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Articles in the LebensArt Category

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[17 Aug 2009 | No Comment | ]
arenAkustik im Volksbad: Otto Lechner & Arnaud Méthivier – Arnottodrom

von Frank
Wer als Kind selbst, mehr oder weniger aus eigenem Antrieb, das Akkordeon mit sich (oder sich mit ihm) gequält hat und Mutti plötzlich fragt, warum man denn dieses schöne Hobby damals eigentlich nicht weitergeführt hat, der muss sich nicht wundern – vielleicht war Mutti neulich bei der Kulturarena. Im Volksbad zeigten nämlich am 16. August “Arnottodrom” (man beachte die Ähnlichkeit mit den Namen der Künstler), dass man dem Zerrwanst mehr entlocken kann als Oh when the saints und das obligatorische Jingle Bells vorm Gabentisch.
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[15 Jul 2009 | No Comment | ]

von Michael Franz
„Warst du schon mal Containern?“ Ich stellte meiner WG-Mitbewohnerin Anne diese Frage beim Schlürfen eines Heißgetränks an einem tristen Novemberabend. „Nein, noch nie gehört. Was ist das?“ Nachdem ich das wenige, was ich über diese Form der Lebensmittelbeschaffung wusste, wiedergegeben hatte, war ihre Neugierde bereits geweckt. Sogleich begann sie, Vorschläge zu unterbreiten, wo man überall schauen könnte, und fragte sich, ob die Container hinter den Discountern überhaupt zugänglich und offen seien.
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[15 Jul 2009 | One Comment | ]

von gonzo
Der alte Mann lässt eine Zigarette zwischen seinen grindigen Fingern wandern, mühelos zwischen den Knöcheln hindurch, das war mal seine Spezialität. Er wurde früher darauf angesprochen, sogar von Frauen. Manche haben ihn gemocht, den undurchschaubaren Einsiedler.
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[15 Jul 2009 | No Comment | ]

von rokko rehbein
Man starrt auf die riesige Leinwand und glaubt der Fülle der Dias nicht. Untermalt von plastischen Anekdoten zieht jedes Bild einen Vorhang auf, hinter dem sich eine Welt verbirgt, ein Abenteuer, eine Geschichte von zwei Menschen, die 16 Jahre lang alle Kontinente bereist haben und nun gelegentlich Diavorträge darüber halten; aufgeräumt und mit dem grundlegenden Humor, den solch eine Reise voraussetzt und produziert. Souverän schmunzeln beide über die unplanbare Schönheit jedes einzelnen ihrer 257.000 Kilometer, die sie zurückgelegt haben – und von denen ihr Buch handelt.
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[15 Jul 2009 | No Comment | ]

von Luth
Die Menschen, die man heute allgemein als Backpacker bezeichnet, haben das Unterwegssein zum Lebensinhalt erklärt. Ihre unverbindliche Heimatlosigkeit gilt weithin als hipp und schick. Schon immer waren Reisen aber auch eine Flucht vor und eine Suche nach sich selbst. Die fünf Weltreisenden in Sonja Heiss’ Regiedebüt „Hotel Very Welcome“ sind keine modernen Touristikhelden, sondern zerrissene, entscheidungsunfähige Beziehungsnomaden. In vier Episoden schildert der halbdokumentarische Film ihre schwierige Sinnsuche quer durch Asien.
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[9 Jun 2009 | No Comment | ]

von LuGr
Antoine (Albert Dupontel) hat seinen Job als Werbefachmann satt, seine Familie, sein ach so tolles Durchschnittsleben. Mit ein bisschen mehr Geld vielleicht schon, aber nein, es macht ihm keine Freude, der Kapitalismus ist schließlich schlecht. Der Zynismus dringt wie eine Krankheit in all seine Poren. Menschen aus seiner Umgebung, seine Frau und seine Freunde bekommen dies von einem Tag auf den anderen zu spüren, als sie ihm zu seinem 42. Geburtstag mit Geschenken überraschen, für die er nur Sarkasmus, Verachtung und Provokationen übrig hat.
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[9 Jun 2009 | No Comment | ]

von LuGr
Nachdem das Capitol-Kino, der Veranstaltungsort des „cellu l’art“ in den letzten Jahren, vor Kurzem seine Türen und Säle geschlossen hatte, musste schnell Ersatz her. Mit dem altehrwürdigen Astoria-Kino fanden die Festivalveranstalter für das groß ankündigte Jubiläum einen beinahe ebenbürtigen Ersatz. Nach der feierlichen Eröffnung des Festivals im Theatercafé am 22. und dem eher eigenwilligen „Open Air“ in der Goethe Galerie am 23. April flimmerte am 24. April endlich der erste von insgesamt fünf Wettbewerbsblöcken über die im Astoria-Kino eigens installierte Leinwand. Einst hatte das Gebäude des Astoria schlimm ausgesehen. …

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[9 Jun 2009 | No Comment | ]

von Luth
Darf man die Geschichte des Holocausts in Form eines Comics erzählen? Die Idee erschien so unverfroren, dass man davon ausgehen musste, das könne nur schiefgehen. Dem New Yorker Cartoonisten Spiegelman aber, im Jahre 1992 Pulitzer-Preisträger, gelang dieses Kunststück. „Maus“ erzählt die Lebensgeschichte von Spiegelmans Vater Vladek, einem ehrgeizigen jungen Mann im Vorkriegs-Polen, der nach Beginn des Zweiten Weltkriegs in die Menschenmühlen des nationalsozialistischen Lagersystems gerät.
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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

Autor: Marjane Satrapi:, Edition Moderne. 86 Seiten
von Christian Franke
Wie kommt einer auf die Idee, sich in sein Bett zu legen und auf den Tod zu warten?
Marjane Satrapi ist spätestens seit der Verfilmung ihres Comics „Persepolis”, in dem sie ihre bewegte Kindheit und Jugend im Iran schildert, kein unbeschriebenes Blatt mehr. In „Huhn mit Pflaumen” bleibt sie ihrem schlichten Zeichenstil treu, erzähltechnisch schafft sie es, sich weiterzuentwickeln. Sie skizziert die Geschichte ihres Großonkels, des sagenhaften Tar-Spieler Nasser Ali Khan (eine Tar ist das traditionelle Lauteninstrument im Iran). Nachdem seine Frau während …

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[12 Feb 2009 | No Comment | ]

Regie: Christian Petzold, Deutschland 2009, Schramm Film/BR/arte, ca. 93 Minuten
von Yeke
Ali (Hilmi Sözer) hat es geschafft. Die Stolpersteine der Immigration und ihrer Folgen hat er hinter sich gelassen, denn längst ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann. Als Besitzer einer Kette von mehr als vierzig Imbissbuden scheint er angekommen zu sein in einem Deutschland, das sich beständig über gescheiterte Integrationsbemühungen echauffiert. Doch Alis perfektes Leben ist nur eine Illusion. Die Fassade beginnt zu bröckeln, als er der Ex-Soldat Thomas (Benno Fürmann) als Fahrer einstellt. Prompt fühlt der sich nämlich zu Alis Frau …