schön!
April/Mai
Am 19. April kündigen 350 Erstunterzeichner des „Jenaer Aktionsnetzwerks …

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[8 Jan 2009 | No Comment | ]

von Yeke
Unterschriften sammeln für politische Gefangene in Indien, Weiterbildung beim Vortrag über Kindersoldaten in Sierra Leone und als Garnierung eine Demo gegen die geplante Autobahn durch die wunderschöne Heidelandschaft. Gemeinhin stellt man sich die Hobbies des modernen Aktivisten Augen rollend so vor. Wenn es sich nicht gerade um die wagemutigere Variante des G8-Touristen handelt, der auch schon mal den ein oder anderen Knüppelhieb einstecken muss.
Gegen Öl und Atomkraft, für Frieden
Ungeachtet der allgemeinen Einschätzung, früher sei „alles besser” gewesen, früher – etwa vor rund 40 Jahren – sei die Jugend noch …

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[8 Jan 2009 | 3 Comments | ]

Ein Interview mit Lothar König.
Wofür kämpfst du?
An und für sich soll es ja keine blöden Fragen geben. Wofür ich kämpfe, womit ich kämpfe… Mit meiner Müdigkeit, mit meiner Lahmarschigkeit vielleicht auch. Ansonsten kämpfe ich, hoffe ich, beim Fußball. Da halte ich das auch für sinnvoll und wichtig, dass man da rangeht und alles dran legt und die Zähne zusammenbeißt. Um das Leben, da sollte man nicht kämpfen, Leute. Das ist einfach unsere Dummheit. Das Leben ist einfach da und es kommt wie es ist. Da scheint die Sonne und morgen …